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Life Ball: Ein flammender Hilfsappell

20.05.2012 | 18:26 |  von Teresa Schaur-Wünsch und Eva Winroither (Die Presse)

Der Life Ball hat seinen 20er gefeiert: Feurig, bombastisch, mit viel Prominenz und nicht mehr ganz jungem Publikum. Das Motto, „Fight the Flames of Ignorance“, wurde mehrheitlich flammend umgesetzt.

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So viele Stars wie noch nie: Was der Boulevard gern behauptet, hat diesmal gestimmt. Mit Bill Clinton, Milla Jovovich, Antonio Banderas und den jeweils kurzfristig aufgetauchten, auch-nicht-unbekannten Naomi Campbell und Sean Penn durfte sich der 20.Life Ball am Samstag über prominente Gratulanten freuen. Die sich freilich in unterschiedlichem Ausmaß am Geschehen beteiligten.

Leicht zittrig und ziemlich gerührt sprach Model, Hollywoodschauspielerin, neuerdings Sängerin und amfAR-Botschafterin Milla Jovovich; höflich die Gastgeber lobend Bill Clinton: Man sollte stolz auf Gery Keszler sein – und der Rest der Welt auf Österreich. Er entschwand mit seinem (quasi unsichtbar gebliebenen) Gast Sean Penn gegen halb eins; Jovovich und Campbell feierten backstage freiwillig immerhin bis zwei, ihre Modelkolleginnen Alek Wek und Eva Padberg wurden auch um halb fünf noch gesehen; und Antonio Banderas hat ob seiner Freundlichkeit künftig wohl eine Menge neuer Fans.

Begonnen hatte alles mit dem üblichen Treiben, bei warmen Temperaturen, auf dem rosa Teppich. Wobei es dort schon mal mehr Abwechslung zu sehen gab: Das Motto, „Fight the Flames of Ignorance“, wurde mehrheitlich flammend umgesetzt. Neben ein paar Feuerwehrmännern, einsamen Drachen und dem einen oder anderen Teuferl loderte vor allem Feuer in allen Varianten – was wenigstens ein stimmiges Gesamtbild vor dem in Rot getauchten Rathaus ergab. Kein sehr junges allerdings: Das Publikum ist mit dem Life Ball älter geworden, Nachwuchs ist nur spärlich in Sicht.

Die anschließende Eröffnung geriet zum pyrotechnischen Spektakel mit anschließender Weltuntergangsstimmung. Wie immer gigantisch – und aus Anlass des Jubiläums noch ein bisschen mehr. Nicholas Ofczarek und Ben Becker, Darsteller „aus einer Kellerproduktion, die wir im Westen des Landes spielen“, moderierten engagiert samt ein paar Witzchen, auch wenn ihnen das Publikum nicht ganz so huldigte wie auf dem Salzburger Domplatz. Wofür der „schnöde Mammon“, den der Life Ball lukriert, verwendet wird, verdeutlichte der von Swarovski gestiftete „Crystal of Hope“. Es rührte zu Tränen, als Antonio Banderas und Naomi Campbell den Preis an Jackie Branfield überreichten. Branfield hilft mit ihrem Projekt „Operation Bobbi Bear“ vergewaltigten Kindern in Südafrika, die durch den Missbrauch auch oft mit HIV infiziert werden. Mit Stiften lässt sie die Kinder ihre Verwundungen auf Teddybären zeichnen – die Bären werden auch vor Gericht anerkannt.


Erstmals auf der Bühne vergeben wurde der Preis für das beste Kostüm, das man mit einer Trophäe, einem von Francesca Habsburg mitgebrachten Louboutin-Schuh und einer Reise zur Fashion Week nach New York belohnte. Dumm, dass der Sieger ausgerechnet New Yorker war. Er darf stattdessen nochmal nach Wien. Letzter Punkt vor der Party: Die von Italiens Vogue-Chefin Franca Sozzani gestaltete Life-Ball-Fashion-Retrospektive, ein Crashkurs in der Mode der letzten zwei Jahrzehnte. Model Dagmar Koller passierte diesmal kein Busenblitzer. Dafür sah man ihr, als sie Seemann Uwe Kröger auf die Arme nahm, unter den Rock. Sie erntete mehr Applaus als die Gäste aus Hollywood.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.05.2012)

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19 Kommentare
Gast: kritischer leser
22.05.2012 15:13
4 0

Life ball

Wer für AIDS-0pfer spenden will. kann dies auch ohne diese seltsame Veranstáltung tun, die in Wahrheit eigentlich die Promiskuität verherrlicht, die ja auch eine der AIDS-Ursachen sein kann.
Weiters stellt sich auch die Frage, wo das Geld überhaupt herkommt, dass ein derartiger Aufwand - wie z.B. die riesige Bühne - überhaupt möglich ist.

im Prinzip

is es nur ein Koks fest .....

