Das große Versteigern

26.12.2012 | 18:04 |   (Die Presse)

Zehn Prozent der Österreicher verkaufen Weihnachtsgeschenke sofort online weiter. 84 Mio. Euro wurden heuer in Geschenke investiert, die sich als falsch herausgestellt haben.

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Wien/Red. Was macht ein Vegetarier mit einem Henderl-Griller? Er verkauft das ungeliebte Weihnachtsgeschenk sofort online weiter. So wie er machen es rund zehn Prozent der Österreicher, wie aus einer aktuellen Studie des Online-Auktionshauses eBay hervorgeht. Sie wurde von TNS UK bei 1051 Österreichern durchgeführt.

84 Mio. Euro wurden heuer in Geschenke investiert, die sich als falsch herausgestellt haben. Jeder dritte Österreicher fand zumindest ein Präsent unter dem Christbaum, das ihm keine Freude bereitet hat. Ein Drittel der Betroffenen verräumt das ungeliebte Präsent, 18 Prozent schenken es einfach weiter. 14 Prozent tauschen es um, und zehn Prozent versteigern es und erfüllen sich mit dem Erlös einen „echten“ Wunsch bzw. sparen das Geld. Besonders aktiv auf Online-Plattformen sind die 25- bis 34-Jährigen.

Manche fackeln dabei nicht lang. „Wir verzeichnen bereits am Morgen des 25. Dezember einen deutlichen Anstieg der Besucher auf unserer Plattform“, sagt eBay-Österreich-Sprecher Jürgen Gangoly. Das Angebot lockt natürlich auch die Schnäppchenjäger: In keiner anderen Zeit im Jahr wimmelt es nämlich von so vielen nagelneuen Produkten zu Bestpreisen wie unmittelbar nach Weihnachten.

Die Erfahrung bei eBay: Manche Übereifrige (zwei Prozent der Befragten) sichern sich in diesen Tagen schon die Geschenke für nächstes Jahr.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.12.2012)

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