War Horst Tappert bei der Waffen-SS?

26.04.2013 | 13:00 |   (DiePresse.com)

Der Soziologe Jörg Becker soll herausgefunden haben, dass der "Derrick"-Darsteller Mitglied der Panzerdivision "Totenkopf" war.

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Der 2008 verstorbene Schauspieler Horst Tappert ging als berühmter TV-Komissar Derrick aus der gleichnamigen Fernsehserie in die Geschichte ein. Vor Kurzem fand der Soziologe Jörg Becker heraus, dass der Mime eine dunkle Vergangenheit gehabt hätte.

Dem Soziologen zufolge war der damals 19-jährige Tappert im März 1943 Mitglied der berüchtigten Waffen-SS, berichtet der "Spiegel" online. Laut den Akten der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der deutschen Wehrmacht (kurz WASt), für die Becker recherchierte, gehörte der spätere Filmschauspieler der Panzerdivision "Totenkopf" an.

Zu Lebzeiten hatte der Schauspieler nicht über seine Zeiten bei der nationalsozialistischen Truppe gesprochen. Laut faz.net sagte Tappert in einem Interview, dass er Kompaniesanitäter gewesen sei und dass er zu Kriegsende in Gefangenschaft geraten war.

 

 

(Red.)

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91 Kommentare
 
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was sollte der gute mann

denn machen?
er war im krieg wie jeder damals. vl. (wenns stimmt) war er bei der SS. na und? das war damals so. akzeptiert das endlich.

Absolut pervers, was hier abgeht...


Ein Soziologe als Historiker.....

Sollte dem wirklich so sein, wär es posthum auch von geringer Relevanz. Werden ihm jetzt etwaige Preise aberkannt, ihn kratzt das nicht mehr. Und zu einer Eliteeinheit gehört zu haben ist nichts Ehrenrühriges!

Manche Vergangenheit

wird nie ruhen. Man wird immer wissen, wer die Römer waren, wer Amerika entdeckt hat und was die Nazis für Unheil angerichtet haben. Einzelne Namen von Mitäufern wird man vergessen, wenn die letzten, die sie kannten, gegangen sind. Aber diese Vergangenheit wird nie ruhen, nicht in 100, nicht in 1000 Jahen! Wer darauf hoffen sollte, liegt komplett falsch.

Re: Manche Vergangenheit

mir ist die Vergangenheit - VÖLLIG - egal, ich kann auf sie bekanntlich keinen Einfluss nehmen - und nur das kann das Kriterium sein

Verpflichtungen aus der Vergangenheit kann ich daher für mich nicht erkennen

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Hahaha

was ist das denn für ein bescheuerter artikel?

hätt er als deutscher als sani zu den rangern gehen sollen?

vielleicht fragt sich der autor des artikels doch mal ernsthaft, ob der horst tappert im april 1943 bohnensuppe gegessen hat?!

bei der bohnensuppenfrage da könnte ev. eine weltbeachtende erkenntnis resultieren!

Mit Verlaub, aber

Irgendwann muss es auch einmal gut sein.

Als hätten wir keine lohnenderen Betätigungsfelder in der Gegenwart... Aber scheinbar nicht für Soziologen.

Ja und?


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Re: Ja und?

Da waren noch ganz ander "Kaliber" dabei, damals, im vorigen Jahrtausend:

Zum Beispiel der Niederländer "[...] Prinz Bernhard war in den 30er Jahren Mitglied der SA, der Reiter-SS und der NSDAP. Dies ist von Historikern eindeutig nachgewiesen worden.[3] Selbst hat er es nach dem Krieg jedoch stets bestritten oder heruntergespielt [...]"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_zur_Lippe-Biesterfeld

Lasst sie alle ruhn und kümmert euch doch um Gottes Willen endlich um das derzeitige Böse und das derzeitige Leid der Menschen weltweit.
Die Vergangenheit könnt ihr nämlich nicht mehr ändern! In der Gegenwart jedoch könnt ihr euch beweisen.
Doch dazu gehört viel Mut und sehr viel Engagement!

