18.05.2013 20:09 Merkliste 0

Ray-Ban: Ein Strahlenschutz wird Kult

30.08.2012 | 11:06 |   (Die Presse)

Einst trugen sie nur US-Piloten. Heute auch Filmstars rund um die Welt. Die „Aviator" aus dem Hause Ray-Ban feiert heuer ihren 75. Geburtstag.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

[Wien/hie] Wer modisch etwas auf sich hält, hat zumindest eine „Ray-Ban"-Brille. Dabei entstand die heutige Kultbrille „Aviator" von Ray-Ban aus rein praktischen Gründen. Der Legende nach kam die Idee dazu vom amerikanischen Testpiloten John A. Macready. Nach einer Ballonfahrt soll er sich über die Sonne beschwert haben, die seine Augen schädige.

Dann soll er die Firma Bausch & Lomb beauftragt haben, eine Sonnenbrille zu entwerfen. Eine, die die Augen vor den Sonnenstrahlen schützt und gleichzeitig gut aussieht. So wurde die Ray-Ban Aviator zur Schutzausrüstung für US-Piloten. Einige Jahre später, 1937, brachte die Firma ihr erstes Patent heraus, und die Brille wurde an ein breites Publikum verkauft.

Das war vor 75 Jahren. Heute hat die Brille Kultstatus und zählt zu den meistverkauften Sonnenbrillen. Mit ihr übrigens das Schwestermodell „Wayfarer", die wohl bekannteste Hornbrille der Welt, die 1952 auf den Markt gebracht wurde. Entstanden ist die Marke Ray-Ban, was auf Deutsch übrigens wenig charmant „Strahlenschutz" heißt, als Tochterfirma von Bausch & Lomb. Seit 1999 gehört sie dem italienischen Brillenkonzern Luxottica, der in Lizenz auch für andere Top-Designer Brillen erzeugt, darunter Burberry, Chanel und Versace. Luxottica verdiente im Vorjahr 458 Millionen Euro, nach 407 Millionen Euro im Jahr 2010.

Viel hat die Brille den Stars zu verdanken, die sie sich auf die Nase setzten - und den Filmen, in denen sie zur Ausstattung gehörte. Marilyn Monroe hatte genauso eine wie Madonna und Peter Fonda. Sogar John F. Kennedy soll „Wayfarer" getragen haben. Und nicht zuletzt John Belushi und Dan Aykroyd im Film „The Blues Brothers", der 1980 anlief. In den 80er-Jahren feierte die Ray-Ban ihr erstes großes Comeback. Der erste Erfolg dauerte bis in die 1960er, befeuert durch den Auftritt der Brille in „. . . denn sie wissen nicht, was sie tun" und „Frühstück bei Tiffany".

Nullerjahre: Retro und Vintage

Die dritte Welle begann mit den Nullerjahren. Der Retro- und Vintage-Hype gab der Beliebtheit der Ray-Ban einen neuen Schub. Zur „Aviator" und „Wayfarer" gesellten sich mit der Zeit zahlreiche Modelle, wie die „Ambermatic 2012 Limited Edition", die heuer zum 75. Jubiläum auf den Markt kommt. Andere Designer übernehmen das Design regelmäßig für ihre eigenen Kollektionen. Und natürlich gibt es längst auch optische Ray-Bans. Wie praktisch.

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30. August 2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

4 Kommentare

nicht zu vergessen...

...TOP GUN (mit RayBan tragendem Tom Cruise)...

never hide!

never hide!

ohne Ray-Ban

kann ich nicht leben

happy birthday

für die besten Brillen der Weltsystem auf weitere 75 Jahre!