Wien/tes. Was ist das rechte Maß an „Seitenblicke“-Präsenz? Eine Frage, die auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz beschäftigt. „Wenn ich zu oft vorkomme, höre ich von meiner 97-jährigen Großmutter: Arbeitest du nix? Wenn ich selten vorkomme, fragt sie, ob sie mich rausgeworfen haben.“
Die Gäste, die mit den „Seitenblicken“ am Dienstag das 25-Jahr-Jubiläum des Formats feierten, stammten alle aus der „Eher oft“-Kategorie. Alfons Haider, der Meistinterviewte, moderierte das Fest in den „Bergwerk“ genannten Interspot-Studios der versammelten Klingohr-Familie. „Wie komme ich in die ,Seitenblicke‘?“, fragte er den „Mann mit den zwei Büros“, ORF-„Seitenblicke“-Redaktionsleiter Alexander Hofer. „Das fragst du mich?“, konterte der.
Redakteurin Karin Schiller hatte ein Best-of-„Seitenblicke“ gestaltet – inklusive Felix Baumgartner nach einem Fallschirmsprung. „Ich hab mir gedacht“, so Baumgartner darin, „wenn ich aufs Buffet seh', dann hab ich die richtige Höhe.“
Jenes des Abends hatten unter anderem Kurt Mann und Christian Petz beliefert. Dessen Partnerin, Redakteurin Alex Hesse, verteilte selbst „das beste Erdäpfelgulasch der Stadt“. Davor sang DJ Ötzi (Nr. 62 unter den Befragten) von „Baby“ und „Stern“, Dagmar Koller (Nr. 3) und Harald Serafin (2) tanzten brav und ließen sich, no na, wie Marianne Mendt (8), Birgit Sarata (10) und Erfinder Teddy Podgorski von den „Seitenblicken“ interviewen. „Man muss“, erklärt Serafin das Rezept, „nur ganz locker von etwas anderem reden. Bis man dann nach zwei, drei Sätzen auf die Frage kommt. Oder auch nicht.“
("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.10.2012)
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