Neue Kosmetik aus Pilzen und Weinbergschnecken

Schönheit aus dem Wald. Holz, Farn, Pilz und sogar Schnecken erobern im Herbst die Beautyregale.

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Das Laub raschelt unter den Füßen, die Farne glänzen vom morgendlichen Tau und ein Geruch von Moos und Pilzen liegt in der Luft. Schöner könnte ein Waldspaziergang nicht sein. Der tut nicht nur der Seele gut, sondern auch der Haut, die danach erfrischt und rosig aussieht. Kein Wunder also, dass der Wald jetzt auch in der Kosmetik den Ton angibt.

Holzlastig. Die Mystik des Sherwood Forest in Nottinghamshire lässt man bei Jo Malone aufleben. Denn man hat sich ganz der Eiche verschrieben, besser gesagt der gerösteten Eiche. Diese wird mit einem Verfahren hergestellt, auf das die britische Kosmetikmarke für fünf Jahre die exklusiven Rechte hat. Daraus entstanden sind English Oak & Hazelnut und English Oak & Redcurrant.

Bei der Firma Rivelles, die ausschließlich im Wienerwald produziert, ist der Wald gleichzeitig Inspiration und Quelle für Inhaltsstoffe. Seit 2013 wird hier vegane Bio-Kosmetik hergestellt, aus Birken-, Beerenblättern und Kräutern werden natürliche Extrakte auch selbst gewonnen. Auf die Heilkraft des Königsfarns und vor allem dessen Anti-Aging-Wirkung vertraut der deutsche Dermatologe Timm Golüke mit seiner Kosmetiklinie Royal Fern. Die neue Sleep-Over Maske ist neben dem Farn-Komplex mit Chlorophyll, Hyaluronsäure und Acerola-Kirschen angereichert. Der Seidenbaum-Extrakt spielt wiederum in der Rezeptur der Augencreme von Sisley eine große Rolle.

Auch auf tierische Mithilfe verzichtet man im Kampf gegen Falten nicht. Schneckensekret ist momentan in aller Munde und findet sich auch im Serum Moosrose der deutschen Kosmetikmarke Schwarzwald. Der Schleim der Weinbergschnecken soll die Zellregeneration stimulieren und so die Elastizität der Haut steigern.

Pilze machen sich dafür nicht nur auf dem Teller gut, sondern auch auf dem Gesicht. Der Reishi, der „Pilz der Unsterblichkeit“, findet sich im Serum von Origins. Und bei der Fresh Jelly Lotion der Waso-Linie von Shiseido ist weißer Eispilz zum Durchfeuchten im Einsatz. Mistelblatt und Brunnenkresse sollen hingegen im Serum von Kanebo für mehr Ausstrahlung sorgen.

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