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Noch ein paar Notizen zum Thema „Skyfall“

10.10.2012 | 17:49 |  OLIVER PINK (Die Presse)

Warum Konsumenten von Bond-Filmen nicht öfter aus dem All springen, ist eigentlich verwunderlich. Denn etwas Langweiligeres als ein James-Bond-Film ist in unserem Sonnensystem kaum vorstellbar.

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Wann ich das letzte Mal vor dem Fernseher bei einem Film eingeschlafen bin? Richtig – Sie haben es erraten: Es war beim James-Bond-Streifen „Casino Royal“

Eine Kehrseite unserer friedlichen Gesellschaft ohne kriegsbedingte Grenzerfahrungen ist ja, dass den Menschen schnell langweilig wird und ist. Dann fahren sie in einem Wok einen Eiskanal hinunter, stellen sich frühmorgens stundenlang um ein Smartphone an, gehen als Achtzigjährige in die Politik oder springen aus dem Weltall.

Wieso Konsumenten von James-Bond-Filmen Letzteres nicht öfters tun, ist eigentlich dann doch verwunderlich. Denn etwas Langweiligeres als ein James-Bond-Film ist in unserem Sonnensystem kaum vorstellbar. Da kann sich der ORF-„Kulturmontag“, wie diese Woche geschehen, noch so sehr bemühen, sich dem Ganzen feuilletonistisch zu nähern, um der Geheimagenten-Serie einen intellektuellen oder zumindest zeitgeistigen Anstrich zu geben.

James-Bond-Filme sind weder spannend (nicht zuletzt ob des absehbaren Endes) noch lustig, sie sind nicht berührend und man lernt auch nichts dabei. Alle Gründe, sich einen Film anzusehen, fallen in diesem Fall also weg. Und das dürfte auch im Falle von „Skyfall“ nicht anders sein.

Angesehen habe ich mir „Casino Royal“ übrigens nur deshalb, weil eine Villa darin eine tragende Rolle spielt, die ich wenige Wochen davor bei einem Kurz-Trip an den Comer See aus der Entfernung persönlich in Augenschein hatte nehmen dürfen. Ich habe es aber nicht mehr geschafft. Denn als die Villa dann ihren Auftritt hatte, schlief ich schon. Und mir träumte, ich spränge aus der Stratosphäre herab.

 

E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.10.2012)

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