Desiree Nosbusch: Klaus Kinski hat mich eingesperrt

Die damals 15-Jährige soll vom Schauspieler in einer Hütte im Wald bedrängt worden sein. Anfang Januar hatte Pola Kinski Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Vater erhoben.

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(c) EPA (BRITTA PEDERSEN)

Schauspielerin Desiree Nosbusch hat in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" vom Donnerstagabend ausführlich von einem skurrilen Interview mit Exzentriker Klaus Kinski berichtet. Sie sei damals 15 Jahre alt gewesen, als sie den Schauspieler zum Interview in San Francisco treffen wollte. Bei einem Vorgespräch in seiner Hütte im Wald habe er sich unangenehm nah neben sie setzen wollen: "Er hat mich schon bedrängt. Aber ich war zum Glück stark genug, um zu sagen: "Hier ist meine Grenze"", erzählte Nosbusch, die bereits mit 12 Jahren Kindersendungen auf Radio Luxemburg moderierte.

Kinski habe sie damals in der Hütte alleine gelassen und eingesperrt. Nach zwei Stunden flüchtete Nosbusch nach eigenen Angaben über den Balkon und fuhr mit dem Taxi zurück in ihr Hotel. Zu einem Interview kam es dennoch. Über die Missbrauchsvorwürfe gegen Kinski, die seine Tochter Pola in einem Buch erhebt, hätte sie sich nicht gewundert: "Ich war leider nicht überrascht, das passt", sagte Nosbusch. Kinski habe sich "genommen, was er wollte".

Anfang Januar hatte Kinskis Tochter Pola schwere Vorwürfe gegen ihren Vater erhoben. Der Schauspieler soll sie von ihrem 5. bis zu ihrem 19. Lebensjahr sexuell missbraucht haben, sagte die heute 60-Jährige. Am 21. Jänner erschien ihre Biografie "Kindermund", in der sie ihre Beziehung zu Klaus Kinski schildert.

 

 

 

 

 

 

(APA)

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