25.05.2012 13:22 | Meine Presse Merkliste 0

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich

01.02.2012 | 18:14 |  OLIVER PINK (Die Presse)

Sollte man sich ernsthaft Sorgen machen, wenn man ähnliche Gedanken hat wie Heinz-Christian Strache?

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Sonntagnachmittag, es war der Tag, bevor Heinz-Christian Straches „Wir sind die neuen Juden“- Sager publik werden sollte, fuhr ich mit dem Kinderwagen durch den Innenhof des WUK. Unter dem Eindruck der alten Backsteinmauern und der linksalternativen Einrichtung sowie jener Medienberichte, in denen davon die Rede war, dass Freitagabend in manchen Gassen regelrecht Jagd auf Ballbesucher gemacht wurde, diese bespuckt und auch tätlich angegriffen wurden, kam mir insgeheim der Gedanke: Vielleicht übersehen wir da etwas. Vielleicht entsteht aus dem Unrecht von gestern neues Unrecht, wenn die Tugendterroristen von heute glauben, die Untaten der Vergangenheit rächen zu müssen, indem sie Damen im Ballkleid attackieren. Vielleicht geht es den Burschenschaftern, die, ohne selbst gewalttätig zu sein (außer gegen sich selbst), einfach ihre Traditionen pflegen wollen, ja heute ähnlich wie seinerzeit jenen, die – unter dem Applaus vieler Burschenschafter –, zu Opfern von Übergriffen wurden und auch nur in Ruhe ihren Traditionen nachgehen wollten. Mit dem Unterschied freilich, dass der Staatsapparat seinerzeit hinter den Ausschreitungen, die im Massenmord endeten, stand.

Und seither frage ich mich: Sollte man sich ernsthaft Sorgen machen, wenn man ähnliche Gedanken wie HC Strache hat? Oder ist es zulässig, darüber nachzudenken, welche Folgen es haben kann, wenn der Mainstream der Mehrheitsgesellschaft darüber entscheidet, wer gut und böse ist? Das ist im heutigen Fall relativ harmlos, seinerzeit war es jedoch fatal.

Ein zweiter Gedanke kam mir am Sonntag dann übrigens auch noch: Ganz grundsätzlich hätte ich es ganz gern, wenn mein Kind weder in den WUK-Kindergarten kommt noch Burschenschafter wird.

 

E-Mails an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.02.2012)

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44 Kommentare
 
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Gast: toleranzbeginntbeiandersdenkenden
20.02.2012 23:25
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Am Ball bleiben...

Pink trifft ins Schwarze.

Wenn man kritisiert wird hat man etwas richtig gemacht...

... denn man greift nur den Spieler an der den Ball hat.

Offensichtlich ist ein Körnchen Wahrheit dran sonst würden sich nicht so viele künstlich aufgeregt die Faschismuskeule schwingen?

Antworten Gast: Kontrapunkt2006
26.02.2012 19:23
0 0

Re: Am Ball bleiben...

Sie machen sich die Sache recht einfach - jeder, der kritisiert wird, hat was richtig gemacht? Aha ...
Und der Vorwurf der "künstlichen Aufregung" ist ebenfalls viel leichter auszusprechen, als auf nur eines der eingebrachten Argumente zu reagieren.

Toleranz beginnt bei Andersdenkenden, das ist richtig.
Toleranz hat ihre Grenzen ist aber auch richtig.

Gast: Mercutcio
05.02.2012 19:59
1 0

Um ihre Frage zu beantworten

Ja! Sollte man!

Wer sich in seiner Denk- und Argumentationsweise der Retorsion bedient, sollte sich ernsthafte Sorgen um seine geistigen Fähigkeiten machen.

Die Fähigkeit zu differenzierenten Analysen ist erwünscht.
Links motivierte Gewalttaten sind wie alle anderen dieser Art entschieden zurückzuweisen und nicht mit irgendeinem fehlinterpretierten "political correctness"-Verständnis zu relativieren.

Aber sich nicht klar von der Sprach- und Gedankenwelt Rechtsextremer abzugrenzen, weil man glaubt einem gemeinsamen politischen 'Feind' entgegentreten zu müssen, ist abscheulich. Dies hat absolut nichts mit bürgerlichen Tugenden zu tun.

Man stelle sich nur vor die KPÖ wäre die stärkste Oppositionspartei des Landes, ihr Fraktionsführer würde sich und seine Geistesgenossen mit den Opfern des Stalinismus gleichsetzen und ein führender Standard Redakteur würde einen ähnlich freunliche Replik darauf verfassen, wie Herr Pink es hier im Zuge des Straches Sager getan hat.
Die Aufregung wäre (zurecht) sehr groß!

