Der reichste Mann Frankreichs, Bernard Arnault, wird von der britischen Königin Elizabeth II. in den Ritterstand erhoben. Mit der Ehrung werden Arnaults Verdienste um Unternehmen und "die größere Gemeinschaft im Vereinigten Königreich" gewürdigt.
Da Arnault kein Brite ist, wird ihm eine sogenannte Honorary Knighthood verliehen, wie das britische Außenministerium am Montag mitteilte. Er kann sich damit nicht mit dem Titel "Sir" schmücken. Ein Datum für die Verleihung der Ritterwürde wurde nicht genannt.
Generalverdacht: Steuerflucht
Arnault, Chef des französischen Luxusgüter-Konzerns LVMH, hatte vor kurzem mit seinem Vorhaben für Schlagzeilen gesorgt, die belgische Staatsbürgerschaft erwerben zu wollen. Die Ankündigung wurde als Reaktion auf die Pläne von Frankreichs Präsident Francois Hollande gewertet, die Steuern für Spitzenverdiener auf 75 Prozent anzuheben.
Dem Magazin "Forbes" zufolge ist Arnault mit einem Vermögen von 32 Milliarden Euro der reichste Mann Europas und der viertreichste Mann der Welt. Laut Schätzungen leben tausende wohlhabende Franzosen in Belgien, weil sie dort weniger Steuern zahlen. Sie stehen bei den Franzosen unter dem Generalverdacht der Steuerflucht.
(APA/sda)
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