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„Schaufenster“ in neuem Gewand: Ein Fest zum Einstand mit Aha-Effekt

12.10.2012 | 18:34 |  von Teresa Schaur-Wünsch (Die Presse)

Das „Schaufenster“ feierte die schönsten Bilder des letzten Jahres – und auch das erste dicke Heft im neuen Layout.

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Sie sind als Magazinfotos gedacht, und als solche gut gemacht. Und doch gibt es dann diesen Aha-Effekt, wenn die Bilder aus dem „Schaufenster“ plötzlich an einer weißen Galeriewand hängen. Anders und fremd wirken die Bilder da, künstlerisch und vor allem: hochprofessionell.

Dass man sich trotzdem nicht in Paris befindet, das zeigt allem voran eines: das Budget. „Bei der ,Vogue‘ hätte man für solche Shootings wahrscheinlich 100.000 Euro und 20 Leute zur Verfügung“, lacht „Schaufenster“-Chefredakteurin Petra Percher. Dimensionen, von denen sie nur träumen kann. Umso beeindruckender, was (meistens heimische) Fotografen mit einem Assistenten, einem Stylisten, einem Haar- und Make-up-Profi und einer Handvoll Models Woche für Woche für das „Schaufenster“ schaffen. Ein guter Grund zum Feiern mit allen Beteiligten ist das allemal.

Dazu gab es diesmal noch einen zweiten Grund für ein Fest: das erste Heft im neuen Layout. Schon zu Mittag im Stilwerk in den ehemaligen Räumlichkeiten der in die Wollzeile übersiedelten Galerie Lumas präsentiert, war es das Gesprächsthema des Abends, „Ist es größer?“ die häufigste Frage. Die Antwort ist nein – das bewährte Format ist gleich geblieben, alles andere mag am neuen Logo liegen.

Schaufenster-Schau: Das Beste des Jahres

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Vielleicht auch am Titelbild von Fotograf Andreas H. Bitesnich, der in letzter Minute doch nicht zur Feier kommen konnte – ein Termin in Paris kam dazwischen. Von wo übrigens auch eines der vier Models für die „Nackte Männer“-Fotostrecke eingeflogen wurde. So international ist das „Schaufenster“ nämlich doch. Fotografiert worden war dann wieder in einer Eventhalle im Burgenland, die Bitesnich selbst in der Nähe seines Studios in Breitenbrunn ausfindig gemacht hatte.

Wie es hinter den Kulissen eines solchen Shootings zugeht, zeigt die Ausstellung, die noch heute im Stilwerk zu sehen ist, übrigens auch: Eine ganze Sammlung von Backstage-Fotos bringt die Atmosphäre näher. Wobei das „Schaufenster“ Wert darauf legt, nicht nur Mode gekonnt in Szene zu setzen, sondern auch die Protagonisten seiner Interviews. Diese spezifische Fotosprache soll im neuen Layout noch besser zur Geltung kommen. Reportagig werden die Bilder in der neuen Reihe „Atelier“, die sich auf die handwerkliche Fertigung von Produkten – vom Schmuckstück bis zum Duft – konzentriert. Über Letzteren, den Duft, schreibt Modespezialist Daniel Kalt auch eine neue Kolumne. Ob Linda Zayer (Clinique) oder Laura Diessl und Tanja Kanduth (L'Oréal) die als Erstes gelesen haben, ist nicht überliefert.


Weiters beim Fest: Styria-Vorstand Klaus Schweighofer, „Presse“-Geschäftsführer Michael Tillian, „Presse“-Chefredakteur Rainer Nowak, Six-Degrees-Gründer Thomas Bene, Unit-F-Chefin Ulrike Tschabitzer-Handler, Dessange-Salonchef Rudi Meidl, Viktor Vanicek von Wien Products, Lobmeyr-Chef Leonid Rath, PR-Doyenne Elisabeth Hirnigel, Look-Model-Chef Wolfgang Schwarz, Katharina Murschetz (Kunsthalle) und Lokallegende Ossi Schellmann. Dazu Designer, wie das Tiberius-Duo Karl Ammerer und Markus Valenzuela, das Superated-Duo Peter Holzinger und Christian Moser, Shakkei-Chef Gabriel Baradee, Hermann Fankhauser von Wendy & Jim, das Hartmann-Nordenholz-Duo Filip Fiska, Agnes Schorer sowie Callisti-Designerin Martina Müller.

Und dann, natürlich, auch all die Fotografen, um deren Arbeit es hier ging: Günther Parth, Daniel Roche, Michael Brus, Oliver Gast, Julia Spicker, Katsey, Peter Garmusch, Mark Glassner, Philipp Forstner, Mato Johannik sowie die ständigen „Presse“-Fotografinnen Christine Pichler und Teresa Zötl. Gefeiert wurde in Stilwerk und New Bar bis halb vier. Und leider, um noch eine weitere Frage mit Nein zu beantworten: Man kann die Bilder nicht kaufen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2012)

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2 Kommentare

es tut mir sehr leid ...

aber ich kann dem SCHAUFENSTER überhaupt nichts abgewinnen!
Ein Hochglanzwerbemagazin, dass praktisch nur aus bezahlten (hoffentlich gut bezahlten!) Inseraten besteht.
Die Anzeige der Generali-Group ist gesellschaftspoltisch völlig indiskutabel und wäre Grund genug, Versicherungspolizzen bei der Generali zu kündigen!
Tut mir leid, Herr Chefredakteur, diese teuer gemachte Beilage füllt nur den Papiercontaine ...

Antworten Gast: gast23
13.10.2012 19:05
0 0

Re: es tut mir sehr leid ...

Kann Ihnen nur zustimmen. Das Unötigste vom Unötigen. Wären nicht die zwei Kolumnen zum Schluß, würd ich es nur zum Wegschmeissen in die Hand nehmen.