Die Regierung wird mit dem Sparpaket gerade rechtzeitig fertig, um kommenden Donnerstag den Opernball um ein paar Sorgen ärmer genießen zu können. Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) beehren den Promi- und Künstlerauflauf in der Staatsoper ebenso wie einige ihrer Minister. Traditionell ebenfalls zu Gast ist Bundespräsident Heinz Fischer, der diesmal UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und dessen Frau in die Loge bitten kann.
Internationale Begleitung gefunden haben auch Spindelegger, Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Der Vizekanzler hat den schwedischen Außenminister Carl Bildt zu Gast, Bures führt ihren deutschen Amtskollegen Peter Ramsauer aus und Mitterlehner wird vom bulgarischen Wirtschaftsminister Traiche Traikov begleitet.
Pflichttermin für Fayman
Ein Pflichttermin ist der Opernball traditionell für den Regierungschef und die Kulturministerin. Dementsprechend werden sich sowohl Werner Faymann als auch Claudia Schmied in der Staatsoper einfinden. Ebenfalls antanzen wollen Sozialminister Rudolf Hundstorfer sowie Finanzstaatssekretär Andreas Schieder.
Töchterle debütiert heuer
Die schwarze Regierungsriege ist am Ball ebenfalls ganz ordentlich vertreten. Neben Mitterlehner und Spindelegger zieht es mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle samt Ehefrau einen Opernball-Debütanten aufs prominente Parkett. Auch Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich kommt. Absagen gab es hingegen von Finanzministerin Maria Fekter, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz. Bei der SPÖ lassen die Sause unter anderem Gesundheitsminister Alois Stöger, obwohl ansonsten begeisterter Tänzer, sowie Verteidigungsminister Norbert Darabos aus.
Zahlen hätten sie übrigens nicht müssen. Die Regierungsmitglieder sind Ehrengäste und dürfen den Ball mit Begleitung gratis besuchen.
Strache vertritt Opposition
Von den Oppositionschefs ist lediglich FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache am Ball präsent, zwar ohne Orden, dafür mit Freundin Andrea und "Freunden" als Begleitung. Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig bleibt dem Geschehen hingegen fern, ebenso BZÖ-Obmann Josef Bucher. Er hält einen Besuch des Balls nach der Präsentation des Sparpakets für "unmoralisch".
(APA)
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