Scheiden tut weh? - Früher vielleicht!

"Wir nehmen die Betroffenen an der Hand und ebnen den Weg in ein neues Leben", eine neue Scheidungs-Agentur soll Trennungen erleichtern.

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Madonna und Guy Richtie wollen nicht mehr ein Ehepaar sein. Sie lassen sich scheiden und werden in Zukunft einsam statt zweisam ihren Weg gehen. Das Zurechtfinden im "neuen Leben" wird ihnen leicht fallen, haben sie doch sicherlich Betreuer, die im Hintergrund die Fäden ziehen und zum Beispiel Behördengänge übernehmen oder den Umzug organisieren. "Normalbürger" hatten diese Annehmlichkeit bisher nicht, nun gibt es Abhilfe: eine Deutsche Online-Agentur hilft Scheidungswilligen beim Neuanfang. Für Österreich wird ein Lizenznehmer gesucht.

Hand in Hand ins Single-Leben

"Viele Menschen befinden sich während einer Scheidung in einem emotionalen und organisatorischen Chaos", erklärte Bernd Dressler Chef der Trennungsagentur  www.trennungshilfe24.de. Genau hier setzt das Konzept des Berliner Unternehmers an: "Wir nehmen die Betroffenen an der Hand und ebnen den Weg in ein neues Leben", erklärte Dressler. Ein Expertenteam schneidert dafür eine individuell zugeschnittene Hilfestellung, da ja keine "Trennung der anderen gleicht".

Die To-Do-Liste

"Sch scheiden lassen, bedeutet mehr, als nur einen Rechtsanwalt zu engagieren", meinte der Geschäftsmann. "Das Engagement eines Rechtsvertreter macht nämlich nur 30 bis 40 Prozent des gesamten Prozederes aus." Zu erledigen sei viel mehr: zum Beispiel müsse eine neue Wohnung gesucht, der Umzug organisiert, der Meldezettel ausgefüllt, der Steuerberater kontaktiert und vielleicht auch psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Entstanden sei das Konzept aus der Nachfrage, denn Dressler kommt berufsbedingt sehr oft mit Paaren in Kontakt, die nicht mehr miteinander wollen. Der Geschäftsmann betreibt nämlich auch eine Trennungsagentur sowie ein Rettungsservice für Beziehungen www.verzeih-mir24.de und www.komm-zurueck24.de.

Die "Gelbe Karte"

"Die Leute werden immer bequemer und das wirkt sich auch auf die Partnerschaft aus. Eine Trennung ist zeitraubend und unangenehm, deswegen wird es abgeschoben", analysierte Dressler seine Kunden. "Bequemlichkeit geht vor Verantwortung." Besonders beliebt seien in Sachen Schlussmachen die "Gelbe Karte", das ist ein klärendes Gespräch als letzte Warnung und das "Lass uns Freunde bleiben"-Paket. Dabei werde dem zukünftigen Ex-Partner "einfühlsam" mitgeteilt, dass die Beziehung nun zu Ende sei.

Österreichische Vertreter gesucht

Zehn Lizenznehmer von trennungshilfe24.de gibt es in Deutschland bereits, doch auch auf Österreich hat Dressler ein Auge geworfen. "Interessierte und engagierte Franchisenehmer können sich jederzeit bei mir melden", so der Unternehmer. Dasselbe gilt auch für die "Trennungsagentur". Denn Kunden gäbe es seiner Meinung nach genug, einen ganzen Ordner mit österreichischen "Schlussmach"-Anfragen hätte er, so der Unternehmer.

(APA/Red.)

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