Necla Kelek: "Sarrazins Gegner haben ihr Ziel erreicht"

20.01.2013 | 09:14 |  von Anne-Catherine Simon  (Die Presse)

Seit ihrem Buch »Die fremde Braut« prägt die deutsch-türkische Publizistin Necla Kelek maßgeblich die deutsche »Islamdebatte«. Der "Presse am Sonntag" erzählte sie, warum sie das Kopftuch nicht mehr kritisiert, warum Studentinnen keine Professoren finden, wenn sie zur Migration forschen wollen, und warum die Linke Salafisten lieber hat als Neonazis.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Frau Kelek, haben Sie gelesen, was im englischen Wikipedia über Sie steht? Den Eintrag haben offenbar Ihre Gegner redigiert.

Necla Kelek: Was über mich so steht, ist sehr beeinflusst von bestimmten Leuten, die großen Wert drauf legen, dass gegen mich was erscheint, und es wird immer schlimmer. Es gibt einen kleinen, aber gut vernetzten Kreis in Deutschland, nicht nur von Islamisten, sondern auch von türkischen Nationalisten. Nach deren Wunsch müsste ich verschwinden.


Patrick Bahners, bis 2011 Feuilleton-Chef der „FAZ", und der deutsche Historiker Wolfgang Benz haben Bücher gegen Sie und andere „Islamkritiker" geschrieben. Und schon 2006 haben 60 Migrationsforscher öffentlich gegen Ihr Buch „Die verlorenen Söhne" protestiert: Sie würden unwissenschaftlich arbeiten und unzulässig verallgemeinern . . .

Hätte ich mit der gleichen Arbeitsmethode gesagt, dass Migranten unterdrückt werden, hätten sie das glaube ich gar nicht unwissenschaftlich gefunden. Es passt ihnen das Ergebnis nicht! Für mein Buch „Die fremde Braut" über Zwangsheiraten habe ich mit 40 bis 50 Frauen gesprochen, die nach Deutschland verheiratet wurden, unzählige Bücher gelesen und recherchiert. Für „Die verlorenen Söhne" habe ich zwei Jahre mit Männern im Gefängnis Interviews geführt und analysiert. Was ich sage, belege ich. Allerdings bin ich freie Autorin und habe kein wissenschaftliches Institut hinter mir, das durfte ich ja auch nicht . . .


Was heißt, Sie durften nicht?

Den Protest der 60 Migrationsforscher hat meine frühere Doktormutter organisiert! In meiner Doktorarbeit hatte ich herausgefunden, dass der Islam noch die Integration in der dritten Generation behindert. Sie sagte, stimmt nicht, die werden nur vorübergehend streng, dann gibt sich das wieder. Mir schien das letztlich plausibel. Als ich bei weiteren Untersuchungen zu anderen Schlüssen kam und sie öffentlich präsentierte, war ich für sie erledigt.


Hätten Sie es nicht an einer anderen Uni probieren können?

Die sozialwissenschaftliche Forschung in Deutschland ist total ideologisiert. Konsens ist, dass die Gesellschaft versagt hat, die Menschen zu integrieren. Wenn es Probleme bei den Migranten gibt, hat das für sie soziale Gründe. Kultur als determinierend zu bezeichnen, ist tabu. Und es wird immer schlimmer. Iranische, türkische, deutsche Studentinnen erzählen mir, dass sie sofort gemobbt werden, wenn sie z. B. über Familienstrukturen forschen wollen: Für Fragestellungen wie „Sind Ehrenmorde symptomatisch? Gibt es Zwang zur Ehe, woher kommt das historisch?" finden sie keine Professoren.


Die Integrationsdebatte bleibt also wissenschaftlich folgenlos?

