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„Chili“: Dominic Heinzls langsamer Abstieg

15.10.2012 | 22:39 |   (Die Presse)

Er wurde als Retter des ORF-Vorabends präsentiert, doch Dominic Heinzl konnte mit dem Society-Format „Chili“ nie die „Seitenblicke“ gefährden. Ende 2012 droht das Aus.

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Wien/Eko. Eine „programmliche Blutauffrischung“ hätte er dem ORF bescheren sollen – und dem öffentlich-rechtlichen Sender ein neues Gesicht geben. Groß war die Euphorie, als Generaldirektor Alexander Wrabetz im September 2009 die Rückkehr von Dominic Heinzl zum ORF verkündete. Dass aber ausgerechnet ein zweites Societymagazin – die Seitenblicke sollten ja weiterbestehen – den quotenschwachen ORF1-Vorabend retten sollte, wurde schon damals vielerorts mit Skepsis betrachtet. Zu Recht, wie sich schon bald herausstellen sollte.

Erreichte der ATV-Heimkehrer bei seiner ersten Ausgabe des Kurzformats „Chili“ im Jänner 2010 noch rund 400.000 Zuseher (17 Prozent Marktanteil), ging es schnell bergab. Schon zwei Tage später schauten nur mehr 226.000 Menschen zu. Zum Vergleich – die „Seitenblicke“ hatten 849.000 Zuschauer am Montag und 996.000 am Mittwoch. „Fernsehgewohnheiten ändern sich nicht an einem Tag“, hörte man damals aus dem ORF.

Als die Quoten weiterhin schwächelten, gab es einen Relaunch – die Sendung wurde auf zehn Minuten verkürzt, der Sendeplatz getauscht, um nicht mehr gegen die „Zeit im Bild“ antreten zu müssen. Doch auch der Neustart im September 2010 lockte gerade einmal 127.000 Menschen vor die Fernseher. Die Reaktion von ORF-Generalintendant Wrabetz: Das Publikum müsse sich an den neuen Sendeplatz gewöhnen.

Allein, das Publikum gewöhnte sich nicht. An guten Tagen gab es zwar gelegentlich an die 170.000 Zuseher, doch meist bewegte sich „Chili“ knapp unter 100.000. Zu wenig jedenfalls, um die Kosten (Heinzl war sogar ein eigenes Studio um 1,3 Mio. Euro eingerichtet worden) zu rechtfertigen. Und so könnte der Sendung schon bald das Ende drohen. Heinzls Vertrag läuft noch bis Ende 2012, über ein Ende wird am Küniglberg offen gesprochen. Ein Indiz: Bei der Präsentation des Programmschemas 2012/2013 kam Heinzl im Trailer nicht vor.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.10.2012)

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12 Kommentare
Gast: Bean
25.10.2012 07:38
4 0

Der Heinzl ...

... ist und bleibt ein Unsympatla.

Gast: Urgestein des TVx
20.10.2012 20:23
13 1

Bitte um Rauswurf auch von Herrn Heinzel - DANKE!

Ich habe kein Versändnis dafür, dass für Herrn Heinzl im ORF moderiert. Bitte entfernt diesen Herrn von meinem Bildschirm. Er ist weder witzig noch unterhaltsam. Ich finde ihn blöd, nivaulos und selbstverliebt. Was soll das? Ist es nur Zufall, dass er den Rauswurf von Sido provoziert hat? Am 15. Okt. steht er noch selbst auf der Abschussliste und dann das... Ich hoffe, er kommt damit nicht durch und auch er sollte die Konsequenzen tragen. ER HAT SIDO BESPUCKT! Das haben alle gesehen, die dort waren!!! Klar, dass der andere (Sido) dann abgeht wie eine Rakete. Auch Herr Heinzel sollte vom ORF entfernt werden. Das wäre fair und mir ein grosses Vergnügen! Dankeschön!!!

17 0

bitte drehts dem

das Geld ab. Ich verstehe nicht wieso ein so unsympathischer Mensch von unseren Orf Gebühren bezahlt werden muss.

Warum ist Wrabetz noch Generaldirektor?

Kanns an der Faymann-SPÖ liegen?

Am Erfolg jedenfalls nicht. Seine "Reform" hat Millionen um Millionen versenkt, man denke an "Mitten im 8ten", dessen Humor ausserhalb Wiens niemand verstehen kann bis hin zu dem sinnbefreitem Chili!

Welches Wrabetzkonzept hat bitte funktioniert?

Der Mann hat in typischer SPÖ-Manier nur Kosten verursacht und der SPÖ, Stichwort Pelinka, Posten zugeschanzt!

11 0

orf düfte somit keine geldprobleme haben...

... eigens ein studio nur für chilli? 1,3 mille? traurig.

13 0

Es ist seine PENETRANTE Art die mich so stört! ER glaubt witzig zu sein, ist aber überhaupt nicht lustig sondern zu 99% einfach PEINLICH.


6 0

Re: Es ist seine PENETRANTE Art die mich so stört! ER glaubt witzig zu sein, ist aber überhaupt nicht lustig sondern zu 99% einfach PEINLICH.

Er glaubt auch irgendwie über allem drüber zu stehen wirkt in Wahrheit aber mehr als nur naiv.

5 0

Langsamer Abstieg?

Für mich ein blitzartiger Fall.

HAbe Heinzl gelegentlich auf ATV gesehen - nicht schlecht.

Von der ersten Sendung im ORF weg - katastrophal, nicht zum anschauen.
Warum? Ich weiß es nicht. Kann allein der Hochmut ("jetzt habe ich es geschafft, die zahlen mir Millionen") einen Menschen so zur Unfähigkeit verändern?

Antworten Gast: Trollblume
26.10.2012 19:51
0 0

Re: Langsamer Abstieg?

was hat ihnen da beim atv so gefaleln - die lugners?

Gast: der mann aus la mancha
16.10.2012 08:42
2 0

Heinzl Handlos

Heinzl soll Radio machen. Des is duat wo eahm kana siecht. Sein allergrößtes Manko: Er ist unfähig seine Hände rechts wie links angenehm gestalterisch rüberzubringen. Dieser audiovisuell aufschneiderische Dilettantismus mit seinen Greifwerkzeugen verführte mich fast immer zum Umschalten. Hätte auch von allem Anfang an einem Wrabetz (war/ist ja augenscheinlich) auffallen müssen. Der Kerl hat seine Pratzen emotional nicht im Griff. Er ist mir trotzdem nicht unsypamthisch. Und vielleicht noch viel sympathischer wenn er mich auf irgendeinem Sender via Radio unterhält. Nix für ungut. Einer der es gut meint.

14 0

er war schon von Anfang an unnötig!

unnötig , arrogant und keine wirkliche Bereicherung für uns und den ORF...

Antworten Gast: Bacher Thomas
16.10.2012 12:55
5 0

Re: er war schon von Anfang an unnötig!

Nach Ihrer Beschreibung hätte er glänzend in den ORF gepasst.