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Ferris MC: "Ich war kurz davor kaputtzugehen"

14.09.2012 | 15:48 |   (DiePresse.com)

Der Rapper der Gruppe Deichkind sprach mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" über seine jahrelange Drogensucht und seinen exzessiven Lebensstil.

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Seit 2008 ist Ferris MC Mitglied der erfolgreichen Electro-Formation Deichkind. In der Vergangenheit erlebte der deutsche Musiker aber eine Berg- und Talfahrt. Der schnelle Aufstieg machte Sascha Reimann, so sein bürgerliche Name, zunächst reich: "Ab 1999 kam das Geld haufenweise rein. Es wurde nur noch gefeiert, man fühlte sich wie King und Gott", sagte Ferris MC der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). "Wir haben die Kohle nur so rausgeschmissen, bis irgendwann das Finanzamt meine Konten sperrte. Plötzlich hatte ich 30000 Euro Nachzahlung am Hals", gibt Reimann zu.

Neben finanziellen Problemen machte dem Rapper auch der Drogenkonsum zu schaffen: "Ich war kurz davor, kaputtzugehen und hatte mit vielen Horror-Symptomen zu kämpfen: Panikgefühle, keine Luft mehr kriegen, die eigene innere Stimme redet mit dir. Da hatte ich irgendwann keinen Nerv mehr drauf. Gerade für Kokain war ich sehr anfällig, aber auch für die halluzinogene Amphetaminpille MDA. Als ich mit dem harten Zeug aufhörte, sagte ich mir: Okay, kiffen ist die einzige Sünde, die mir noch bleibt, weil ich Alkohol eh nie viel getrunken habe".

Der heute 38-jährige hat mittlerweile den Drogen abgesagt: "Ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie ich es geschafft habe, 50 Gramm in der Woche zu verkiffen".

(APA)

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