Der Zweck reinigt nie die Mittel!

Gast: Kontrapunkt2006
05.02.2012 17:21
4 1

Reaktion seites der Presse notwendig

Sehr geehrter Herr Pink, sehr geehrte Presse-Redaktion,

der Kommentar "Mein Donnerstag" zu den Geschehnissen des WRK-Balls sollte auch in der Presse nicht unkommentiert stehen gelassen werden. Definitiv nicht tragbar ist folgender Satz:
"Vielleicht geht es den Burschenschaftern, die [...] einfach ihre Traditionen pflegen wollen, ja heute ähnlich wie seinerzeit jenen, die [...] zu Opfern von Übergriffen wurden und auch nur in Ruhe ihren Traditionen nachgehen wollten."

Diese Verzerrung der Tatsachen spielt der Argumentation der Rechtsextremen in die Hände und ist darüber hinaus Unsinn: Juden wurden nicht verfolgt, weil Sie ihre Traditionen pflegen wollten. Das Judesein war schlicht ein willkürlich gewähltes Merkmal - unabhängig von Lebensführung und auch Konfession, schlicht aus der familiären Herkunft abgeleitet -, welches als Anlass zum Mord an Mitbürgern diente. Bei den Besuchern des WKR-Balls handelte es sich dagegen um eine "Gessinnungsgemeinschaft" (H. C. Strache), der im übrigen auch antisemitische Tendenzen nicht fremd sind.

Ich habe kein Problem damit, wenn Sie, Herr Pink, Stellung gegen Gewaltanwendung beziehen. Bei Ihrer Argumentation handelt es sich aber um eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus, wenn Sie als Anlass der Verfolgung Bräuche unterstellen, die implizit mit dem Treiben der Burschenschafter auf eine Ebene zu stellen seien.

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Re: Reaktion seites der Presse notwendig

Dass der Satz nicht tragbar ist, glaube ich nicht. Der Holocaust war ja nur das Ende einer Entwicklung, die schon lange davor mit Übergriffen auf Juden begonnen hat. Diese gab es auch schon Jahrhunderte davor. Und neben dem Neid der Mehrheitsbevölkerung auf deren wirtschaftlichen Erfolg war ein Grund für den Judenhass sicher auch, dass diese - trotz den Versuchen von Zwangstaufen - an ihrer Konfession und an ihren Traditionen festhielten, was vielen in der Mehrheitsbevölkerung nicht passte und die Juden dort zu Außenseitern machte, die dann auch verfolgt wurden. Ich habe mir einfach die Frage gestellt: Wie hat das damals begonnen? Und könnte es sein, dass heute Ähnliches beginntß Tut es aber aller realistischen Voraussicht nach eh nicht.

Antworten Antworten Gast: Analyseeinheit
06.02.2012 20:03
1 0

Klischees dreschen

Sehr geehrter Herr Pink,
leider weist auch Ihre Replik historisch untragbare Sätze auf. Im Kern ist manches richtig, aber mit den von Ihnen formulierten Konsequenzen liegen Sie zum Teil daneben.
Es ist richtig, dass der Holocaust nicht vom Himmel fiel, sondern der Gipfel einer jahrhundertelang schwelenden Entwicklung war, sie als Ende zu bezeichnen, scheint gewagt. Das zeigt sich sogar bei Ihrer nicht relativierten Aussage, dass "neben dem Neid der Mehrheitsbevölkerung auf deren wirtschaftlichen Erfolg [...] ein Grund für den Judenhass sicher auch [...] " der Verbleib in der eigenen Religion "trotz den Versuchen von Zwangstaufen" war. Es müsste bitte heißen, dass der wirtschaftliche Erfolg MANCHER Juden, denn es hat stets mehr Arme als Reiche auch unter den Juden gegeben, wie in allen anderen religiösen Gemeinschaften auch, zum Neid geführt hat. Das Problem ist die bis heute noch von gängigen Klischees verblendete unaufgeklärte Haltung der Mehrheitsgesellschaft.
Weiters wurden im Holocaust auch Menschen als Juden verfolgt deren Familien - sogar freiwillig getauft - schon lange nicht mehr die "Traditionen" des Judentums lebten. Wobei dieser Ausdruck für die Ausübung einer Weltreligion sehr folkloristisch klingt, würden Sie einen praktizierenden Katholiken als eine Art Brauchtumspfleger sehen?
Es mag den Hass Einzelner erklären, unproplematisiert sollte es nicht geschrieben werden. Unter Christen nennt man die trotz Zwang am Glauben Festhaltenden immerhin Märtyrer.

