Im Geheimen: Weibliche Tattoo-Geschichte

Seit Jahrhunderten praktiziert, wurde das Tätowieren erst 1997 in New York City legalisiert (nachdem es 1961 vom Gesundheitsministerium verboten wurde). Im gleichen Jahr veröffentlichte Margot Miffin ihr Buch „Bodies of Subversion“ in dem sie die Geschichte von Frauen und Tattoos von der viktorianischen Zeit bis in die 90er aufarbeitet.

In den 1920er-Jahren waren Tattoos besonders beliebt. Hier sieht man den legendären Charlie Wagner bei der Arbeit.

Don and Newly Preziosi Collection.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

"Bodies of Subversion" erscheint nun in der dritten Auflage und gilt als das einzige Buch, dass Tattoos und Frauen sowie weibliche Tätowierer geschichtlich behandelt.

Das australische Pin up Model Cindy Ray wurde 1962 zum Star.

Cindy Ray, 1962. Courtesy Randy Johnson.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

Über 50 neue Bilder finden sich darin, auch die neu entdeckten Werke von Großbritanniens erster weiblichen Tätowiererin Jessie Knight, Janis Joplins Tattoo am Handgelenk sowie Bilder der tätowierte Pastorin Nadia Bolz-Weber.

Betty Broadbent verdiente in den 20er-Jahren als Zirkusattraktion ihr Geld.

Courtesy Circus World Museum, Baraboo, Wisconsin.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

Schon in der viktorianischen Zeit galten Tattoos als chic. Winston Churchills Mutter etwa hatte eines. Auf Queen Victorias Körper soll ein Königstiger mit einer Pyton gekämpft haben.

Irene "Bobbie" Libarry war ebenfalls eine Zirkusattraktion, bevor sie selbst Tätowiererin wurde und in die Fußstapfen von Maud Wagner trat.

1976, von Imogen Cunningham. Copyright 1976, 2011 Imogen Cunningham Trust.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

In der neuen Edition werden auch berühmten Promi-Tätowiererinnen wie Kat Von D gezeigt. Der Einfluss von Reality Shows auf die weibliche Tattoo-Kultur, sowie die therapeutische Wirkung gestochener Bilder wird thematisiert.

Rücken-Tattoo von Saira Hunjan. Courtesy Hunjan.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

In den 90er-Jahren wurde es unter Brustkrebs-Überlebenden zum Trend, ihre Narben mit Tattoos zu überdecken.

Tattoo von Tina Bafaro. Photos by Bafaro.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

Das deutsche Tattoo-Team Simone Pfaff und Volker Merschky kombinieren realistische Bilder mit grafischen Elementen. Die hauptsächlich schwarzen und roten Tattoos kennt man als "Realistic Trash Polka".

Courtesy Pfaff and Merschky.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

Tattoos von Roxx. Courtesy Roxx.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

Lacy Soto’s Poe Porträt von Kat Von D.

Courtesy Soto.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

Tattoo von Sky, L’art du Point.

Courtesy the artist.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books

Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo von Margot Mifflin über Powerhouse Books. 160 Seiten, 200 Farbfotografien. Erhältlich auch über amazon.de, 17,40 Euro.From Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo by Margot Mifflin, published by powerHouse Books
Kommentar zu Artikel:

Körperkult: Frauen und Tattoos in der Geschichte

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