Die schwedische Königsfamilie hat ihrer Verbitterung über die negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate Luft gemacht. "Es war ein sehr hartes Jahr", sagte Kronprinzessin Victoria dem TV-Sender SVT in einer Dokumentation, die am Donnerstag ausgestrahlt werden sollte. "Es tut wirklich weh, wenn deine Eltern in dieser rauen Art und Weise dargestellt werden", beklagte die 35-jährige Thronfolgerin, die im März ihr erstes Kind erwartet. "Ich bin besorgt über das mangelnde Verständnis in punkto Privatsphäre", sagte sie mit Blick auf die Medien des Landes.
Papas "Herrenabende"
König Carl XVI. Gustaf (65) war 2011 wegen einer nicht autorisierten Biografie in die Schlagzeilen geraten, in der etwa Details über angebliche "Herrenabende" mit bezahlten jungen Frauen und angebliche Kontakte mit Kriminellen aus dem Rotlicht-Milieu ausgebreitet wurden. Der Monarch bestreitet die Behauptungen. Erst vergangene Woche hatte sich ein in der Presse veröffentlichtes Foto des Königs mit leicht bekleideten Frauen in einem Porno-Club als plumpe Fälschung herausgestellt.
Opas Nazi-Geschichten
Auch Königin Silvia (67) stand in diesem Jahr wegen einer TV-Dokumentation über geschäftliche und politische Aktivitäten ihres deutschen Vaters Walther Sommerlath während der Nazi-Herrschaft im Fokus. Dazu veröffentlichte das Königshaus kürzlich einen Untersuchungsbericht.
Die Berichterstattung habe sie verletzt, räumte Silvia in der SVT-Sendung nun ein. "Ich möchte nicht darauf eingehen, es ist wirklich schmerzhaft", sagte sie. "In einer solchen Situation ist man völlig hilflos, jemand anderes hat immer das letzte Wort."
(APA/dpa)
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