Der bei einem Lawinenunglück am 17. Februar im Skigebiet von Lech verschüttete und schwer verletzte niederländische Prinz Friso ist Donnerstagnachmittag außer Landes gebracht worden. Laut Polizeiangaben erfolgte die Ausreise gegen 14 Uhr mit einem Ambulanzflugzeug unter ärztlicher Begleitung via Flughafen Innsbruck.
Der niederländische Prinz ist im Wellington-Krankenhaus in London aufgenommen worden. Dies teilte das niederländische Königshaus auf seiner Website mit. "Dort kann Prinz Friso in seinem heutigen Zustand optimal versorgt werden", erklärte das Königshaus nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP. Auch biete London - der frühere Wohnort des Prinzen - ideale Voraussetzungen für die Kinder Frisos.
Massive Gehirnschäden
Friso habe nach dem Unfall einen 50 Minuten andauernden Herzstillstand erlitten. In diesem Zeitraum musste er am Unfallort reanimiert werden. Dies war laut Wolfgang Koller, dem Leiter der traumatologischen Intensivstation der Innsbrucker Uni-Klinik, ein sehr, sehr langer Zeitraum: "Man kann auch sagen, zu lange." Friso habe durch den Sauerstoffmangel "massive Schäden" im Gehirn erlitten.
Reha könnte Jahre dauern
Es könne derzeit nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob der Patient jemals wieder das Bewusstsein erlangen werde, hieß es weiter. Laut dem Leiter des Ärzteteams könne eine neurologische Behandlung Monate, wenn nicht Jahre in Anspruch nehmen.
(APA)





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