Oben-ohne-Bilder: Gericht gibt den Royals recht

18.09.2012 | 18:07 |  RUDOLF BALMER, PARIS (Die Presse)

Das französische Klatschmagazin "Closer" soll Prinz William und seiner Gattin, Herzogin Kate Middleton, die Originalfotos binnen 24 Stunden aushändigen – sonst drohen 10.000 Euro Geldbuße.

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Prinz William und seine Gattin, Kate Middleton, haben die erste Runde im Rechtsstreit gegen die Veröffentlichung von Oben-ohne-Fotos gewonnen. Das Gericht von Nanterre bei Paris hat drei einstweilige Verfügungen gegen die Illustrierte „Closer“ erlassen. Das französische Klatschmagazin darf die heimlich geknipsten Fotos, die die Herzogin zum Teil halb nackt zeigen, nicht weiterverbreiten oder an Dritte zu Publikationszwecken verkaufen. Der Verlag soll dem Ehepaar die Originalfotos binnen 24 Stunden aushändigen – sonst drohen 10.000 Euro Geldbuße. Außerdem wurde William und Kate eine Wiedergutmachung in der symbolischen Höhe von 2000 Euro zugesprochen.

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Nun hoffen die beiden, dass die weitere Veröffentlichung in anderen Illustrierten gestoppt wird. Abgedruckt waren die skandalösen Topless-Bilder aber schon im italienischen Blatt „Chi“, das wie „Closer“ zu Silvio Berlusconis Medienhaus Mondadori gehört, sowie im „Irish Daily Star“, dessen Chefredakteur in der Folge fristlos gefeuert wurde. Unabhängig davon zirkulieren die Fotos aber bereits im Internet.

Anhängig ist weiterhin eine Strafanzeige gegen den oder die unbekannten Fotografen wegen der Verletzung der Privatsphäre des Paars, das in der Villa eines Bekannten, Lord David Linley, im Lubéron in der Provence Ferien machte. Nach Angaben der „Closer“-Anwältin Delphine Pando wurden die Fotos von einer nahe gelegenen Straße aus aufgenommen. Der Verlag habe die Rechte an den Bildern von einer (nicht genannten) Agentur erworben, die das Copyright besitze.

In Frankreich ist der Schutz journalistischer Quellen gesetzlich sehr strikt geregelt. Die Justiz muss nun entscheiden, ob das auch für solche Paparazzi gilt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.09.2012)

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10 Kommentare
Gast: Rehau
19.09.2012 13:04
0 0

Ist ohnedies schon ganz egal

Im Internet geistern diese Bilder und jene von hunderten anderen Royals und Promis und von 10.000en anderen Leuten oben oder ganz ohne herum. Was einmal im Internet ist lässt sich kaum mehr stoppen. Das ist noch im 100 Jahren dort. Dass eine Zeitung dies nicht mehr drucken darf hilft der armen Herzogin leider gar nichts.

Gast: royalhasenloch
19.09.2012 13:01
0 0

königin geht nie obenohne auch nicht ohne hut

na wer will das noch verstehen das königszensurium zuerst oben ohne und fast nackt als herzogin mit den nachfolgekönigsmann zweiter ordnung
eheflitterwochen andauernd zelibrieren
und dann die fotos einklagen hihaho
besser den prinz charles zum könig
machen wie geplant und der herzogin
vom diana blut sagen - eine königin geht nicht oben ohne wie mit hut nur immer....

Das Original

Wie ermittelt man bei Digitalfotos, welches das Originalbild ist?

Re: Das Original

Rechtsprechung ist.noch aus dem 19. Jhdt

Oben-ohne Kultur

Ein interessanter Bericht über die Oben-Ohne Praxis der Herzogin von Cambridge und ihre medialen Folgen. Aha, in der Kultursektion der Presse? Bezieht die Kulturredaktion die FreikörperKULTUR in ihre Agenden ein?

Eine junge Frau mit nackter Brust.

Mehr ist da nicht, Leute. Hat man das nicht schon oft in allen möglichen Medien gesehen? Warum gerade diese verwackelten Aufnahmen einer Barbusigen für so überbordende Aufregung sorgen, bleibt mir schleierhaft.

Kate oben ohne...

...interessiert nur jene, die auch oben ohne gehen. Und zwar ganz oben ohne. Ohne Gehirn!


Re: Satire

Satire sollte lustig sein, guter Mann! Was Sie da ablassen, ist im besten Fall peinlicher Unfug. Und noch dazu schlecht geschrieben.

Satire?

Selten so geweint!

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