"Liebe ist gefährlich, lebensgefährlich", sagte der 70-jährige Regisseur Michael Haneke in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". "Liebe ist etwas, was einen selber weit übersteigt. Man kann sich verlieren, seinen Egoismus, und Egoismus ist wichtig, weil er einen dazu bringt, sich selbst zu schützen", so der Österreicher.
Sein Film "Liebe" bzw. "Amour", wie er im französischen Original heißt, ist für fünf Oscars nominiert, auch in der Kategorie "Bester Film". Die Awards werden am 24. Februar im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen.
Die Thematik in dem Werk, in dem es um ein altes Ehepaar und unheilbare Krankheit im Alter geht, ist nach Einschätzung Hanekes durchaus kein Quotenkiller. "Alter und Sterben, das sind Themen, die uns alle betreffen. Die 40- und 50-Jährigen haben Eltern, die's betrifft. Die ganz Jungen sagen mir: Sie haben die Geschichte meiner Großeltern erzählt. Und für die Alten ist es die eigene Geschichte."
(APA/dpa)
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