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Fiat Panda: Motor glatt halbiert, nicht aber der Verbrauch

26.07.2012 | 18:13 |  TIMO VÖLKER (Die Presse)

Der Panda ist ein Sympathieträger, aber einer, der die Sympathien zuweilen auch strapaziert. Man könnte sagen, das ist bei Fiat immer so.

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Der Panda ist ein Sympathieträger, aber einer, der die Sympathien zuweilen auch strapaziert. Man könnte sagen, das ist bei Fiat immer so.

Die guten Seiten des Panda sind sein freundliches Design, das Fiat seit dem Knüller 500 gefunden zu haben scheint, und ein fröhliches Interieur, mit plastisch gemusterten Sitzbezügen, die Kinder magisch ansprechen. Nett ist das etwas höhere Sitzen, was Überblick verschafft, und dass das Auto trotzdem ordentlich auf der Straße liegt. Wir schätzen auch diesen Schaltknüppel, der, hoch an der Mittelkonsole angeordnet, der Hand entgegenzueilen scheint, so tätschelt man sich locker aus dem Handgelenk durch die fünf Gänge.

Weniger toll sind die Macken, ohne die es bei Fiat offenbar nie ganz gehen will: Immer wieder leuchtete in unserem so gut wie fabriksneuen Testauto ein Warnlicht auf, begleitet von der Mitteilung, dass Hillholder samt ESC (=Stabilitätskontrolle) ausgefallen seien, das ist wirklich nicht beruhigend. Und gelegentlich hat der Startermotor Mühe, seiner Aufgabe nachzukommen: Mehr als einmal ist es vorgekommen, dass sich der Motor nach der vom Start-Stopp-System verordneten Zwangsrast nicht wieder (spontan) anwerfen ließ. Das ist ziemlich fad an der Kreuzung und gehört schnellstens kuriert.

Der Motor selbst zieht sowohl Lob als auch Schelte auf sich. Der 85PS starke Zweizylinder entwickelt dank Turbo einen beachtlichen Durchzug, das ist von kleinen Benzinern üblicherweise nicht zu haben. In diesen Augenblicken, wenn man bei moderaten Drehzahlen aufs Gas steigt und mit dem einsetzenden Schub sehr viel stärkere Autos kalt erwischt, macht dieses Auto richtig Spaß, so auf die freche Art und Weise.

Weniger toll ist das Geräusch, das etwas ärmlich nach Mopedauto klingt, und die Tatsache, dass man den Schub nur bekommt, wenn man von der Eco-Taste lässt. Diese wiederum – sie kappt Leistung und Drehmoment empfindlich – ist aber Voraussetzung, dass dieser Zweizylinder wirklich sparsam ist. So sind wir unter acht Liter im Stadtverkehr nie gekommen, und das ist ein bisschen unverschämt. Ohne Turbo wollen wir uns diesen 0,9-Liter-Motor erst recht nicht vorstellen, da droht endgültig das Match mit Mopedautos. Mit 14.090 Euro ist der Panda (in Maximalausstattung) auch nicht so günstig, wie man das von dieser Handvoll Auto erwarten würde. Da gibt es gefährlich Konkurrenz für den kleinen Fiat.

Auf einen Blick

Fiat Panda 0.9 TwinAir Turbo 85 Lounge

Maße: L/B/H 3653/1643/1551mm; Radstand 2300mm; Leergewicht 975kg; Ladevolumen 225 bis maximal 870 Liter

Motor: 2-Zylinder-Turbo-Otto, 875cm, 62,5kW (85PS) bei 5500/min, 145Nm bei 1900/min. Testverbrauch 8,3l/100km. Fünfganggetriebe manuell, Frontantrieb

Preis: 14.090 Euro

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.07.2012)

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3 Kommentare
Gast: skepsis00
05.08.2012 21:20
0 0

zuviel

genau so wie bei all diesen kleinen turbo heulern entgegen aller NEFZ schönrederei in der stadt wahrscheinlich zwischen 8-10l, mix 7l und autobahn 5.5-6.

das kann ein toyota starlet von 1980 schon besser und der hat keine probleme in sachen anspringverhalten und braucht auch keine 15s auf 100. soviel zum fortschritt aber hauptsache ein 8" display drinnen :)

Und wie hoch ist jetzt der Verbrauch?


Antworten Gast: Gastuser
06.08.2012 12:00
0 0

Re: Und wie hoch ist jetzt der Verbrauch?

Testverbrauch 8,3l/100km.

mit meiner 2003er micra 1,4 benzin UND Automatik habe ich <8l benötigt. der hatte weder turbo noch direkteinspritzung.

downsizing ist zwar eine nette idee, aber je mehr man dies betreibt desto wirkungsloser ist er!

nicht umso gibt es den spruch: hubraum ist durch nichts anderes als noch mehr hubraum zu ersetzen.
tw. geht dies mit turbo und einspritzung, aber je mehr man reduziert, desto weniger bringt es