Whistleblower: Chelsea Manning zeigt ihre neue Freiheit

So lernte die Welt Chelsea Manning kennen: als den Soldaten der US-Armee, der geheime Militärdokumente an die Plattform Wikileaks weitergegeben hatte und deswegen vor Gericht stand. Sie wurde schließlich zu 35 Jahren Haft verurteilt. Als sie festgenommen wurde, hieß sie noch Bradley Edward Manning. Seit 2013 - und nach einer Hormontherapie - nennt sie sich Chelsea Elizabeth.

(c) Reuters (GARY CAMERON)

Seit Mai 2017 lebt Chelsea Manning wieder in Freiheit: Der damalige US-Präsident Barack Obama begnadigte sie im Jänner 2017. Die Haftdauer verkürzte sich so auf knapp sieben Jahre.

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Ihre Heimkehr aus dem Gefängnis feierte Manning nicht nur mit Champagner und Blumen im Kreis ihrer Freunde - sondern auch mit einem Instagram-Profil, auf dem sie Fotos von ihrer neugewonnenen Freiheit teilt.

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Nach den Jahren im Gefängnis berichtet Manning beinahe aufgeregt über ein Stück fettige Pizza, über hauchzart geschnittenes Rindfleisch beim Italiener oder über einen Besuch bei Starbucks. Auch ihre Umgebung scheint sie aufzusaugen: "Jetzt fühle ich mich wie eine Touristin", schreibt sie unter dieses Foto von ihrer ersten Fahrradtaxi-Ausfahrt.

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Ihre Geschichte will Manning freilich auch unters Volk bringen. Sie sitzt in Talkshows und gibt Interviews. Hier teilt sie ein Foto vom New Yorker Times Square mit ihren Instagram-Followern: Im Hintergrund ist eine große Werbung für ihren Auftritt beim US-amerikanischen Fernsehsender ABC zu sehen.

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Die US-amerikanische "Vogue" machte Manning gar zu einem ihrer Models in der September-Jubiläumsausgabe des Magazins: Annie Leibovitz fotografierte.

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Im Privaten experimentiert Manning noch mit ihrem Stil und dem Erscheinungsbild, das sie als Frau in Freiheit haben möchte.

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Ihren Tag im Park habe sie etwa in einem "Neo-Cyberpunk"-Outfit genossen, wie sie auf Instagram unter dieses Foto schrieb.

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Dass die Vergangenheit Manning aber noch nicht ganz losgelassen hat, sieht man auch auf Social Media. Unter diesen Schnappschuss vor dem FBI-Gebäude in Washington, D. C. schrieb sie: "Also, vor ein paar Tagen bin die Pennsylvania Avenue entlanggelaufen, ich MUSSTE einfach ein Selfie mit meinen Freunden, dem FBI, vor dem Hoover-Gebäude machen."

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Auch ihre Begegnung mit dem chinesischen Künstler Ai Weiwei - der selbst einst inhaftiert war - dokumentierte Manning auf Instagram. Ein "bewegender und intensiver" Moment sei das Treffen gewesen.

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Manning betätigt sich mittlerweile als Aktivistin für Transgender-Rechte. Auch ihre politischen Aktionen teilt sie mit ihren Followern.

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Bei allem Neuen ist das Instagram-Profil Mannings aber auch ein Ort, an dem sich viele Menschen über ihre Auftritte beklagen. Besonders Leute, die der US-Armee nahestehen, lassen ihrer Wut gegen die "Verräterin" dort freien Lauf. Man kann hoffen, dass Manning zu wenig Zeit hat, um all die Kommentare zu lesen.

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