Gerard Depardieu kehrt Frankreich den Rücken

10.12.2012 | 17:07 |   (DiePresse.com)

Um weniger Steuer zu zahlen als in Frankreich flieht der Schauspieler ins belgische Reichen-Exil.

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Der französische Schauspieler Gerard Depardieu (63) hat es wohlhabenden Landsleuten nachgemacht und Medienberichten zufolge seinen Wohnsitz nach Belgien verlagert, um Steuern zu sparen. Er habe sich ein Haus in Nechin gekauft, 20 Kilometer östlich der französischen Stadt Lille, sagte der Bürgermeister des Ortes, Daniel Senesael, dem Sender RTBF am Sonntag.

Depardieu ist nicht der Erste mit dieser Idee: Ein Viertel der Einwohner des Ortes sind Franzosen. In Frankreich führte Präsident François Hollande mit der Reichensteuer für Einkommen über einer Million Euro ein zentrales Wahlkampfversprechen ein.

(APA/dpa)

 
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49 Kommentare
 
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Schlitzohr
17.12.2012 02:25
0

Wir (einfachen Leute) wissen, dass wir nichts wissen

Depardieu, ist ein Mann der kräftigen Worte. Ein franz. Urgestein. Der in der ganzen Welt beliebte Filmschauspieler, ist halt hin und wieder eine auszuckende Rabiatperle. Wenn schon, er hat uns (oftmals) mit seiner hervorragenden Schauspielerei, wenigsten für ein paar Stunden die Weltenmisere vergessen lassen. 75% Fiskusbelastung sind natürlich ein Hammer. Andersherum, über diverse Steuerabschreibungen und sonstigen Sonderregelungen für die Krösusse, holen sie sich wahrscheinlich einen ansehnlichen Betrag, der an die Finanzämter abgeführten Geldscheinchen, wieder zurück. Deshalb ist auch seine überstürzte Flucht nach Belgien, eine weit überzogene Wehleidigkeit, die ich so nicht zur Kenntnis nehmen mag. Weihnachtsgrüße an alle.

Monte Rosa
11.12.2012 12:58
5

Was ist mit den vier Freiheiten?

Da jubeln alle, dass sie an den Schengen-Grenzen den Pass nicht mehr zeigen müssen. Freie Fahrt für freie Bürger! Ebenso zählen in der EU die vier Freiheiten (Kapitalverkehr, Dienstleistungen, Waren, Niederlassung) zu den höchsten Rechtsgütern der Menscheit. Macht nun aber ein Individium oder eine Firma davon Gebrauch und zieht dorthin, wo der grösste Vorteil winkt, geht das Gejammere los und man verlangt nach einschränkenden Gegenmassnahmen und Gleichmacherei. Schalten Sie die EU nur gleich. Sie werden erleben, dass im Endeffekt der Wohlstand sinkt.

Wenn man beispielsweise die Arbeitslosen der EU in die Schweiz exportieren kann und der Schweiz damit enorme Kosten verursacht (Deutschland zahlte sogar eine Auswanderungsprämie an Arbeitslose), findet man das in Ordnung. Wenn aber ein Reicher in die Schweiz (oder nach Belgien) zieht, um Steuern zu sparen, heulen alle auf. Das nennt man doppelte Moral.

Antworten dadada
11.12.2012 15:47
0

Re: Was ist mit den vier Freiheiten?

die soll nur ein jeder haben.
seine freiheiten. nur geld das nicht versteuert ist hat im land zu bleiben so einfach ist das.

steuerbetrüger und sonstige abzocker können sich ruhig, wie gesagt nach ordentlicher versteuerung ihres meist ergaunerten geldes verzupfen!

Antworten Helvetier
11.12.2012 13:36
3

Re: Was ist mit den vier Freiheiten?

Diesem Votum ist nichts hinzuzufügen. Es trifft so manchen wunden Punkt. Besten Dank.

Pauschal
11.12.2012 12:51
0

Wenigstens bleibt er in der EU

so ist nicht alles verloren. Die stolzen Griechen müssen nun mal mit durchgefüttert werden. Ohne Großverdiener geht das nicht. Wirklich verdammenswert sind nur jene, welche in die Schweiz ziehen. Keinen Euro für die Gnome von Groß Emmental!