Nicht ganz. Weil jetzt von außen gefragt wird: Was und wie wird geforscht? Und die Politik gibt auch Studien bei außeruniversitären Instituten in Auftrag, die zum Teil auch kritisch ausfallen. Und wenn auf einer Veranstaltung alle Experten einer Meinung sind, dass die Gesellschaft versagt hat, steht im Publikum meist jemand auf und fragt: Moment, was tun die Muslime dazu?


Was sollen sie tun?

Wenn ein türkischstämmiger Migrant, der hier studiert hat und perfekt Deutsch spricht, Salafisten unterstützt, ist er für mich verloren, er ist nicht integriert. Wenn ein türkischstämmiger Polizist mit deutschem Pass eine Frau aus der Türkei arrangiert heiratet und sie das Haus nicht verlassen darf - ist der Mensch integriert? Für mich nicht.


In diesem Sinn sind auch Neonazis oder jüdische Ultra-Orthodoxe nicht integriert.

Aber auch für sie gilt die Verfassung. Neonazis sind für mich genauso verloren. Aber wie können angeblich Linke, Islamisten verharmlosen, die gegen die freie Gesellschaft kämpfen? Warum verteidigen die Linken sie und distanzieren sich von Neonazis? Mit Leuten von der NPD wird bei uns im Landtag gar nicht gesprochen. Ich habe gehört, dass eine Vertreterin von Milli Görüs mit Kopftuch in der Wiener Politik tätig ist. Milli Görüs ist eine Partei des politischen Islam, da muss man doch deren Ziele hinterfragen und nicht sie feiern, nur weil sie Migrantin ist.


Gibt es Entwicklungen bei den Islamverbänden, die Sie optimistisch stimmen?

Ja. Erstens gibt es liberal denkende Türken, die sich nun von türkischen Verbänden und Moscheevereinen distanzieren. Zweitens positionieren sich auch die Moscheeverbände genauer. Diese Richtungskämpfe brauchen wir, damit die Positionen klar werden und auch die Bürger nicht allgemein „von den Muslimen" sprechen, sondern sich vom politischen Islam und dessen Vertretern distanzieren können.


Wie stehen Sie zu Thilo Sarrazin?

Im Ergebnis ist die Integrationsdebatte kaputt. Seine Gegner haben ihr Ziel erreicht. Seine kruden Erklärungsmuster kamen ihnen sehr gelegen. Ich habe ihn in der Debatte verteidigt, weil ich seine Problemanalyse wichtig fand. Mit seinem biologistischen Erklärungsansatz bin ich nicht einverstanden.


SPD-Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hat sich mit dem Buch „Neukölln ist überall" auch bei vielen unbeliebt gemacht.

Er wird ja auch schon von Linken mit Sarrazin in einem Atemzug genannt! Ich finde Buschkowsky wichtig für die Debatte, und wir müssen seine Vorschläge ernst ernst nehmen, wenn wir etwas in den Parallelgesellschaften verändern wollen. Zum Beispiel mit Ganztagsschulen, die rundherum Möglichkeiten vom normalen Unterricht bis zur Musikausbildung oder Sport bieten. Das kostet viel, aber so könnte man es schaffen, wenn die Eltern mitmachen. Wenn ein Mädchen um ein Uhr Schluss hat und nachhause geht, putzt sie oft, passt auf die kleinen Kinder auf und hat den Eltern zu dienen.


Sie haben das Kopftuch als Zeichen von Herrschaft vor Jahren heftig kritisiert, sehen Sie das immer noch so?

Nicht mehr. Das Kopftuch ist kein Thema mehr für mich, darüber wurde genug diskutiert. Es gibt unterschiedliche Kopftuchträgerinnen, sie machen es der Mode, Provokation, Abgrenzung etc. halber und haben sich in der Debatte positioniert. Es gibt auch welche mit islamistischem Hintergrund, aber heute erkennt man sie, man sagt nicht, das ist eine Kopftuchträgerin, sondern: Die ist von Milli Görüs usw.


Ein anderes mittlerweile versandetes Debattenthema: der Schwimmunterricht.

