Der Modezar Karl Lagerfeld hat bestritten, den französischen Präsidenten Francois Hollande in einem Interview als "Dummkopf" beschimpft zu haben. Dem Fernsehsender France 2 sagte der Wahl-Pariser und Kreativ-Chef des französischen Modehauses Chanel am Sonntagabend, "natürlich" habe er das nicht gesagt. Deshalb müsse er sich dafür auch nicht entschuldigen. Offenbar liege ein Übersetzungsfehler vor.
Er habe Hollande in einer Fernsehsendung als "lustig, geistreich und sehr, sehr intelligent" erlebt. Deshalb sei der Vorwurf der Beleidigung "wirklich absurd".
"Völlig deplatzierte Beleidigung"
Er habe sich mit Journalisten der spanischen Ausgabe des Magazins "Marie Claire" drei Stunden lang "über alle Themen" unterhalten, sagte der in Hamburg geborene Lagerfeld. Leider spreche er kein Spanisch, deshalb wisse er nicht genau, was sie gesagt hätten. In der am Freitag erschienenen Ausgabe des Magazins wurde Lagerfeld mit den Worten zitiert: "Hollande hasst die Reichen. Er will sie bestrafen, und klar, sie gehen und keiner investiert mehr." Hollande, "dieser Dummkopf", werde so "katastrophal" sein wie Spaniens sozialistischer Ex-Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero.
Rückendeckung erhielt Hollande ausgerechnet von seiner ehemaligen Lebensgefährtin Segolene Royal. Diese sprach am Freitag von "völlig deplatzierten Beleidigungen" und forderte Lagerfeld auf, sich für seine Äußerungen zu entschuldigen.
(APA/AFP)
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