Antworten Monte Rosa
11.12.2012 13:01
1

Re: Wenigstens bleibt er in der EU

Stimmt nicht ganz. Die Schweiz hat in den letzten zwei Jahren dem IWF zwei Kredittranchen à 30 und 10 Mrd. Franken zur Rettung Griechenlands Verfügung gestellt. Wieviel hat Österreich als EU-Land beigesteuert? 2 Mrd. Euro?

Antworten Antworten Pauschal
11.12.2012 13:14
0

Re: Re: Wenigstens bleibt er in der EU

"Kredittranchen"! helfen nicht wirklich. Die Griechen brauchen den ganz großen Schuldenschnitt. Mal sehen ob die braven Eidgenossen da einfach so mitmachen?

Antworten Antworten Antworten esss
17.12.2012 18:45
0

Re: Re: Re: Wenigstens bleibt er in der EU


die griechen brauchen den tritt - nichts anderes.

Antworten Antworten Antworten Monte Rosa
11.12.2012 14:49
1

Re: Re: Re: Wenigstens bleibt er in der EU

Meine Frage, wie viel Österreich zur Rettung Griechenlands beigetragen hat, ist nicht beantwortet.

Nebenbei: wenn Griechenland zahlungsunfähig wird, verliert auch der IWF Geld, und damit die Schweiz.

Austrian Economist
11.12.2012 12:30
9

Die Geschichte beweist es eindeutig

höhere Steuersätze bringen weniger Steuereinnahmen, dafür aber eine fette Wirtschaftskrise

Schlitzohr
11.12.2012 09:23
3

Die Welt ein Ort der pekuniären Verdammnis

Wenn der Staat mit seiner Steuereintreiberei zum rücksichtslosen Beutelschneider wird, ergreift der Gutmütigste die Flucht. 50% müssen ja wohl reichen, um den anfallenden Staatshaushalt am Laufen zu halten?!? Selbst frag ich ja längst, wohin verschwinden die Steuereinnahmen eigentlich? Wie ich glaube können unsere verantwortlichen „Fiskaldeppen“ nicht einmal 1+1 zusammenzählen? 1+1 wäre ja eigentlich +2. Nix is mit plus 2. Sie schmeißen die Moneten oft völlig irrational beim Fenster raus. Die Konsequenz: Aus +2 wird minus 1. Dazu kann man ja eigentlich nur herzlichst gratulieren. Ein relativ einfaches Beispiel. Kaufe mir im DZ ein Glockenförmiges Schlüsselbundtascherl aus Leder. Dafür bezahle ich sage und schreibe 17€, sind umgerechnet 233.-S. Dort liegt der Hund begraben. Überall wird seit dem Euro rücksichtslos abkassiert. Kann für die Eurozone zur monetären Selbstfalle werden. Und dann guate Nocht, vereinigtes Europa.

OttotheBusdriver
11.12.2012 09:13
4

Warum die Aufregung?

Die Politik versucht soviel Geld aus den Bürgern zu pressen wie nur möglich.

Die Bürger versuchen die Steuern zu umgehen, soviel wie möglich.

War immer schon so, wird immer so sein.
Jene, die von einem 75% Steuersatz betroffen sind, das sind ja nicht die kleinen ortsgebundenen Hackler, die Reichen sind schneller weg als der Kommunist "Solidarität" sagen kann.

Antworten dadada
11.12.2012 10:27
0

Re: Warum die Aufregung?

fahren sie mit ihrem bus und träumen sie weiter.... wer das alles finanziert....
jedenfalls die geldsäcke nicht!
von denen zahlt in der realität keiner diese steuern!!!!

aber wie gesagt - träumen sie weiter!

Antworten Antworten Taran
11.12.2012 15:42
2

Re: Re: Warum die Aufregung?

Bitte, genau lesen.

dadada
11.12.2012 08:55
1

es ist doch ganz einfach!

zahlt einer in einem land keine steuern ist ihm die staatsbürgerschaft abzuerkennen.

das problem wäre sofort behoben

auch bei uns müsste so vorgegangen werden.


Antworten Monte Rosa
11.12.2012 12:48
1

Re: es ist doch ganz einfach!

Die USA kennen bei der Steuerpflicht das Nationalitsprinzip. Das heisst, dass ein USA-Bürger zahlt Steuern an den USA-Fiskus, egal wo er wohnt. Er liefert dazu jedes Jahr eine Steuererklärung ab (auch Doppelbürger), und zahlt die Steuern an die USA, wobei allenfalls an das Wohnsitzland bezahlte Steuern abgerechnet werden. Dieses Prinzip könnte ja auch die EU oder Österreich einführen.