Dazu gibt es bis heute keine breite Untersuchung. In den Schulen, die ich besucht habe, haben die Lehrer das abgeschafft, weil die muslimischen Mädchen nicht teilgenommen haben. Aber auch dieses Thema haben wir hinter uns. Ich will jetzt, dass wir einen Konsens finden, in welcher Gesellschaft wir leben wollen und welche Verantwortung jeder trägt. Wenn eine Muslimin sagt, ich bin für eine freie Gesellschaft, ich bin für Religionsfreiheit, ist es mir egal, ob sie ein Kopftuch trägt.


Wie wollen Sie dieses Bekenntnis erreichen?

Zum Beispiel muss die Schule diese Werte vermitteln. Das ist aber nicht vorgesehen. Pädagogen sprechen von Vielfalt, vermitteln aber den Kindern nicht, dass sie Bürgerrechte haben. Wir müssen erreichen, dass das Kind sich als freier Mensch fühlt. Dann kann es auch sagen, ich will Kopftuch tragen, ich geh nicht schwimmen. Aber kann sie das sagen, ein Ich? Wie wird man ein Ich? Das muss erreicht werden in diesen Schulkomplexen, dass Kinder ein Teil unserer Gesellschaft sind, nicht von Medina im 7. Jahrhundert.


Erzwungene Aufklärung also?

Als ich letztes Mal in Wien war, hat der Jugendforscher Manfred Zentner auf einer Veranstaltung gesagt, es gäbe auch Unterschichten in der österreichischen Gesellschaft, die Muslime gehörten dann halt auch dazu, sei das schlimm? Diese Ansicht ist diskriminierend. Wir bekamen die Möglichkeit, nach Europa zu gehen, weil wir in Anatolien keine Chance auf Bildung und selbstständiges Leben hatten. Wenn der Großvater aus Anatolien in der vierten Generation in Wien immer noch bestimmt, ob die Enkelin zur Schule geht, hätte die Familie nicht auswandern müssen. Griechen, Spanier waren einmal genauso arm. Sie haben aber nicht ihre Großfamilien geholt und ihre Ehrenkodex-Gesetze weitergemacht. Wenn Menschen sagen, finanziell geht's mir besser als im anatolischen Dorf, damit ist es getan, ist das für mich keine Integration. Ich will nicht nach 50 Jahren sagen müssen, dass wir als türkischstämmige Muslime nur eins erreicht haben: das neue Subproletariat der Europäer zu sein!?

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.01.2013)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

42 Kommentare
 
12

Mutig! Wieviele Personenschützer müssen die Frau in ihrem täglichen Leben begleiten?


Eines würde mich interessieren:

oben steht, dass die "Presse" mit ihr gesprochen hat. Was heißt das? Wer war der Interviewer?

Ich fürchte sagen zu müssen, dass dieses Interview einfach übernommen wurde, ich kann mir schwer vorstellen, dass auch nur einer der Pressejournalisten in der Lage ist, derartig fundiert ein Gespräch zu diesem Thema zu führen.

Mit anderen Worten: Dieses Interview wurde eingekauft. Dann sollte man aber nicht schreiben, die Presse hätte dieses Interview geführt.

Und es gehört sich, dass der Fragende auch mit Namen genannt wird.

Ansonsten: gutes Interview, interessante Frau.

Gute Frau.

Leute ihres Formates bräuchten wir in der Politik. Von gewissen Linken - die versuchen die öffentliche Meinung zu diktieren - wird es wieder als "rechte Hetze" hingestellt werden.

In der Gesahmmdschulle hätte ...

die Frau Kelk keine gute Note für das Interview bekommen.

absolut stimmig

Denke, nach meinen Erfahrungen hat diese Frau die Situation besser getroffen als hunderte Integrationsstudien von FachprofessorInnen. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen; stimmt!

