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Benefizabend: Zum Lachen ins Burgtheater gehen

01.11.2012 | 18:27 |   (Die Presse)

Hader, Niavarani, Stipsits und Rubey: Die vier Kabarettisten traten erstmals gemeinsam auf. Proben? Aber nein. Improvisiert? Keine Frage. Lustig? Und wie.

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Wien/Mpm. Ob im Burgtheater schon jemals drei Stunden lang durchgelacht wurde? Wohl kaum. Das war auch nicht die einzige Premiere, die die große Theaterbühne Dienstagabend verbuchen konnte. Erstmals fanden sich vier nicht ganz unbedeutende Kabarettisten – Josef Hader, Michael Niavarani und mit Thomas Stipsits und Manuel Rubey immerhin die aktuellen Träger des Österreichischen Kabarettpreises – zu einem „Quartett für einen Abend“ ein. Für einen guten Zweck, und damit ist nicht (nur) die außerordentlich gute Unterhaltung des bis in den letzten Winkel ausverkauften Saals gemeint.

Nein, die vier Herren spielten für den Verein „Purple Sheep“, der sich um gut integrierte Asylwerber kümmert, die vor der Abschiebung stehen. Die Ankündigung, man habe gar keine Proben angesetzt, war wohl nicht nur Koketterie: Die vier improvisierten viel, aber mit einem Hader oder einem Niavarani kann da wenig schiefgehen – wie man am äußerst amüsierten Publikum (darunter ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und „Hausherr“ Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer) merkte. Gelacht wurde nicht nur über Niavaranis voranschreitende Ähnlichkeit mit Otto Schenk, die vier gaben auch abwechselnd eine Art „Best-of“ ihrer Programme. Hader wetterte gegen Erdbeerjoghurts, Niavarani gegen den iPhone-Wahn („I bin ja selbst so a Trottel“) und Stipsits und Rubey bewiesen, dass man die Filmgeschichte auch in vier Minuten erzählen kann – filmreifen Kuss inklusive.

Da konnte Niavarani noch so jammern („I bin a Perser. Wenn i nix zahlt krieg, spiel i net“): Der Erlös des Abends ging an „Purple Sheep“ und sichert die Betreuung der derzeit rund 80 Aslywerber für die nächsten Monate.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)

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