Antworten Antworten dadada
18.12.2012 11:50
0

Re: Re: es ist doch ganz einfach!

so lange die schwarzen und sonstige konservative geldsäcke-beschützer das saben haben wird das leider nicht der fall sein.


Antworten Antworten Freiheit01
17.12.2012 18:24
0

Re: Re: es ist doch ganz einfach!

sie sollten jedoch auch hinzufuegen, dass seit jahren groesste sorge im US Finanzamt genau wegen dieser Gesetzeslage herrscht, da es eine jaehrlich steigende anzahl an top-steuerzahlern gibt welche die US-staatsbuergerschaft zurueck gibt. ich bin der meinung die steuern sollten dort anfallen wo der versteuerbare betrag erwirtschaftet wird und nicht wohin er verfrachtet wird. genauso mit den verlusten. die frage wird halt sein wie man die transferpreise zwischen zusammengehoerigen firmen kontrolliert.....

Antworten Helvetier
11.12.2012 09:52
2

Re: es ist doch ganz einfach!

Sie meinen demnach, dass der werte Herrn Depardieu die französische Staatsbürgerschaft seinem Geldvermögen vorziehen würde? Wohl kaum. In der CH gibt es zur Zeit einen neuen "Trend". In der CH lebende US-Amerikaner verhökern freudig ihre Staatsbürgerschaft, um dem US-Fiskus keine Abgaben entrichten zu müssen.

MfG

Antworten Antworten Jemand
11.12.2012 10:57
2

Re: Re: es ist doch ganz einfach!

bitte WIE verkauft man eine US Staatsbürgerschaft ???

Antworten Antworten Antworten Helvetier
11.12.2012 11:29
2

Re: Re: Re: es ist doch ganz einfach!

Besten Dank. Sie haben meine Ungenauigkeit zu Recht schonungslos aufgedeckt ;-)

Ich wollte schweizerisch-amerikanische Doppelbürger ansprechen, die in der CH ihren offiziellen Wohnsitz haben und nun - zwecks "Steueroptimierung" - ihre ursprüngliche (nämlich US-amerikanische) Staatsbürgerschaft aufgeben, bzw. ablegen.

MfG

Antworten Antworten dadada
11.12.2012 10:24
0

Re: Re: es ist doch ganz einfach!

na die sollen sich nur alle schleichen, die schweizer warten schon darauf, denen zu zeigen wie das läuft!

und ihr wunderschönes geld wird sich halt in der schweiz, wenn mann den schweizern ihrer gaunermethoden abstellt, auch nicht vermehren.

weis schon das das nicht so schnell der fall sein wird.

aber der soziale frieden wird bald auch bei uns weg sein.... dann werden sich so manche geldsäcke wundern was es kostet privat für die eigene sicherheit zu zahlen....

schauen sie einmal nach südamerika . und selbst mit millionenausgaben und 5 meter hohen mauern sind sie nicht sicher!!!!

Antworten Antworten Antworten esss
17.12.2012 18:53
0

Re: Re: Re: es ist doch ganz einfach!


ihr posting klingt danach, als würden sie drohungen und erpressungen als mögliches mittel der (linken) politik ansehen.

Antworten Antworten Antworten Antworten dadada
18.12.2012 18:23
0

Re: Re: Re: Re: es ist doch ganz einfach!

das hat nichts mit drohungen und erpressung zu tun.
das sind realitäten, in staaten mit wenig oder gar keiner sozialen sicherheit können sich reiche praktisch nur mit leibwächter und in gepanzerten autos bewegen und wohnen oft hinter hohen mauern.....


Antworten Antworten Antworten eggi53
11.12.2012 15:23
1

Re: Re: Re: es ist doch ganz einfach!

gerade wegen der sicherheit würde ich die schweiz vorziehen

Antworten Antworten Antworten Helvetier
11.12.2012 10:32
2

Re: Re: Re: es ist doch ganz einfach!

Stimme Ihnen durchaus zu, zumindest Ihrem Abschnitt vier und fünf.

Ich wollte mit meiner Antwort lediglich anzweifeln, dass gewisse Herren und Damen im "Entscheidungsfalle" die Staatsbürgerschaft ihres Heimatlandes dem privaten Vermögen vorziehen würden...


 
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