Amanda Knox: Ich habe keinen Mord begangen

01.05.2013 | 09:31 |   (DiePresse.com)

Pünktlich zur Veröffentlichung ihres Buches "Zeit, gehört zu werden" gibt Amanda Knox, die als "Engel mit den Eisaugen" in die italienische Gefängnisgeschichte eingegangen ist, ein Interview.

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Erst wurde sie in Italien wegen Mordes zu einer langen Haftstrafe verurteilt, später freigesprochen - jetzt wendet sich Amanda Knox an die Öffentlichkeit. "Ich möchte, dass die Wahrheit ans Licht kommt", sagte die 25-jährige Amerikanerin in einem am Dienstag ausgestrahlten TV-Interview. "Ich möchte, dass die Missverständnisse erkannt werden. Ich möchte, dass ich wieder als Mensch gesehen werde", meinte sie im US-Sender ABC.

Der Kriminalfall hatte weltweites Aufsehen erregt - italienische Medien titulierten Knox als "Engel mit den Eisaugen". 2007 wurde Knox Freundin Meredith Kercher in der Universitätsstadt Perugia mit durchschnittener Kehle und halbnackt aufgefunden. Es war von Sexspielen die Rede, die außer Kontrolle geraten seien. Jetzt soll ihr Fall in Italien erneut aufgerollt werden - Knox lebt aber unterdessen wieder in den USA.

Zu missverständlichen Aussagen gedrängt

"Ich saß im Gerichtssaal und sie nannten mich einen Teufel...für sie war ich eine Mörderin", sagte Knox in dem Interview weiter. Doch in Wahrheit sei sie in der Mordnacht bei ihrem Freund gewesen, sie hätten Marihuana geraucht und Sex gehabt. Auf die Frage, ob sie an dem Mord beteiligt war, sagte Knox "Nein". Die Polizei habe sie aber zu missverständlichen Aussagen gedrängt. "Ich war nicht dort", fügte sie hinzu. Als das erste Urteil verkündet wurde, "konnte ich nicht mehr atmen", berichtete die junge Frau.

Zur bevorstehenden Neuauflage des Verfahrens meinte Knox, dies sei ein Gefühl, als müsste sie erneut "durch ein Feld mit Stacheldraht" gehen. Zugleich sagte Knox, ein Arzt habe ihr in Haft gesagt, dass sie HIV-positiv getestet sei.

"Zeit, gehört zu werden"

Das Interview war präzise getimt: Zeitgleich am Dienstag erschien Knox Autobiografie "Zeit, gehört zu werden" (engl. "Waiting to Be Heard"). Sie wolle "die Dinge richtigstellen", schreibt Knox in ihrem Buch, das auch in  Amanda Knox habe keinenDeutschland erschien. In dem Buch schreibt sie über Selbstmordpläne hinter Gitter und wirft einem hochrangigen Gefängnisangestellten sexuelle Belästigung vor. Knox wurde 2009 mit ihrem damaliger Freund Raffaele Sollecito in einem spektakulären Indizienprozess zu mehr als 25 Jahren Haft verurteilt. 2011 sprach das Gericht in Perugia die beiden in einem Berufungsprozess frei. Unlängst hob ein Gericht den Freispruch für Knox und ihren Ex-Freund auf.

 

(APA/dpa)

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4 Kommentare

Wenn man hier die Fakten aufzählt..

..wird man zensiert ^^ Die Presse ist manchmal echt jenseits von Gut und Böse.

Es gab DNA Spuren am Tatort und an der Tatwaffe und am Opfer!
Das Verhalten von Knox und das ihres Freundes waren äußerst pietätlos! Dies haben auch die Freunde von Knox und dem Opfer ausgesagt!
Das ein Mann zu gemeinschaftlichem Mord verurteilt wurde obwohl die anderen Verdächtigen freigesprochen wurden.

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Kein Wort

über die zahlreichen Ungereimtheiten, welche gegen Knox Version sprechen. Soll das eine Werbung für dieses Buch sein, liebe Presse, oder hat dieses Unschuldslamm nur nichts darüber gesagt/geschrieben?

Im Übrigen grauslich, dass ein potentieller Mörder nun aus der Sache auch noch Profit schlagen möchte und wohl auch wird. Ja, besser schuldig freigesprochen als unschuldig eingesperrt, dennoch hat das Ganze einen sehr unschönen Beigeschmack!

Re: Kein Wort

...keine (!) Ahnung haben, aber jemanden (einfach so!) zur Mörderin machen - Sie sind zum Fürchten "joshi"

Re: Re: Kein Wort

Was stimmt mit dir denn nicht? Einfach so macht sie niemand zur Mörderin. Aber die ital. Justiz ist sicher auch schlecht informiert. NUR du kennst die Warheit ^^

Jeder der sich die Beweise ansieht wird zum Schluss kommen das sie und ihr Freund die Mörder sein KÖNNTEN. Betonung liegtauf KÖNNTEN.

Kauf dir einfach ihr Buch und unterstütze eine potenzielle Mörderin.

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