Shirley MacLaine bringt Holocaust in Verbindung mit Karma

Die Schauspielerin löst mit ihren Memoiren und der darin verbreiteten Meinung über NS-Opfer, Kranke und Tote eine Welle der Empörung aus.

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Shirley MacLaine
Shirley MacLaine – REUTERS

Shirley MacLaine bringt in ihrem neuen Buch "What if ..." einige empörende Ansätze zu Papier. Die 80-jährige Oscar-Preisträgerin stellt in ihren esoterischen Memoiren die Vermutung an, dass die Millionen Opfer der NS-Regimes aufgrund ihres schlechten Karmas leiden und sterben mussten. Wie der "Mirror" berichtet, schreibt MacLaine in dem Buch: "Was ist, wenn die meisten Opfer des Holocaust ihr Karma aus den vorangegangenen Jahrhunderten ausgeglichen haben, als sie als römische Soldaten Christen töteten, als sie in den Kreuzzügen Millionen im Namen Gottes umbrachten, als Hannibals Soldaten oder als jene, die mit Alexander den Nahen Osten stürmten?"

Ein Sprecher der britischen antisemitischen Aktivisten "Community Security Trust" in einer ersten Reaktion auf das Buch: "Diese Kommentare werden Juden und viele andere beleidigen und verwirren." Die Hollywood Veteranin behauptet in "What if ..." außerdem, dass der berühmte Physiker Stephen Hawking sich selbst unbewusst die schwere Motoneuronkrankheit auferlegt hätte, "um vollständig von anderen abhängig zu sein und seinen Geist allein mit dem Streben nach Wissen zu befreien".

(sh.)

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