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Opernball: Designer sind keine Schönheitschirurgin

10.02.2012 | 09:01 |   (DiePresse.com)

In der Ballsaison hat es (Promi-)Frau nicht leicht: künstliche Bräune, Cremes, Fitnessstudio und bloß nicht auf die Designer-Klamotte vergessen. Die Begleiterscheinungen der Walzersaison.

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In der kommenden Woche gibt sich die heimische Prominenz aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Society beim Wiener Opernball ein pompöses Stelldichein. Für die bekannten Gesichter gibt es an diesem Abend, neben den strengen Kleidervorschriften der Oper, noch einiges mehr zu beachten. Frauen müssen da teils tief in die Tasche greifen und früh genug den Designer ihres Vertrauens aufsuchen.

Anprobe bis zu sechs Wochen vorher

"Einige Kundinnen wollen ja, dass man ihnen mit den Roben den Schönheitschirurg ersetzt", meinte Modeschöpferin Nikola Fechter am Donnerstag. Mindestens vier bis sechs Wochen vor der Veranstaltung sollte deshalb ein erstes Treffen zur Anprobe stattfinden, um die äußere Hülle möglichst schmeichelnd auf die Haut der Trägerin zu schneidern. Für ein Ballkleid von der Stange muss man mindestens 900 Euro einrechnen, die Preise für Maßgeschneidertes sind wesentlich höher angesetzt.

Missy May bevorzugt künstliche Bräune

Doch auch andere Vorbereitungen müssen getroffen werden, wie Sängerin Missy May erzählte, die ihre Garderobe für den Bonbonball abholte: "In der Ballsaison sollte man schon ins Fitnessstudio gehen und sich mit allen Cremes einschmieren, die man zu Hause hat, und rechtzeitig einen Friseurtermin ausmachen." Außerdem sei künstliche Bräune, wie sie etwa beim "Spray Tanning" auf die Haut gesprüht wird, der noblen Blässe vorzuziehen.

Symbiose zwischen Promi und Designer

Andere Regeln für Promis würden auch bei der Wiederverwertung ihrer Kleider gelten. "Sobald einmal ein Foto erschienen ist, darf man das Kleid nie wieder tragen. Aber wenn man auf so vielen Kirtagen tanzt, wird es unleistbar, sich für jeden Anlass selbst einzukleiden", sagte May. Deshalb seien Kooperationen mit Designern beliebt, die ihre Kollektionen kostenlos an VIPs verleihen. "Die Zusammenarbeit mit Promis ist eine wichtige Symbiose. Es gibt schon auch einige, die sich ihre Kleider selbst kaufen, aber die sogenannten One-Night-Stand-Kleider werden meistens hergeborgt", erzählte Fechter.

Ein Dolly-Buster-Dekollete ist zu viel

Während man heuer mit fließenden Seidenstoffen in Marineblau, Dunkelgold oder Grau nicht falsch liegen kann, gibt es noch immer einige Fallen, die Ballbesucherinnen beachten müssen: "Ein Dolly-Buster-Dekollete ist auf jeden Fall zu viel. Man darf nicht vulgär werden", so Fechter. Nicht unter den Favoriten in dieser Saison sind Kleider mit Reifröcken, wo "man dann teilweise gar nicht mehr durch die Türe kommt", sagte May. Doch auch modische Finessen, die durchaus Trend sind, können leicht zu Stolpersteinen werden, wie die Sängerin berichtete: "Schleppen sind ja sehr schön, aber sie werden im Ballgeschehen vermutlich nicht sehr lange am Kleid sein."

Opernball 2012: Helena Christensen im Jugendzimmer

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(APA)

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