Antworten Antworten Antworten Gast: Kontrapunkt2006
07.02.2012 17:34
0 0

Re: Klischees dreschen

Dem kann ich mich nur anschließen. Nochmal: die Besucher des WKR-Balls bezeichnen sich mehrheitlich selbst als Gesinnungsgemeinschaft (Herr Stache hat das gesagt - der war as Redner offensichtlich akzeptiert und willkommen); die Selbstdarstellung vieler stud. Verbindungen in der Öffentlichkeit ist mehr als problematisch (Vorträge von Holocaust-Leugnern, deutschnationale Positionen etc.); insofern sind die Demonstrationen eine unmittelbare Reaktion, eben ein Protest gegen diese Haltungen. Dieser ist möglicherweise eskaliert - bei Gewaltanwendung muss der Rechtstaat eingreifen - da sind wir uns zweifellos einig.
Die Situation im Dritten Reich hat aber dennoch nichts mit diesen Ereignissen zu tun - um es auf den Punkt zu bringen: Aufgrund eines willkürlichen Merkmals wurden Mitbürger, die sich u. U. durch nichts von ihren Nachbarn hervorhoben (da sie vielleicht kaum je über ihr Judentum nachgedacht hatten) aus ihrem Lebensumfeld herausgerissen und letztlich ermordet.
Herr Pink, ich unterstelle Ihnen keine rechtsradikale Haltung - aber mit der Sanktion des Vergleichs spielen Sie der Argumentation der Rechtsradikialen, die auf eine Relativierung des Holocaust hinausläuft, in die Hände. Dass Sie eigentlich etwas anderes meinen, ist mir klar - das ändert aber nichts am Ergebnis der schiefen Darstellung.

artigiano
05.02.2012 14:35
2 2

vodoo-journalismus

sehr geehrter herr pink,

beim ball und den demonstrationen vor der haustür wurde fotografiert, was das zeug hält, egal ob mit kameras oder mobiltelefonen.

wo sind die bilder, welche die angriffe auf damen in ballkleidern belegen? auf welchen bildern ist zu sehen, dass ballbesucher von demonstranten bespuckt wurden?

von einem presse-journalisten erwarte ich mir schon, dass er seine dramatischen schilderungen auch mit bildern unterlegt.

also her mit den fotos!

Antworten Gast: mh
23.02.2012 12:33
0 0

Re: vodoo-journalismus

aber um Strache irgendwelche Sager zu unterstellen, brauchen Sie kein Tonband oder ein Viedeo?!?!?!?!

so viel zum Thema Objektivität!

Gratulation an Hr. Pink!

Es gibt ihn doch noch, den objektiven Journalismus!

Gast: Nicht-FPÖ-Wähler
04.02.2012 17:14
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Sehr guter Text

Sollte alle und vor allem die Linken zum Nachdenken anregen. Linke Gewalt ist um keinen Deut besser als rechte Gewalt.

Antworten Gast: entsetzte politikwissenschaftsstudentin
04.02.2012 18:31
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Re: Sehr guter?? Text

sie missverstehen die lage! die meisten (gebildeten) menschen, die diesen demos beiwohnen, distanzieren sich aufs schärfste von gewaltbereiten, von mir aus linksextremen oder wie immer sie diese dann benennen wollen, ich würde diese eher als vereinzelte aussichtslose (alkoholisierte) wutentbrannte jugendliche, die solche friedlichen veranstaltungen leider nutzen um ihren frust kund zu tun, beschreiben..das will keiner totschweigen, dass es auch solche unangenehmen besucher gibt, aber mal ehrlich, bei 6000-8000 demonstranten, die friedlich demonstrieren, waren es nur vereinzelte personen, die man leider nicht verhindern kann, weil diese veranstaltungen öffentlich zugänglich sind, die ärger suchten oder provozierten, wovon wiederum die menge nichts mitbekommt, weil sich derartige dinge am rande dieser ereignen..und herrm PINK, der seinem namen leider gar nicht gerecht wird, wenn es um toleranz geht, ist halt einer dieser typischen sparte övp-opportunisten, die zwar keinem lager zugehörig sein wollen, im fall des falles aber mit der rechten seite sympathisieren würden, das hat die geschichte uns gelehrt! diese meinung ist zwar zu akzeptieren, hat aber in einer tageszeitung wirklich GAR nichts verloren!

