Gestern, Dienstag, war sein 44. Geburtstag – aber der holländische Prinz Johan Friso, der im Februar in Lech unter eine Lawine gekommen war, liegt weiterhin im Koma. Allerdings berichtet Desmond Tutu, ehemaliger anglikanischer Erzbischof in Südafrika und enger Freund der holländischen Königsfamilie, dass Friso kurz aufgewacht sei und seine Frau Mabel angelächelt habe.
Prinzen Johan Friso von Oranien-Nassau war am 17. Februar 2012 beim alljährlichen Winterurlaub der holländischen Königsfamilie beim Skifahren in Lech am Arlberg von einer Lawine verschüttet worden. Durch einen langen Sauerstoffmangel - er lag rund 25 Minuten unter Schneemassen begraben - und einen 50-minütigen Herzstillstand erlitt er weitreichende Hirnschäden.
Seitdem liegt der zweitälteste Sohn von Königin Beatrix in der Londoner Wellington-Privatklinik im Koma. Dort wird er täglich von seiner Frau, Prinzessin Mabel, besucht. Seine Ärzte bezweifeln, dass er je wieder zu Bewusstsein kommen werde. Sechs Monate nach dem Unglück schloss Ende August auch die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen vorerst ab. Zum Inhalt des Berichts wurde bisher keine Stellungnahme abgegeben.
(Die Presse am Mittwoch, 26.09.2012/sh.)
Porträt: Prinz Johan Friso von Oranien-Nassau




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