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Und was ist daran im Jahr 2013 jetzt interessant?


War er nicht N U R Sanitäter? Daher: de mortius nil nisi bene/"von Toten [soll man] nur gut [sprechen]" Silentium


Re: War er nicht N U R Sanitäter? Daher: de mortius nil nisi bene/"von Toten [soll man] nur gut [sprechen]" Silentium

niHil

*anmerk.

das forum liefert wieder einmal ein gutes beispiel

für den ausbau der dokumentationen mauthausens,

des verpflichtenden zeitgeschichte-unterrichts,

der konfrontation des autochtonen österreichers mit der sogenannten "entnazifizierung",

und der tatsache, dass - ungeachtet des schauspielers - viele, viele, viele kriegsverbrecher ihrer gerechten strafe entkamen.

die unschuldig ermordeten klagen an. immer noch. und sie werden es immer tun.


3 2

die unschuldig ermordeten klagen an

und zwar weltweit: in Vietnam, Afghanistan, Irak, Palästina, Afrika, Lateinamerika, ...
Vielleicht wird der "verpflichtende Zeitgeschichteunterricht" auch bald "global".
Rachel Corrie als Beispiel von Zivilcourage für die Jugend - wer könnte dagegen sein?

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Re: die unschuldig ermordeten klagen an

Tausende Kläger und kein einziger, der Reue zeigt. A schene Mischgulanz.

Re: das forum liefert wieder einmal ein gutes beispiel

Umerziehung wie in besten Kommunismuszeiten.

geschichte.


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Ach ist das herrlich!

Kaum wird wieder ein SS-Scherge entlarvt, kriechen die Ewiggestrigen zur Verteidigung aus ihren Löchern...

Re: Ach ist das herrlich!

Jetzt haben Sie Ihren linksextremen Sondermüll befehlsgemäß abgesondert und dürfen wieder zum Standard wechseln...

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Re: Re: Ach ist das herrlich!

:))

Re: Re: Ach ist das herrlich!

Wenn der Standard für Sie linksextrem ist, dann möchte ich gar nicht wissen, was Sie dann sind.
Wer gibt denn Ihrer Meinung nach Befehle zum Posten im Presseforum?

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Freue mich über das Forum...

...weil mich der Bericht extrem geärgert hat. Und das hier reflektiert wird.

1) Das interessiert wohl niemanden mehr
2) Tote lässt man in Frieden
3) Wer genau schaut: 1943 als 19jähiger! Wer wirklich glaubt, ein 19jähriger durfte sich 1943 "aussuchen", wohin er eingezogen wurde, hat ja 0 Ahnung, was damals passiert ist. 1943(!) nach Russland(!). Was für ein Trottel.

Die Verbrecher sind die, die das alles verursacht haben. Nicht die Armen Kinder, die sie Mitten im Krieg dann als Kanonenfutter noch verpflichtet wurden. Mein Großvater wurde 16jährig 1942 eingezogen. Er hatte "Glück", dass sein Nachname mit einem bestimmten Buchstaben anfing und er nach Jugoslawien musste. Sein Freund fing mit einem anderen Buchstaben an und musste nach Russland...und kehrte nie wieder zurück.

Also wenn einer einen Verstorbenen als Nazi anprangert, weil er 1943 als 19jähriger nach Russland geschickt wurde, hat ja nicht alle Tassen im Schrank

PS: und ich verachte, was die echten Nazis angerichtet haben!

Re: Freue mich über das Forum...

Seit wann interessiert einen Sozi die Wahrheit?
Die ist schon lange tot.

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Re: Re: Freue mich über das Forum...

Bin seeeehr weit davon entfernt, ein sozi zu sein... ;-)

lüge.

als 16-jähriger konnte man 1942 nicht eingezogen werden.

das wehrtauglichkeitsalter betrug 18.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht

tote lässt man in frieden? aha. unterscheiden sie auch zwischen aggressoren und ermordeten?

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Re: lüge.

jetzt schauns amol da hinein: http://de.wikipedia.org/wiki/Flakhelfer

Stichwort 16-jährige "herangezogen" als Flak Helfer

 
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