6 3

Leider ist Einbildung bei manchen die einzige Bildung

1) "Jagd auf Ballbesucher": Entweder ist diese Formulierung als schlechte Metapher zu verstehen, oder Herr Pink weiß schlicht und ergreifend nicht was eine Jagd ist.
2) "ohne selbst gewalttätig zu sein": Entweder hat Herr Pink keine Ahnung, oder leugnet bewusst Gewalttaten die von Burschenschaftern ausgegangen sind (nicht nur historisch), so waren beispielsweise Günther Kümel (der Mörder Ernst Kirchwegers) und einige Südtirolbomber Burschenschafter.
3) "Mit dem Unterschied [...] dass der Staatsapparat [...] hinter den Ausschreitungen, die im Massenmord endeten, stand.": Wenn das der einzige Unterschied sein sollte, der Herrn Pink auffällt, kann man nicht anders als ihm ein relativierendes Geschichtsbild zu attestieren. Ich könnte ihm einige gute Nachhilfelehrer_innen empfehlen.

Gast: Kary
04.02.2012 16:01
6 4

Brauner Ausfluss

Sehr geehrter Herr Pink,

ich finde keine Worte, um den geistlosen Unsinn zu kommentieren. Im Kleinformat erwartet man solche Artikel, die offensichtlich einem Fiebertraum entsprungen sind, aber in der Presse finde es befremdlich.

Gast: entsetzte politikwissenschaftsstudentin
04.02.2012 15:43
5 5

versteht die welt nicht mehr

abgesehen davon, dass ich die PRESSE aufgrund ihrer Sicht der Dinge, der politischen Kultur, ihrer Aufmachung und Ideologie nicht mag und schon lange nicht mehr lese, hat diese das mit obigem Artikel wiederholt bestätigt. Die Presse ist nicht nur ein Schlafmittel (Thomas Bernhard), sondern ein Brechmittel par excellence. Ich war selber auf dieser besagten Demo, habe alles friedlich erlebt und mir wurde nur über die Medien am nächsten Tag ein sehr verzehrtes Bild wiedergegeben, was ich absolut nicht bestätigen kann. DIe Ähnlichkeiten zwischen den 1930-ern und 2012 sind befremdlich und angsterregend und es gilt gegen diese Formen der Unterwanderung politischer Rechter und rechtsextremer Gedankenguts aufzutreten und anzukämpfen. Für alle, die mal sehen wollen, wie "friedlich" Burschenschafter reagieren, wenn man sie filmt, und welche Weltanschauungen diese haben, voila, nur eines von vielen Beispielen: http://www.youtube.com/watch?v=x4JYqoV9rv4" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=x4JYqoV9rv4 mfG, eine entsetzte Tageszeitungsleserin und Politikwissenschafterin (aber die Presse kommt mir schon lange nicht mehr ins Haus!)

Kaktus
04.02.2012 15:33
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Offener Brief an Oliver Pink

Sehr geehrter Herr Pink,

als friedlicher Demonstrant am 27.1. gegen Rechtsextremismus und WKR-Ball bitte ich sie um eine Erklärung des von Ihnen benutzten Begroiffes „Tugendterrorist“.
Zudem erwarte ich von Autoren in der Presse ein Mindestmaß an Fingerspitzengefühl und journalistischer Reife.
Menschen, die couragiert gegen die bewusste Verharmlosung und Relativierung der Nazi-Verbrechen auftreten, mit dem Wort „Terror“ in Verbindung zu bringen ist beleidigend.

3 3

Re: Offener Brief an Oliver Pink

Ein Tugendterrorist ist einer, der sich auf einer höheren moralischen Ebene wähnt (möglicherweise sogar zu Recht) und seine grundsätzlich tugendhafte Haltung auch anderen verordnen will, ob die wollen oder nicht. Notfalls auch mit Gewalt wie in der Französischen Revolution, als der radikale Flügel der Jakobiner alle, die von der reinen progessiven Lehre abwichen (oder was diese dafür hielten) zur Guillotine schleppten - das ist allerdings schon die Extremvariante. In der aktuellen Spielart ist das selbstverständlich harmloser, kann aber wie man sieht auch in Attacken auf Ballbesucher ausarten. Ganz grundsätzlich finde ich zum Beispiel die Anti-Burschenschafter-Demo am 8. Mai sehr in Ordnung, denn es ist wirklich eine Provokation am Tag der Befreiung vom NS-Regime ein "Heldengedenken" abzuhalten. Eine Demo gegen ein Ball - ob nun Opern-, Jäger, oder WKR-Ball -, finde ich allerdings eher dämlich. Aber das wahrscheinlich auch typisch österreichisch, dass die einen so gerne auf Bälle gehen und andere dann dagegen demonstrieren.

Kaktus
04.02.2012 15:19
2 4

Tugendterroristen?

