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Dieter Bohlen: Laut Statistik ein Ungustel

13.02.2008 | 10:03 |   (DiePresse.com)

Der Bohlen ist ein "Super-Egoist", das denken sich 70 Prozent der Deutschen laut einer aktuellen Umfrage. Zwei Drittel finden ihn aber trotzdem unterhaltsam.

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Pop-Produzent Dieter Bohlen spaltet die Deutschen: Die Hälfte der Bundesbürger kann den sprücheklopfende Juror der RTL-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" einer Umfrage zufolge nicht leiden, fast zwei Drittel finden ihn unterhaltsam. 49 Prozent der Befragten sagen "Ich kann Dieter Bohlen nicht ausstehen", wie die Zeitschrift "Frau im Spiegel" berichtete. 70 Prozent halten ihn demnach für einen "Super-Egoisten", 72 Prozent meinen, er "übertreibt und ist oft beleidigend".

Doch es gab auch positive Bewertungen: 59 Prozent der Befragten halten ihn dem Blatt zufolge für "unterhaltsam", 36 Prozent sagen "Dieter Bohlen ist mir persönlich sympathisch". Rund 60 Prozent glauben demnach sogar "Dieter Bohlen ist intelligent". Für die repräsentative Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos 1.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren.

Seit 23. Jänner läuft die fünfte Staffel von "Deutschland sucht den Superstar". Zusammen mit seinen Jury-Kollegen Anja Lukaseder und Andreas "Bär" Läsker wählt Bohlen zunächst in Castings die Kandidaten für die anschließenden Live-Shows aus. Zu Bohlens Konzept gehört es, die Kandidaten lächerlich zu machen und mit derben Sprüchen zu kritisieren.

(APA/AP)
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5 Kommentare
Gast: Sualk Ravizah
14.02.2008 13:36
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Nicht Bohlen ist ein Idiot- sondern Leute die sich sowas ansehen

Die Deutschen sind halt schon lange nicht mehr die
Wunderwuzzis aus der Wirtschaftswunderzeit sondern
mutierten in großer Anzahl zu einergeistig
anspruchslosen Masse mit entsprechend begrenztem Horizont. Beste Beispiele dafür sind die Lesegewohnheiten - Bildzeitung u.ä. bzw. die TV-Sendungen mit deren Hilfe die deutschen Massen nunmehr vollkommen und unwiderruflich verblöden.

Hr. Bohlen ist ein überdurchschnittlich intelligenter Medienprofi welcher diese primitive Masse halt gehörig
ausnimmt. Denke nicht, dass er selbst seine "Produktionen" auch nur im geringsten ernst nimmt - ein Blick auf sein Bankkonto rechtfertigt aber jeden seiner Produkte und Auftritte. Nur weiter so.

LUPO
13.02.2008 11:33
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Opfer der Musikindustrie

Er gehört zu den ersten produzierten Musikern, für die der Auftritt alles ist und zeigt deutlich warum die Musikindustrie in der Krise ist. Der Erfolg wird damit gemessen, wie lange die Schlange der 6-16J Autogrammjäger ist. Damit niemand nach fragt, wie viele Texte und Musikstücke er schon geschrieben hat, muß er mit arroganten Fragen von diesen Thema ablenken, dazu gehört wohl auch etwas Intelligenz. Im Grunde ist er ein Opfer der Musikindustrie, von denen es immer mehr werden.

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Re: Opfer der Musikindustrie

intelligenz kann man ihm nicht absprechen,
mit 16 abitur, 22 fertiges studium der betriebswirtschaft,
schwache 300 millionen verkaufte tonträger (selbst+produziert)
laut forbes: 230 millionen USD vermögen...

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DSDS-Casting - Teil 2

Leider redet die Werbung jungen Leuten jeden erdenklichen Blödsinn ein; z.B., daß sie bei Kauf eines bestimmten Produktes ihrem Leben einen völlig neuen Sinn geben können; daß sie besser aussehen, daß ihnen dann alles gelingt, was sie sich vornehmen und wünschen; daß sie Erfolg in ihrem Job haben werden und den "richtigen" Partner finden. Davon, daß sie, um all diese schönen Ziele zu erreichen, auch SELBST an sich arbeiten müssen, ist dabei NIE die Rede!

Als verbaler Kontrast zu all diesen verführerischen Schalmeienklängen der Konsumverführung wirken Bohlens Sprüche oft gerade zu wie die letzte Stimme der Vernunft; nur wollen sie eben nicht alle hören...

Doch diese Castings sind nun einmal ein TV-Hit; RTL weiß eben, WIE man Quote macht; der ORF konnte das in seinen "Starmania"-Staffeln NIE! Beim letzten Mal wurde das Casting im Internet gebracht; aber wer schaut schon den ganzen Tag zu und kann auf die "Rosinen" warten? Und windelweich waren die Kommentare der Juroren obendrein!

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Niemand wird zum DSDS-Casting gezwungen!

Henryk M. Broder bringt es in dieser Woche im SPIEGEL auf den Punkt: Wer mit 14 strafmündig ist; mit 16 bis Mitternacht in Kneipen herum hängen darf und mit 18 heiraten und wählen; der muß selbst wissen, was ihm beim DSDS-Casting bevorsteht! Und alle Einwände von beamteten "Bedenkenträger", man müsse diese jungen Leute "vor sich selbst schützen", würden letztlich nur zu Unmündigkeit und Fehlens von Eigenverantwortung führen; also all das, wie sich JEDES totalitäre Regime seine Bürger wünscht!

Desgleichen wundert sich Broder (genau wie ich!), daß offenbar die meisten Kandidaten daheim offenbar keinen Spiegel haben, der ihnen sagt, daß sie im Grunde scheiße aussehen; und keine Familienangehörige und Freunde, die ihren Gesang bestenfalls Badewannentauglich finden...

Herr Bohlen reißt sie dann mit seinen pointierten Sprüchen brutal aus allen falschen Träumen und öffnet damit vielleicht sogar eine klare Sicht auf ganz andere, tatsächlich vorhandene, Talente dieser Menschen.