Den Kinderstars Azharuddin Mohammed Ismail und Rubina Ali aus dem Film "Slumdog Millionär" droht wegen Schulschwänzens der Verlust ihres monatlichen Ausbildungsstipendiums. Die Produzenten des Films hatten für die zwei Darsteller aus den Elendsvierteln von Mumbai (Bombay) einen Treuhandfond eingerichtet, der für eine ordentliche Unterkunft, ihre Ausbildung und ein finanzielles Polster für die Zeit danach sorgen soll.
Der Treuhänder Noshir Dadrawala beklagte nun den unregelmäßigen Schulbesuch der beiden Laiendarsteller und drohte mit dem Entzug des Stipendiums von monatlich 120 Dollar (81 Euro). Azharuddins Anwesenheitsquote in der Schule liegt Dadrawala zufolge bei 37 Prozent, die von Rubina bei 27 Prozent. Die Kinder erhielten das Stipendium nur weiter, wenn sie ihre Anwesenheitsquote auf über 70 Prozent steigerten, sagte der Treuhänder am Donnerstag. Eine weitere Pauschalzahlung, die bei Vollendung des 18. Lebensjahres fällig wird, ist den Angaben zufolge an den Schulabschluss gebunden.
Azharuddin ist jetzt elf Jahre alt, Rubina ist zwei Jahre jünger. Dadrawala machte den dicht gedrängten Terminkalender der Kinderstars für den unregelmäßigen Schulbesuch verantwortlich. Sie reisten ständig nach Paris und in andere Städte der Welt. "Gerne, aber bitteschön am Wochenende und nicht während der Schulzeit", forderte der Treuhänder.
(Ag.)

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