Mode-Verschwörung: Anna Wintour gegen Ann Romney

Anna Wintour, die Chefin der US-Vogue, engagiert sich mit Spenden-Dinner im Wahlkampf um Barack Obama zu unterstützen. Laut Fox News soll sie aber auch zu anderen Mitteln greifen, um Michelle Obama besonders gut aussehen zu lassen. Sie soll Designer indirekt dazu anhalten, sich von Konkurrentin Ann Romney fernzuhalten.(c) REUTERS (LUCAS JACKSON)

Während des gesamten Wahlkampfes waren die Pressebüros der Designer, die Ann Romney bei öffentlichen Auftritten trug, auffällig ruhig. Im Gegensatz dazu landeten Presseaussendung über Presseaussendung über Michelle Obamas Outfit im Posteingang der Moderedaktionen, wie Foxnews und Fashionista berichteten.(c) EPA (CJ GUNTHER)

Besonders auffällig war dies bei der letzten Debatte in Florida, bei der Michelle Obama in einem Kleid von Thom Browne und Ann Romney in Oscar de la Renta erschien.(c) REUTERS (SCOTT AUDETTE)

"Wir sind geehrt Michelle Obama bei der letzten Präsidentendebatte in unserem Kleid aus der Frühjahr 2013 Kollektion zu sehen", stand auf dem Twitter-Account des Designers. Der Account von Oscar de la Renta blieb stumm.(c) AP (Carolyn Kaster)

Anna Wintour soll dahinter stecken, die bereits über eine halbe Million Dollar an Spenden für Obama gesammelt hat. Aus Angst die einflussreiche Chefredakteurin zu erzürnen, würden Designer nicht über Ann Romney sprechen.(c) AP (Michael Reynolds)

Das ging sogar so weit, dass sich Diane von Fürstenberg, selbst eine Anhängerin Obamas, von der Kleiderwahl Ann Romneys distanzierte.(c) AP (Charles Dharapak)

Eine Sprecherin des Unternehmens erzählte laut Fashionista: "Wir sind nicht ganz sicher, wie Ann das Kleid erhalten hat."(c) AP (J. Scott Applewhite)

Journalistin Valerie Greenberg will daran nicht glauben. Sie denkt vielmehr, dass es an Michelle Obamas "einzigartigen, lebendigen und jugendlichen Stil" liegt und Designer deshalb überall verkünden, dass sie ihre Outfits trägt.(c) AP (David Goldman)

Das Büro von Anna Wintour war für keine Stellungnahme bereit, Mode ist im Wahlkampf jedoch weitaus wichtiger, als man gemeinhin annehmen würde.(c) AP (Evan Vucci)

Vanessa Friedman von der Financial Times schrieb etwa: "(...) es wird Zeit, die enorme Wichtigkeit von Kleidung in der Politik anzuerkennen."(c) AP (Alan diaz)

Schließlich würden die Outfits der Kandidaten (man denke an Mitt Romneys rote und blaue Krawatten sowie Barack Obamas gelösten Knoten) und First Ladys (in spe) eine wichtige Botschaft im Zeitalter der Bildkommunikation sein.(c) AP (Paul Drinkwater)

"Die logische Folge des Informationszeitalters ist das Zeitalter des Bildes und wir leben in einer Ära der Bilderpolitik. Je besessener und angewiesener wir auf die unmittelbare Kommunikation werden, und je schneller wir unsere Daten brauchen, desto schneller müssen wir sie verarbeiten. Und der schnellste Weg Informationen zu erhalten ist visuell."(c) AP (Richard Drew)
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