Anoushka Shankar spricht über Missbrauch

14.02.2013 | 12:30 |   (DiePresse.com)

Die Tochter des Sitar-Spielers Ravi Shankar hat sich im Zuge der indischen Frauenrechts-Debatte als Opfer sexuellen Missbrauchs offenbart.

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"Genug ist genug", wiederholt sie in ihrer Videobotschaft immer wieder. Anoushka Shankar, die Tochter und Schülerin des berühmten Sitar-Virtuosen Ravi Shankar, bringt sich mit einer Enthüllung in die Frauenbewegung "One Million Rising" ein, die aktuell durch den Tod einer 23-Jährigen Inderin, angetrieben wird. Die Studentin starb an den Folgen einer Gruppenvergewaltigung.

In einer Videobotschaft erzählt die in London lebende Musikerin von ihren Teeangerjahren in den USA, als sie von den Erwachsenen belächelt wurde, weil sie bei einem Feministenzirkel mitarbeitete und öffnet eine Tür in ihre Kindheit. "Als Kind wurde ich für mehrere Jahre sexuell und emotional missbraucht, aus den Händen eines Mannes, dem meine Eltern vertrauten - bedingungslos", erzählt Anoushka Shankar.

Genug ist genug

Als erwachsene Frau ängstige sie sich jetzt vor jedem Mann, der sie in der Nacht nach der Zeit fragt und davor für ihr Aussehen verurteilt zu werden. "Aber wisst ihr was, genug ist genug, ich erhebe mich mit den wunderbaren Frauen meines Landes". Am Donnerstag wollten Aktivistinnen von "One Billion Rise" in mehreren indischen Bundesstaaten mit zahlreichen Aktionen auf das Los der Frauen auf dem Subkontinent aufmerksam machen.

Anoushka Shankar wuchs in London, Delhi und Kalifornien auf. Ihre Schwester ist die bekannte Soul-Sängerin Norah Jones. Vater Ravi Shankar starb im Dezember 92-jährig.

(sh.)

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