21.05.2013 07:11 Merkliste 0

Christine Mareks x-te Karriere "Ihr" Chor bei Pink-Ribbon: "Vollgeil"

27.09.2012 | 18:27 |  von Eva Winroither (Die Presse)

Nationalratsabgeordnete Christine Marek hat den Parlamentschor gegründet. Und ist mit ihm gestern Abend bei der Pink-Ribbon-Gala aufgetreten.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Stimme von Christine Marek, ehemalige Staatssekretärin für Wirtschaft und mittlerweile wieder ÖVP-Nationalratsabgeordnete, überschlägt sich vor Begeisterung. „Voll geil“, sei das Projekt, an dem sie in den vergangenen Wochen gearbeitet hat. „Hammermäßig“, nennt sie es. Und „irrsinnig stolz“ seien alle darauf. Christine Marek hat gestern, Donnerstag, Abend einen Song präsentiert, für den sie und 21 Nationalratsabgeordnete und Mitarbeiterinnen des Parlaments die Background-Stimme gesungen haben. Unter ihnen Silvia Fuhrmann (ÖVP), ÖGB-Vizechefin Sabine Oberhauser (SPÖ), Heidemarie Unterreiner (FPÖ) und Ursula Haubner (BZÖ). Die Musicalstars Maya Hakvoort und Lana Gordon übernahmen die Hauptstimme.

Das Lied mit dem Titel „Don't Close Your Eyes“ ist das Benefizlied für die Pink-Ribbon-Jubiläumsveranstaltung, die Donnerstagabend im Wiener Parlament stattgefunden hat. Seit 20 Jahren steht die von Evelyn Lauder gegründete Initiative für den Kampf gegen Brustkrebs. Seit zehn Jahren gibt es die rosa Schleife unter der Schirmherrschaft der Österreichischen Krebshilfe auch hierzulande. Das Charity-Lied wurde deswegen extra auf CD aufgenommen und ist ab Oktober in den Post-Filialen erhältlich.

„Das Stück war gar nicht so einfach zu lernen“, sagt Marek und wieder ist der Stolz in ihrer Stimme zu hören. Was auch verständlich ist. War sie es doch, die das Projekt ins Leben gerufen hat. „Ich bin vorigen Herbst mit Doris Kiefhaber (Krebshilfe-Geschäftsführerin, Anm.) auf einen Aperol-Spritz zusammengesessen und hab ihr vom Parlamentschor erzählt. Da haben wir gesagt, machen wir doch was.“ Das Lied hat Komponist Gary Lux, dessen Frau selbst an Krebs gestorben ist, schließlich extra für die „Hohe.Haus.Musik“, so der korrekte Name, geschrieben.

Den Chor hat Marek selbst vor sieben Jahren gegründet. Zur Zeit der schwarz-blauen Regierung. „Damals war die Stimmung menschlich nicht so gut im Parlament. Wenn man aber gemeinsam singt, dann geht man gleich ganz anders miteinander um“, sagt die 44-Jährige, die selbst schon als Kind gern gesungen hat. Schnell waren begeisterte Sänger gefunden, Männer und Frauen. „Und zwar von allen Fraktionen“, wie sie betont. Das ist ihr wichtig. Man wolle ja vermitteln. Das Repertoire reicht von „Can You Feel the Love Tonight“ über „Lollipop“, „Heal the World“ bis zu „Wien, du Stadt meiner Träume“. (Ob Marek das auch noch so empfindet, seit sie als Chefin der Wiener ÖVP abgesägt wurde, ist nicht überliefert.)

Da Marek 2007 Staatssekretärin für Arbeit und Wirtschaft wurde und sich aus dem Parlament verabschiedete, musste auch der Chor pausieren. Seit ihrer Rückkehr vor einem Jahr gibt es ihn nun wieder. Wenn auch nicht mit regelmäßigen Proben. „Versuchen Sie mal, diesen Flohhaufen zusammenzubekommen.“

Für den Pink-Ribbon-Song konnte sie dann aber schnell viele (Frauen) zum Mitmachen überreden. Der Song wurde schließlich nach einem Abend und einem Vormittag Proben aufgenommen. Vierstimmig. Zweimal Sopran, zweimal Alt. Marek selbst singt Alt. „Ich bin gern in den tieferen Lagen zuhause.“

Ein richtiges Konzert gibt der Chor dann am 12.November im Wiener Metropol. Dann werden auch Männer wie Rechnungshof-Präsident Josef Moser mitsingen. Letzterer hat es sich zumindest vorgenommen. Der Erlös kommt der Kinderburg Rapottenstein zugute. Und ja, dort werde man auch – ganz chorlike – swingen und ein bisschen tanzen. Bei der Pink-Ribbon-Gala wollten sich die Damen nämlich – ganz in Schwarz gekleidet – eher im Hintergrund halten. Im Metropol singt das Hohe Haus dann erstmals mit Journalisten. „Können Sie zufälligerweise singen?“, fragt sie plötzlich.

Wie sie das Lied beschreiben würde, interessiert. „Es ist eine Hymne an das Leben“, sagt Marek, und schon wieder bebt ihre Stimme enthusiastisch. Voll geil also. Hammermäßig. Was denn auch sonst?

Auf einen Blick

„Hohe.Haus.Musik“ heißt der Parlamentschor, den VP-Nationalratsabgeordnete Christine Marek vor sieben Jahren gegründet hat. Das nächste Konzert findet am 12.November im Wiener Metropol statt. Karten sind bereits unter www.wiener-metropol.at erhältlich. Den Erlös bekommt die Kinderburg Rapottenstein. Das Charity-Lied „Don't Close Your Eyes“, das am Donnerstagabend bei der Pink-Ribbon-Jubiläumsveranstaltung präsentiert wurde, ist ab 1.Oktober erhältlich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

2 Kommentare
Gast: Hannes Chormeister
28.09.2012 18:56
0 0

Derart zu schreiben muss sicher auch "vollgeil" sein!!

Gratulation, Frau Eva Winroither!

Sie schreiben ja schon - zumindest inhaltlich - auf dem Niveau der "Kronen Zeitung". Haben Sie noch nie gedacht als "Journalistin" (??) dorthin zu wechseln?
Ich hoffe nur, dass Sie (als Journalistin) bei dem im Artikel zitierten Benefizkonzert vom 12. November dem Chor und dem gesamten Projekt erspart bleiben; Ihre negative Energie wäre dort nämlich total fehl am Platz!

Das soll noch einer sagen

in einer Demokratie sitzen nur Leute im Palament, die vom Volk gewählt wurden. Es sind dort auch Leute, die Zeit ihres Lebens nur abgewählt wurden.