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Luxus trotzt der Krise: Hermes meldet Rekordumsatz

09.02.2012 | 15:48 |   (DiePresse.com)

Die Lager sind leer, die Warteliste lang. Das französische Modehaus Hermes meldet für einen Rekordumsatz. Wenigstens für die Luxusgüterbranche war 2011 ein Boomjahr.

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Das traditionsreiche französische Modehaus Hermes hat für das vergangene Jahr einen Rekord-Umsatz in Höhe von 2,84 Mrd. Euro vermeldet. Die Lager seien leer und es gebe "in mehreren Ländern eine Warteliste", teilte der Luxusgüter-Hersteller am Donnerstag in Paris mit. Die Verkäufe überstiegen 2011 sogar die schon hohen Erwartungen des Hauses.

Lieferprobleme verhindern runden Rekord

Das vor allem für seine Ledertaschen und Seidenschals berühmte Modehaus sprach von einem "ganz außergewöhnlichen Jahr". Wenn es nicht die Lieferprobleme gegeben hätte, dann wäre womöglich der Umsatzwert von drei Mrd. Euro durchbrochen worden. Dieser könnte sehr gut 2012 erreicht werden, sagte Firmenchef Patrick Thomas der Nachrichtenagentur AFP. 2010 hatte der Umsatz bei 2,4 Mrd. Euro gelegen, im Jahr 2009 bei 1,9 Milliarden. Die Bilanz will das Luxusgüter-Unternehmen am 22. März offiziell vorlegen.

Rekordgewinn für LVMH

Auch andere Luxusmarken wie der französische Luxuskonzern LVMH blieben 2011 von der weltweiten Wirtschaftskrise verschont - auch dank der stark wachsenden Nachfrage aus Schwellenländern, vor allem in Asien. So konnte Hermes bei den Verkäufen in China um 36 Prozent zulegen. Aber auch in den USA (plus 26 Prozent) und in Europa (plus 16 Prozent) blieb die Nachfrage stark. Der Konzern LVMH, zu dem Nobelmarken wie Vuitton, Kenzo und Givenchy sowie die Champagnermarke Moet et Chandon gehören, hatte erst vor wenigen Tagen einen Rekordgewinn von mehr als drei Milliarden für das Jahr 2011 vermeldet.

Hugo Boss setzt sich durch

Die ungebrochene Lust auf teurere Marken hat auch Deutschlands größtem Modehersteller Hugo Boss zu einem prächtigen Jahresabschluss verholfen. Das mit Modekonzernen wie Tommy Hilfinger, Ralph Lauren oder Burberry im Wettbewerb stehende schwäbische Unternehmen profitierte unter anderem von einem florierenden Weihnachtsgeschäft. Das Unternehmen aus Metzingen setzte 2,06 Milliarden Euro um, was 19 Prozent mehr war als im Jahr zuvor und ebenfalls über den Prognosen der Analysten lag.

(APA/AFP)

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