Gast: ichhabediegrippe
22.05.2012 10:55
1 1

mittlerweile ist aus dem life ball doch noch was gutes

geworden!

in seinen kinderschuhen vermittelte er für aussenstehende doch nur den eindruck eines knalligen faschingsumzuges, veranstaltet für nackerte und völlig ausgeflippte schwule (schauspieler).....

bravo gerry!


4 0

Hm

da wird die Frage nach Keszler's Einkommen im Forum zensiert !? Bin ich da jemanden auf den Schlips gestiegen !?

Würde gern informiert werden, aus welchem Grund Postings gelöscht werden !!

Antworten Gast: voikoffa
22.05.2012 10:56
0 2

Re: Hm

jössas was verdient der jetzt genau?

fahren sie doch zu aidskranken kindern und trösten sie......

Re: Hm

Weil die Herrschaften dann nächstes Jahr nicht mehr akkreditiert sind wenn sie Kritik Aufkommen lassen.

Die Presse titelt in einem anderen Artikel:

„Der Life-Ball hat Schwulsein ins Zentrum gerückt.“, und das unter dem Motto Kampf gegen AIDS!

Das passt perfekt zur Verlogenheit der (linken) Szene!

Geht es wirklich um den Kampf gegen AIDS?

Wer sich die Inszenierung der Veranstaltung genauer betrachtet, bekommt daran jedenfalls schnell Zweifel. Es scheint fast so als ob hier ein Festival der homosexuellen und queeren Szene gefeiert würde.

Dabei betrifft diese unheilbare Krankheit vor allem heterosexuelle Frauen in Entwicklungsländern.

Die Naomi hätten sie sich sparen können - menschliche Alptraumtante...


Der Ringelpiez ist eigentlich wurst...

Aber wieviel Geld kommt den Aids Stiftungen nun zugute?

Ganz ohne Pathos...

Für neutrale Beobachter zählte dieser Pomp-Firlefanz-Ballabend sicherlich unter d. Rubrik "schriller Unfug" der Güteklasse eins, denn man hatte es mit schrillen verhaltensoriginellen Leuten u.Typen zu tun und heran gekarrte Stars als Charity Staffage (den ohne Charity Approach bringts ja nichts).

Letztlich war es wohl ein PompEvent - Hauptsache irgend ein Spektakel m.Überschrift inkl. Wortspenden - für eine Randgruppe (u.Subkultur) die sich selbst feierte.

mega fad wars

selten so gelangweilt

die ORF übertragung war MEGA ÖD

soooo was langweiliges hab ich noch nicht gesehen . bin voll eingeschlafen

der opernball ist a gaudi dagegen


Re: die ORF übertragung war MEGA ÖD

Die Kommentatoren waren das ÖDE! Von peinlich - Keszler und Jovovich - bis langweilig - Feuerstein und Co. - und schlussendlich deplatziert und unfähig die Burgtheater "Stars"!

Re: Re: die ORF übertragung war MEGA ÖD

Das Burgtheater, nicht die Burgtheater. Und wenn Sie die Stars des Burgtheaters meinen, dann schreibt man richtig "die Burgtheaterstars" oder als zweitbeste Lösung auch "die Burgtheater-Stars".

0 1

Re: Re: Re: die ORF übertragung war MEGA ÖD

Die drittbeste Lösung wäre "die 'Stars' des Burgtheaters.

Antworten Gast: DerPresse
20.05.2012 21:48
1 1

Re: die ORF übertragung war MEGA ÖD

Kein Wunder mit Schlaftablette Feuerklein.

6 1

Re: die ORF übertragung war MEGA ÖD

Da sind auch nicht so verklemmte Leute, die um jeden Preis originell sein wollen.

Wahnsinnig spannend

ich wäre, hätte ich via TV zugeschaut, ziemlich schnell eingeschlafen ....