Abgrenzung vs. Integration

Eine wirkliche Spannende sozialwissenschaftliche Frage ist:
Warum grenzen sich Türken (bzw. Moslems) vielfach dermaßen freiwillig von der Gesamtgesellschaft aus?

Das es bei Migration einen gewissen "Zusammenschluss" der Einwanderer gibt, ist nicht neu - es macht am Beginn den Neustart einfach leichter wie in Chinatown, Little Italy, im deutschen Stadtviertel etc...
Warum sich aber Türken nach Jahrzehnten immer noch von der Restgesellschaft freiwillig abgrenzen ist doch interessant.

Die Türken haben den Halbmond freiwillig am "Kulturverein", Lebensmittelmarkt, Friseur, leben in Stadtteilen zusammen, lassen Ihre Kinder und Jugendliche kaum mit "anderen" zusammen (z.B. Vereine, Sportaktivitäten - Schwimmen etc.).
Das höchste Ziel ist türkischer "Kickboxer oder Gangsta Rapper“ zu werden.

Nicht einmal nach dem Tod erfolgt eine Integration - der musl. Friedhof in Wien-Inzersdorf ist seit Jahren fertig und kaum belegt, aber die Verstorbenen werden "in der Heimat" bestattet!

Alles nur die "Böse, ausländerfeindliche" Gesellschaft oder selbst gewählte Isolation?
Warum funktioniert die Integration bei anderen Einwandergruppen - ehem. Jugoslawien, Polen, China usw.?

Re: Abgrenzung vs. Integration

Hm, nur kurze Ergänzung:

Integration von Chinesen zB funktioniert tatsächlich nur sehr sporadisch. In zahlreichen Städten Europas gibt es zB nach wie vor "Chinatowns" (ebenfalls in den USA) - Beispiele: Den Haag, Amsterdam, aber auch andere Städte. Wien ist hier eine Ausnahme.

Chinesen als Beispiel "gelunger" Integration heranzuziehen ist somit ein bisschen verfehlt - wobei hier aus anderen Gründen wohl weniger Einwände gegen chinesische Paralelgesellscahften bestehen als gegen (islamisch-)türkische.

Linke Meinungsdiktatur

Als einziges Land Europas von einer linken Meinungsdiktatur beherrscht. Man sollte das Land meiden. Einzelne Deutsche dagegen finde ich sehr sympathisch.

Wo, bitte

ist mein mittägliches Posting?

Eine Heldin vom Range eines Galileo Galilei!


So eine brauchen wir an der ALLEINIGEN Macht.


3 0

Re: So eine brauchen wir an der ALLEINIGEN Macht.

ich finde sie sehr erfrischend (und ihre meinung bzgl. der sozialwissenschaften teile ich absolut), als alleinigen machtfaktor sehe ich jedoch niemanden weit und breit.

Was nicht sein kann

wird von den "linken" Sozialwissenschaften konsequent negiert, ignoriert. Probleme, Missstände, Werthaltungen, die gegen alles stehen, was eine "westliche" aufgeklärte, tolerante, gleichbehandelnde Gesellschaft repräsentiert werden einfach nicht dargestellt.

Warum gibt es denn keine Wissenschaftlichen Studien zu folgenden Fragen:

Feminismus und Bildung: Warum verschwinden Muslimische Mädchen nach der Schulpflicht aus dem Schulsystem - unabhängig von Religion und Werthaltungen müsste es mehr Muslimische Mädchen geben als Burschen, di eeine höhere Schule abschließen oder Studieren.

Warum gibt es keine muslimischen Mädchen in Lehrstellen?

Warum gibt es muslimische Frauen kaum am Arbeitsmarkt bzw. im Erwerbsleben - ausgenommen in "niedrigen Tätigkeiten" wie putzen?

