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Motorrad: Wasser, marsch!

19.07.2012 | 18:21 |   (Die Presse)

BMW arbeitet an einer neuen Motorengeneration. Es wird beim Boxer bleiben – wassergekühlt.

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Seit fast neunzig Jahren stehen BMW-Motorräder für den Boxermotor – für viele Fans ist dies der einzig wahre Motor. Der Erfolg gibt den Bayern recht. Die R 1200 GS ist das meist verkaufte Motorrad in ihrer Klasse in Europa. Ein Rekordjahr der Motorrad-Division jagt seit Firmenbestehen das nächste.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Neben der sehr erfolgreichen Ducati Multistrada macht man sich auch bei Honda, Kawasaki, Yamaha, Triumph und KTM auf die Jagd nach dem Bestseller. Doch BMW hat die Antwort schon bereit. Vermutlich noch im Oktober wird auf der Intermot in Köln eine komplett neue GS präsentiert. Der Clou ist ein neues Triebwerk, das außer dem Boxer-Layout nichts mehr mit den bisherigen Motoren zu tun haben wird. Vor allem ist es flüssigkeitsgekühlt. Dies wurde notwendig, um den immer strenger werdenden Abgasvorschriften zu begegnen und gleichzeitig die Leistung auf das Niveau der Konkurrenz zu bringen. Insider sprechen von etwa 130 PS aus nunmehr 1250 cm Hubraum. Dazu wird nun auch eine Nasskupplung anstelle der bisherigen Trockenkupplung verwendet, die Schmierung des Getriebes ist in den Ölkreislauf des Motors integriert.

Diese Maßnahmen dienen vor allem der Gewichtsersparnis, hier will man die Nase unbedingt vorn haben. Dies sollte kein Problem sein, denn die Großenduros der meisten Konkurrenten bringen schon heute oft etliche Zentner mehr auf die Waage als die ebenfalls nicht gerade leichtgewichtige BMW.

Optisch wird man sich bei der neuen GS aber auf keine Experimente einlassen, nur auf den zweiten Blick wird der neue Motor als solcher zu erkennen sein. Dazu werden die Kühler gut versteckt sein, sogar die (eigentlich nicht mehr notwendigen) Kühlrippen an den Zylindern werden wohl erhalten bleiben. Nach der GS werden nach und nach auch die übrigen Boxermodelle mit dem neuen Triebwerk ausgestattet werden, denn zwei Motorbaureihen wird man sich sicher auf die Dauer nicht leisten wollen. ff

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.07.2012)

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