Jenny Elvers-Elbertzhagen: "An Alkohol denke ich jeden Tag"

30.01.2013 | 11:52 |   (DiePresse.com)

Sechs Wochen verbrachte die Schauspielerin in der "My Way Betty Ford Klinik". Nun spricht die 40-Jährige erstmals über ihren Alkoholentzug.

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Nach ihrem bedenklichen Auftritt in der NDR-Sendung "Das!" im vergangenen September verbrachte Jenny Elvers-Elbertzhagen sechs Wochen in der "My Way Betty Ford Klinik". Nun spricht die 40-Jährige erstmals über ihren Alkoholentzug. "Man kann sich die Schmerzen als Nichtsüchtiger nicht vorstellen", erklärt die Schauspielerin der Zeitschrift "Gala". "Wenn man richtiger Alkoholiker ist, und das bin ich, ist der Entzug unfassbar anstrengend. Meine Tagesdosis vorher war vormittags eine Flasche Sekt, nachmittags eine Flasche Wein und abends eine Flasche Wodka. Oder eine Flasche Whisky oder eine Flasche Gin...".

Die 40-Jährige gestand im Interview, dass sie seit "drei oder vier Jahren" nicht mehr schlafen kann.  "Ich nehme jeden Tag Schlaftabletten. Auch jetzt noch." Wann die Depressionen begonnen haben, könne sie nicht mehr sagen. "Das ist nicht wie bei Fieber. Das geht einher mit der Schlaflosigkeit. Eigentlich seit ich denken kann. Goetz kennt mich nur schlaflos. Dieses Traurigsein und dieses Weinen, das kann man alles so schön mit Tablettchen und Tropfen unterdrücken. Aber die Tränen müssen raus."

Ihr Ehemann Goetz Elbertzhagen war es schließlich, der die Moderatorin nur 42 Stunden nach dem folgenschweren TV-Auftritt in eine Entzugsklinik gebracht hatte. Seit achteinhalb Jahren sind die beiden verheiratet. Während des Entzugs kümmerte sich der 53-Jährige um Jennys Sohn Paul (11).

Der Alkohol ist auch nach dem Entzug noch allgegenwärtig. "An Alkohol denke ich jeden Tag", gibt die Elvers Elbertzhagen zu. "Das soll angeblich weniger werden. Ich sitze jetzt nicht hier und denke: Ich brauche jetzt unbedingt was zu trinken. Aber es tauchen Situationen im Alltag auf, in denen ich denke: Jetzt würde ich gerne etwas trinken".

(Red.)

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