Victoria's Secret: Petitionen gegen neue Kollektion

Viel Kritik hat die neue Kollektion "Bright Young Things" der Victoria's Secret Zweitlinie "Pink" geerntet. Eine Online-Petition und Facebook-Gruppe fordern das Unternehmen jetzt sogar dazu auf, die Kollektion zurückzuziehen.

Die Kollektion, die sich an eine jüngere Zielgruppe richtet, beinhaltet etwa knappe Höschen mit der Aufschrift "Wild", "Feeling Lucky" und "Call me". Kritiker prangern deshalb die Sexualisierung von Kindern und Teenagern an.

Gegründet hat die Petition, die bereits über 3300 Befürworter hat, die vierfache Mutter Diana Cherry. Sie schreibt: "Ich will nicht, dass eine Marke wie Victoria's Secret meinen Töchtern sagt, was sexy sein sollte und meinem Sohn, dass Mädchen auf eine bestimmte Weise aussehen und sich kleiden sollten."

Und weiter: "Die Sexualisierung von Mädchen in der Werbung führt zu Depressionen, Essstörungen und früher sexuellen Aktivität - und diese neue Kampagne ist ein glänzendes Beispiel dafür, dass unsere Kultur Mädchen dazu zwingt zu schnell erwachsen zu werden."(c) REUTERS (BRENDAN MCDERMID)

Die gleiche Message will auch die Facebook-Seite verbreiten. Dort heißt es: "Victoria's Secret hat gerade die neue Linie namens 'Bright Young Things' lanciert, die sich an Tweens und Teens wendet. Unsere Kinder sind keine Sexobjekte, unsere Kinder sind keine 'Dinge'."(c) REUTERS (© Carlo Allegri / Reuters)

Denn vor der Kritik hatte Victoria's Secret Chief Financial Officer Stuart Burgdoerfer bei einer Pressekonferenz vor wenigen Wochen noch berichtet, dass man sich mit der "Pink"-Linie an die Zielgruppe Teenager wendet.

"Wen jemand 15 oder 16 Jahre als ist, was will man dann sein? Man will älter sein und cool wie Mädchen auf dem Collage und das ist ein Teil der Magie von dem was wir mit Pink tun", schreibt etwa der Fashion Telegraph.

Davon will man bei Victoria's Secret jetzt verständlicherweise nichts mehr wissen. Tatsächlich würde sich die Zweitlinie an ein älteres Publikum, nämlich Studenten, wenden.(c) REUTERS (MARIO ANZUONI)

"Trotz der jüngsten Gerüchten planen wir keine Kollektioin für jüngere Frauen einzuführen. Bright Young Things war ein Slogan in Verbindung mit der Spring Break Tradition der Universitäten", heißt es jetzt auf der Facebook-Fanseite des Unternehmens.(c) REUTERS (BRENDAN MCDERMID)

Dass die Linie zurückgezogen wird, scheint unwahrscheinlich. Mit Kritik musste sich das Unternehmen bereits öfters auseinandersetzen, etwa bei Photoshop-Pannen oder Rassismus-Vorwürfen.(c) REUTERS (© Carlo Allegri / Reuters)

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