Wer schreibt denn so einen Blödsinn? Warum werden dann nicht alle, die sich Sorgen wegen Verharmlosung der extremen Rechten machen, gleich als Gutmenschen oder linke Träumer bezeichnet.
Geht's noch, liebe ex-bürgerliche Presse?

Gast: wasauchimmer
04.02.2012 14:36
0 2

..

"Es ging lediglich darum, ein Unbehagen darüber zum Ausdruck zu bringen, dass es bei einem Ball (!!!) Auschreitungen wie schon lange nicht mehr gegeben hat."

Ich finde es falsch, wie von manchen Linken das heruntergespielt wurde, genauso falsch ist es aber, es zu überspielen. Genau das macht dieser Artikel aber..

Gast: Ballbesucher
04.02.2012 09:26
2 2

Früher,

da waren gewalttätige Ausschreitungen beim OPERNBALL usus. Erinnern Sie sich noch an den als Rammbock verwendeten Mercedes?
Wurde der Opernball wegen der Ausschreitungen aus der Oper gejagt?

Als dort dann nichts mehr ging, wegen der Polizei, war der JÄGERBALL drann. Hr. Konrad hat sicher für entsprechende Sicherungsmaßnahmen sorgen lassen.
Wurde der Jägerball aus der Hofburg gejagt?

So, jetzt haben wir es geschafft, der WKR-BALL ist dran. Die Medienberichterstattung, die die Tätlichkeiten der Demonstranten immer verniedlicht, hat den "Hofburgveranstaltern" das Argument geliefert. Die Veranstalter des Balls sind Schuld. Nicht die aggressiven Randalierer!
Also wird der WKR-Ball aus der Hofburg gejagt!

Alle werden gleich behandelt??????????????

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Eigenständiges Denken...

und das in den österreichischen Medien. Dass man sowas noch erlebt! Zugegebenermaßen eigentlich immer nur in der Presse.

Aber Gratulation! Kurz und prägnant auf den Punkt gebracht, was Sache ist.

Gast: bedenklich
03.02.2012 17:58
4 3

ja, es sollte sorgen machen

ja, es sollte sorgen machen
das unrecht der judenverfolgung in zusammenhang zu bringen mit dem unrecht ausufernder demonstrationen von menschen mangelnden reflektionsvermögens, die ihre politische ausrichtung als ventil für unterdrückte aggression oder langeweile missbrauchen, zeugt nicht davon, dass man über den dingen oder in der "mitte" steht

sollte dem autor selbst etwas reflektionsvermögen verblieben sein, sollte er hinterfragen, welche persönlichen aversionen ihn zu einem vergleich führen, den man in seiner absurdität man ansonsten eben nur von einem herrn strache erwartet

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Re: ja, es sollte sorgen machen

Der Vergleich ist nicht so absurd: Wenn man gegen mehr Zuwanderung ist, gilt man doch auch sofort als Nazi.

Übertreibungen sind gerade bei Nazivergleichen - gerade aus dem linken Lager - mehr als üblich.

Gast: kritischerBeobachter
03.02.2012 17:37
4 8

Endlich!

Endlich ein vernünftiger Artikel nach dem ganzen Unsinn der letzten Tage! Welch eine Wohltat!

2 7

Einer denkt darüber nach

Wahnsinn! Und ich hab schon gedacht, es gibt gar niemanden mehr, der einmal seinen Kopf benutzt, bevor er Artikel schreibt.

Immerhin gibt es jetzt mit Oliver Pink zumindest einen Journalisten, der zweimal nachdenkt, bevor er dem nächsten Diktator die gestreckte Hand entgegenstreckt. Alle anderen scheinen schon jetzt eingekauft.

nopod
03.02.2012 15:06
3 6

Wenn das stimmt, warum gibt es keine Bilder?

Es gibt ein Video auf dem zu sehen ist, wie ein Demonstrant von Polizisten gejagt und niedergeworfen wird. Was er angestellt haben soll, sieht man nicht. Wenn einer Ballbesucherin das Kleid runtergerissen wird, was an anderer Stelle kolportiert wurde, sind so viele Kameras drauf, denn das wäre ein super Bild. Jeder hat Handys dabei, fast jedes Handy kann Fotos machen. Wo sind die Bilder? Oder ist es nur hören sagen? Ein Video gibt es allerdings:
http://www.youtube.com/watch?v=x4JYqoV9rv4

Gast: franzerl1
03.02.2012 14:30
5 3

mein eindruck

mein eindruck von dieser demo war eher, dass die meisten leute weniger wegen dem kampf gegen rechtsextremismus hingegangen sind, sondern eher wegen der zu erwartenden action...

 
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