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Schönbrunn: Als Clinton neben Schüssel schlief

02.10.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Vor genau 20 Jahren wurde das Schloss ausgegliedert. Eine „Erfolgsstory“, wie alle Beteiligten beim Festakt schwärmten. Und Schüssel erzählte eine unbekannte Anekdote.

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Anfang der Neunzigerjahre gab der damalige Wirtschaftsminister Wolfgang Schüssel den Auftrag, das bis dahin beamtete Schloss Schönbrunn aus der Bundesverwaltung auszugliedern. Trotz zahlreicher Bedenken und Widerstände war es am 1.Oktober 1992 so weit. Und das nun quasi privatisierte Schönbrunn wurde fortan zu einer Erfolgsstory, wie Montagabend bei einem Festakt im Schloss die Redner nicht müde wurden zu betonen.

Wolfgang Schüssel war auch mit dabei und freute sich, dass sein damaliges „Baby“ so erfolgreich wurde. Und dann erzählte er eine bisher unbekannte Geschichte über Bill Clinton, der 2001, schon als US-Expräsident, in Wien war und Schönbrunn besuchte. Er habe einen Termin bei Clinton gehabt und wollte mit ihm über Weltpolitik reden. Doch Clinton sei von der Anreise sehr müde gewesen. „Just take a nap, Bill, I will guard you.“ Was dieser auch tat – und Schüssel las daneben Zeitungen. Danach war Clinton fit, hielt eine hervorragende Rede und joggte am nächsten Tag lange mit Schüssel durch den Schönbrunner Schlosspark.

Fast drei Millionen Touristen besuchen jedes Jahr das Schloss, das zur Schlossgesellschaft (SKB) gehörende Sisi-Museum und das Hofmobiliendepot. Viel Geld wurde in Sanierungen und Renovierungen gesteckt, so etwa die erst vor Kurzem abgeschlossene Renovierung der großen Galerie. SKB-Geschäftsführer Franz Sattlecker hob hervor, dass zum Erfolg auch gute Rahmenbedingungen, die Mitarbeiter und ein starker Wien-Tourismus als Partner gehörten. Sattlecker ist übrigens seit einigen Wochen Alleingeschäftsführer, weil sein langjähriger Ko-Geschäftsführer Wolfgang Kippes in Pension gegangen ist. Mit dabei beim Festakt: der heutige Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Wien-Tourismus-Chef Norbert Kettner, Bundesdenkmalamt-Chefin Barbara Neubauer, Tiergartenchefin Dagmar Schratter und ihr Vorgänger Helmut Pechlaner. gb

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.10.2012)

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1 Kommentare

durch diesen Erfolg konnte auch die Rekonstruktion von schloss Hof erfolgreich gestemmt werden!

danke! der Erhalt unserer Kultur ist sehr wichtig! bitte weiter so.

jetzt sollte man aber auch endlich einmal die Krankenkassen zusammenlegen. hier geht Unmengen Geld verloren - Tag fuer Tag.