Wie erfolgt die Parnterfindung und Partnerwahl bei muslimischen Beziehungen - im Internet, beim Ballbesuch, am Arbeitsplatz oder Ausbildungsplatz, beim Fortgehen oder sind es arrangierte Ehen?

Wie stark sind muslimische Frauen von häuslicher Gewalt und durch welche Familienmitglieder betroffen?

usw.

Generelle Sozialforschung

Warum bleiben Türken mit türk Vereinen, Lokalen, Friseuren, Supermärkten etc. so stark "unter sich" - warum grenzen sich Türken selbst freiwillig aus -- nur weil man eine Moschee besucht und gläubiger Moslem ist, heißt das ja nicht, dass man in Lokalen nicht Essen gehen kann, zum Billa gehen kann,?

Leider passt die unbequeme Wahrheit solcher Studien nicht ind Weltbild!!

Re: Was nicht sein kann

Herr Meier, sie bleiben gerne unter sich, am Abend, zur Freizeitgestaltung usf.
Auch Ungarn lieben dies, gemeinsame Freizeit zu verbringen, Csardás zu hören.
In Kanada und USA gibt es 15.000 German Towns. Trotzdem sind diese doch brave Bürger.
Ich gehe auch gern mal zum "Türken" essen, odr "Franzosen", und hör mir deren dezente Hintergrundmusik an.
Es gibt Extreme, natürlich.
Gestern beim Spaziergang in den Laaer Wald stand vor dem Chinesen-Lokal ein Pickup, hinten drauf ein Kiste, darin waren 3 gehäutete Hundekadaver. Nicht alle Chinesen gehen in das Lokal.

Re: Re: Was nicht sein kann

"In Kanada und USA gibt es 15.000 German Towns" Haben sie schonmal solch eine German Town besucht? Zu 99% wird dort Englisch gesprochen und die deutschen Sitten werden nur für Touristen dargeboten. Also ein sehr unpassendes Beispiel.

30 2

Re: Was nicht sein kann

Es ist leider so, wie es Frau Kelek beschreibt. Ich habe sie schon öfters im deutschen TV gesehen und auch dort hatte sie es schwer, sich durchzusetzen bzw. ihre Meinung kund zu tun. Woran liegt es, dass sich nach wie vor muslimische Parallelgesellschaften bilden? Es liegt wahrscheinlich daran, dass die Mehrzahl der muslimischen Zuwanderer - nicht alle! - über eine geringe Bildung verfügen, die es ihnen schwer macht, sich einer westlichen Gesellschaft zu öffnen. Ein weiteres Problem ist das Verhalten der Politik, nicht nur in Deutschland, auch in Österreich. Diese lässt sich Meinungen aufzwingen, die von den Moschee-Vereinen kommen und diese Moschee-Vereine beeinflussen die ungebildeten Muslime auf ihre Art. Auf eine Art, wie sie u.a. auch von der Türkischen AKP und ihrem Führer Erdogan gefordert wird. Man hat es also hier mit einer türkisch islamistischen Beeinflussung zu tun. Und die Politik lässt das zu, da sie ja keinen Ärger mit Erdogan haben will. Somit beweisen unsere Politiker jedoch ihre Unterwürfigkeit gegenüber der steigenden Zahl muslimischer Zuwanderer und zugleich ihre eigene Schwäche. Doch gerade das bestärkt die grüne Migrantenpartei in ihrem Vorgehen und man setzt damit auch noch dazu unsere eigene Kultur aufs Spiel. Doch bis das unsere Politiker überreißen, wird noch viel Wasser die Donau runterfließen. Fazit: Quo vadis Austria?

Re: Re: Was nicht sein kann

Unsere eigene Kultur? Kulturunterschiede sind aus politischer Korrektheit nicht mehr anzusprechen.

41 0

Wahrheit

"Die sozialwissenschaftliche Forschung in Deutschland ist total ideologisiert."

