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Schluss mit der Romantik um den Schulschluss

15.06.2012 | 18:40 |  DIETMAR NEUWIRTH (Die Presse)

Die letzen Wochen vor Ferienbeginn stellen Eltern vor besondere Herausforderungen.

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Üblicherweise kommt es ganz schlecht, seine Leserinnen mit den Bedingungen oder der Verfassung zu befassen, unter denen journalistische Beiträge – und sei es eine Kolumne – verfasst werden. Fassen wir dennoch allen Mut und die Ereignisse der nächsten Stunden, Tage und Wochen zusammen. Hoffentlich fällt nicht allzu sehr auf, dass die Zeilen unter besonderem Druck geschrieben wurden. Die Druckerei ist es nicht, die aktuell politische oder wirtschaftliche Situation ist es nicht. Es ist der Schulschluss. Nein, die Kinder müssen für keine „Entscheidungsprüfungen“ präpariert werden, danke der Nachfrage. Jetzt ist die Zeit, in der nicht die Schüler, sondern die Eltern ihre Leistungsfähigkeit zu beweisen haben. Termine von Gitarre-, Klavier-, Schlagzeug-, Triangelkonzerten, Theater- und Tanzvorführungen, allerlei sportlichen Turnieren und schulischen Sommerfesten, Abschlussheurigen und- messen, Projekttagen, Ausflügen etc. wollen erst einmal zwecks Kinder-Shuttledienstes koordiniert sein. Da ist von der Zeit für den Besuch der Gitarre-, Klavier-... (ich will Sie nicht langweilen) noch gar nicht die Rede.

Apropos Besuch. Allein die Kinder morgens überhaupt noch zum Besuch der Schule zu bewegen gestaltet sich immer schwieriger. Jetzt, da alle Noten entschieden, viele Stunden verplämpert werden, beginnen die Argumente auszugehen. Aber, wie gesagt, das vom Elternverein veranstaltete Sommerfest wartet. Die Getränke werden von den einen gekühlt, Brote von den anderen belegt, Palatschinken vorbereitet sein. Hoffentlich! Es gibt auch noch andere Dienstleistungen, die pflichtbewusste Eltern bei derartigen Veranstaltungen zu erbringen haben. Irgendjemand muss ja die Hauptkassa übernehmen. Bin dann mal weg.

 

E-Mails an: dietmar.neuwirth@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2012)

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