Wien/red. Wie geht es weiter im Nahen Osten und in Nordafrika? Diese Frage beschäftigt seit dem überraschenden Ausbruch des Arabischen Frühlings in Tunesien vor gut eineinhalb Jahren die Öffentlichkeit. Für „Presse“-Reporter Wieland Schneider war eben diese Fragestellung Ansporn und Herausforderung, sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Region ausgiebig zu beschäftigen. Die Frucht dieser Beschäftigung trägt den Titel „Das Ende der Angst? Die Zukunft der arabischen Welt“ und ist soeben im Braumüller Verlag erschienen.
Die im Titel erwähnte Angst – vor den Schergen der autokratischen Regimes und vor einem Leben ohne Perspektiven – war auch ein Kernthema bei der Präsentation am Montag in der Buchhandlung Thalia. Die Diskutanten – neben dem Buchautor waren es der Exil-Libyer Ahmed Gefairi, der syrische Oppositionelle Amer Alkhatib, die Ägypterin Rita Soliman sowie Moderator Thomas Seifert – waren sich einig, dass der Arabische Frühling unabhängig von allen politischen und ökonomischen Implikationen eines erreicht hat: nicht nur die ägyptische und libysche „Generation Facebook“, sondern die gesamte arabische Bevölkerung habe die Scheu vor Protesten verloren – eine Entwicklung, die für die Zukunft zuversichtlich stimmt.
Gedämpft wurde die Zuversicht durch die Lage in Syrien. Für den Oppositionellen Alkhatib steht fest: „Die Zurückhaltung des Westens stärkt die Islamisten.“
Buchpräsentation: Tunis, Tahrir, Tripolis – und nun?
19.06.2012 | 17:38 | (Die Presse)
„Presse“-Reporter Wieland Schneider schreibt in seinem Buch über die Folgen der Umbrüche in Nordafrika: „Das Ende der Angst? Die Zukunft der arabischen Welt“ und ist soeben im Braumüller Verlag erschienen.
2 Kommentare
sg herr redakteur schneider!
hut ab vor ihrem mut direkt vor ort zu recherchieren, sich in die höhle des löwen zu begeben.leider kannn ich ihren rechercheergebnissen nicht zustimmen, wenn sie ernsthaft immer noch an der "facebookgeneration" im arabischen raum eine entscheidende rolle zumessen versuchen-da schaint der wunsch der vater des gedanken zu sein.
link:http://www.n-tv.de/politik/Mit-Zynismus-gegen-Weltverbesserer-article6235571.html
ihr buch werde und möchte ich daher weder kaufen noch lesen.
m dennoch fg
s.
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