Gilt leider auch für Österreich. "Ideologisiert" heißt, dass nur mehr Themen und Standpunkte vertreten werden können, die mit Interessen supranationaler Organisationen (UNESCO, OECD, UNO, EU etc.) zusammenlaufen. Auf der nationalen Ebene heißt das dann "links", obwohl diese Ideologie heute auch mit den Interessen von Großkonzernen/Finanzmärkten vereinbar ist. Wer sich dem an den Universitäten widersetzt, hat seine Karriere schon beendet. Die Sozialwissenschaften waren seit 1945 noch nie so totalitär ideologisiert wie heute. Über ihre Absolventen setzt sich das dann in den Medien fort.

Re: Wahrheit

Wo stehen die deutschen Printmedien ideologisch - wo die Chefredaktionen? Diese Meinungsbildner samt der dt. Geschichtslast haben das Deutschsein inzwischen negativ punziert. Wo die einen von höchster Ebene ihren Nationalismus in der BRD predigen dürfen, gibt es den automatischen Rechteneckreflex bei linken Tabuthemen wie zB Integrationsfragen. Kurz hat Glück, dass ihn seine Jugend vor diesem Refex schützt.

61 1

Diese Frau hat mehr Mut als alle Verharmloserinnnen

zusammen.

Re: Diese Frau hat mehr Mut als alle Verharmloserinnnen

Wenn sie wenigsten verharmlosen würden - aber es schweigen alle. Warum konnte Rot-Schwarz bisher keine anstehenden, unsere Zukunft bestimmenden gesellschaftspolitischen Fragen wie Bildung und Integration aus den Partei- und Gewerkschaftsnieder-ungen herausholen, um national eine gute Lösung für uns zu erarbeiten? Die Fehler anderer europäischer Länder zur Lösung dieser Fragen sind bekannt, man könnte Manches besser machen. Es gibt zur Integration keinen Erkenntnismangel, sondern ein Handlungsdefizit....Verantwortunsglos handelt, wer die Ängste der Bevölkerung nicht ernst nimmt, wer Politik betreibt nach dem Motto: "es kann nicht sein, was nicht sein darf".

33 1

Es gibt ein internationales Netzwerk ...

... aus Soziologen, hauptsächlich der Richtung Kritische Migrationsforschung (KriMi, Migrationsforschung als Kritik) von Universitäten, deren Ideal es ist, aus "Migrant_innen frei flutende Menschen" über alle Länder zu machen. Völlige Bewegungsfreiheit - auch aus Ländern mit fehlendem oder geringem Sozialsystem in Länder mit üppigen Sozialsystemen - sei legitimes Recht der Menschen. Sehr aktiv ist die Soziologie der Universität Hannover, Universität Wien usw. (die Wiener KriMi Wissenschaftler gehören zu den eifrigsten Solidaritätsbekundern der Votivkirchbesetzer-Forderungen). Die Netzwerke, z.B. Mira (http://www.netzwerk-mira.de/) fragen z.B. : "Manifestiert sich im antimuslimischen Rassismus ein undurchdringliches Verhältnis zwischen Rassismen und Heterosexismen? Welche Kämpfe werden dagegen geführt? Wer führt diese Kämpfe?" Je mehr Migration, desto mehr Lehrstühle und Planstellen entstehen.


Re: Es gibt ein internationales Netzwerk ...

Kritische Migrationsforschung aus dem Ministerium der Wahrheit. Unglaublich.

Re: Es gibt ein internationales Netzwerk ...

Kritische Migrationsforschung aus dem Ministerium der Wahrheit. Unglaublich.

Re: Es gibt ein internationales Netzwerk ...

Die Ironie daran: die derart geherzten Migranten sind selbst auffallend "heterosexistisch"...

Klingt doch

sehr plausibel, was die Dame sagt! Gutmenschen gut aufpassen, das Interview aufmerksam lesen und dann überdenkt bitte euer Weltbild...

 
12
AnmeldenAnmelden