19.05.2013 14:44 Merkliste 0

H&M im Gegenwind: Umsatzrückgang auch in Österreich

11.10.2012 | 12:14 |   (DiePresse.com)

Die weitere Expansion sieht H&M-Chef Persson nicht gefährdet. Gestiegene Baumwollpreise sorgten für eine "Kosteninflation".

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die schwedische Bekleidungskette H&M bekommt das rauere Konsumklima zu spüren. Für das vierte Quartal wies die zweitgrößte Modekette der Welt am Donnerstag überraschend einen Gewinnrückgang vor Steuern aus auf 6,8 Milliarden Schwedische Kronen (768 Millionen Euro) nach 7,18 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum. H&M teilte mit, das Marktumfeld sei eine Herausforderung. In Österreich fuhr die Kette im Abschlussquartal einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Kronen (158 Millionen Euro) ein, in lokaler Währung (Euro) entspricht das einem Rückgang um drei Prozent, in Kronen um 5 Prozent. H&M ist in Österreich Marktführer im Bekleidungshandel und hielt per 30. November 2011 bei 66 Niederlassungen.

Konzernchef Karl-Johan Persson kündigte bei der Veröffentlichung der Bilanzzahlen am Donnerstag eine Fortsetzung des Expansionskurses mit 275 neuen H&M-Häusern im laufenden Jahr an. Als Herausforderung im abgelaufenen Jahr nannte er mit Blick auf gestiegene Baumwollpreise eine "Kosteninflation" für die gesamte Modetextilien-Industrie.

Im gesamten Geschäftsjahr 2011 sank der H&M-Gewinn um 15,3 Prozent auf 15,8 Milliarden Kronen. Der Umsatz ging in vergleichbaren Einheiten leicht um ein Prozent auf 110 Milliarden Kronen zurück. Auch in Österreich ist der Umsatz zurückgegangen. Der Bekleidungshändler erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010/11 4,8 Milliarden Kronen, in lokaler Währung (Euro) entspricht das einem Rückgang um zweiProzent, in Kronen um neun Prozent.

(APA/Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

4 Kommentare

nie wieder

h

Umsatzrückgang vs. Kundenzufriedenheit

Bei denen habe ich schon öfters die Artikel irgendwohin gelegt und bin gegangen, weil mangels offener Kassen die Warteschlange - für mich - einfach zu lange war!

Personal-Einsparungen zu Lasten der Kunden und das wenige Personal hat eine unglaubliche Mehrarbeit.

Aber was soll's: Wer sich geduldig anstellt ist selber schuld.

Gast: Sandra
07.02.2012 17:46
0 0

...

Second-Hand ist auch eine Alternative ;)

ARD zeigt Kinderarbeit bei H&M

Es ist auch an der Zeit, dass das scheinbar ungebremste Wachstum von H&M endet. Das Unternehmen, das neben Zara, Forever21, Mango & Co die Modewelt verändert hat, tat dies mit fragwürdigen Methoden. Einerseits werden die Trends der Top-Marken einfach kopiert, andererseits die Kleidungsstücke dann zu geringsten Stückkosten in den ärmsten Ländern der Welt, z.T. mit Kinderarbeit produziert. Die ARD hat dies in der Sendung Markencheck sehr gut dargestellt am Beispiel einer Konfrontation von deutschen Teenagern, die H&M liebten mit einer 12 Jahre alten Näherin aus Bangladesh. Die ganze Story unter http://www.wearona.com/posts/the-story-of-amina