1954 schloss Elsa Schiaparelli ihr gleichnamiges Modehaus. Die 1973 verstorbene gebürtige Römerin zählte zu den prominentesten Nahmen der Pariser Haute Couture. Nun wurde die Modemarke von Diego Della Valle zu neuem Leben erweckt. Der italienische Schuhunternehmer, dem Labels wie Tod's, Hogan und Fay gehören, hat in Paris die Maison Schiaparelli neu gegründet.
Das Hauptquartier wurde diese Woche auf der zentralen Place Vendome in Paris eingeweiht, wo sich bereits in der Vergangenheit der Sitz der Modefirma unter der Leitung der namhaften italienischen Nobelschneiderin Elsa Schiaparelli befunden hatte, berichteten italienische Medien. Einen Chefdesigner muss Della Valle freilich noch finden. Zum engeren Kreis der Kandidaten zählt unter anderem der umstrittene John Galliano. Zur Erinnerung: Galliano war 2011 nach antisemitischen Aussagen von Dior suspendiert worden.
In der Zwischenzeit arbeitet die französische Filmemacherin Farida Khelfa an einem Streifen über Schiaparelli, der kürzlich eine große Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum of Art gewidmet wurde.
Schiaparelli: Ersten Salon 1928 gegründet
Elsa Schiaparelli gründete 1928 im Alter von 38 Jahren ihren ersten Salon in Paris. Mit ihrem avantgardistischen Stil wurde sie schnell zu einer der bekanntesten Designerinnen ihrer Zeit. Die Freundin der Dadaisten und Surrealisten und selbst Schöpferin von wundersamen Kunstwerken aus Stoff, Imagination und Inspiration, liebte es zu überraschen. In der Zeit zwischen den Kriegen gelang es ihr, der Haute Couture ein neues Terrain zu erobern, in dem sich Eleganz und Extravaganz verbanden. Zu ihren Freunden zählten Salvador Dali, Marcel Duchamp und Man Ray. Schiaparellis schärfste Konkurrentin war Coco Chanel. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den Elsa Schiaparelli im New Yorker Exil verbrachte, schaffte sie es allerdings nicht, an die Erfolge der 30er Jahre anzuknüpfen.
(APA)
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