Vernetzung im Namen der Jugendkultur – das ist der selbst gewählte Auftrag des Online-Magazins FM5. Für „kulturelle Vielfalt, Initiative und Kreativität“ will die Plattform stehen, sagt auch Mitstreiter Martin Aschauer, und dafür wird seit mittlerweile fünf Jahren gewerkt, geschrieben und vermittelt. Und nun wird gefeiert.
Diesen Samstag bittet FM5 nämlich zum Fest ins Baumgartenberger Palmhaus-Werk und anlässlich des kleinen Jubiläums wird da einiges aufgefahren. Mit dabei: die heimischen Bands SheSays, Stereo Total, Attwenger und Texta, Velojet und die lokalen Helden El Phones Maya und Heiligenblut. Und ein kleines Highlight gibt's oben drauf: Im Rahmen des Geburtstags-Gigs geben Texta und Attwenger ihren gemeinsamen Song „schaun“ zum ersten Mal live.
Seit dem eine kleine Gruppe oberösterreichischer Jugendlicher 2003 ins Netz ging – und zwar ohne Redaktionssystem und Digitalkamera, damals wurde noch jedes Foto entwickelt und eingescannt – hat sich einiges getan: Etwa 80 Mitarbeiter schreiben heute für das Magazin, ehrenamtlich versteht sich. 1700 Artikel gingen online, täglich werden circa 1800 Leser erreicht. Nebenbei wurden Veranstaltungsreihen – vom Social Club bis zum Club Nolabel – umgesetzt, 2005 initiierte die 15-Mann fassende Kern-Truppe die Musikplattform Nolabel.at, im Vorjahr wurde schließlich die erste österreichische Online-Mitfahrbörse gegründet. „Das ganze Projekt hat eine gewisse Eigendynamik bekommen“, sagt Caroline Kaltenreiner, „Da geht es darum frei zu sein, etwas zu bewegen. Das ist der Grundgedanke.“ Und weiter: „Natürlich ist es manchmal mühsam, weil es ja keine Kohle gibt, aber es ist eben eine sehr positive Sache.“ Klar wird bei FM5 mit gutem Gewissen gefeiert: Der Reinerlös geht an ein Straßenkinderprojekt in Burkina Faso.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.01.2008)

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