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Volvo C30: Fürs Klima zur Tankstelle

09.08.2012 | 18:24 |   (Die Presse)

Die Elektroversion des Volvo C30 zeigt: Der Akku ist zum Fahren da, nicht zum Heizen.

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Die Reichweite ist die Achillesferse von Elektroautos. Hier zeigt die aktuelle Akkutechnik allen Herstellern gleich die Grenzen auf. Nach etwa 150 Kilometern ist Schluss – zumindest in der Theorie. Wie beim Normverbrauch von Verbrennungsmotoren gilt auch bei den Elektroautos: Der Alltag sieht anders aus. Bereits die Klimaanlage/Heizung kann bis zu einem Viertel dieser Kilometer „fressen“.

150 Kilometer Reichweite lautet auch die Herstellerangabe beim Volvo C30 Electric. Ein Wert, dem man sich in der Praxis jedoch durchaus annähern kann, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Und zwar durch intelligentes Thermomanagement. Beim Elektro-Volvo wird der größte zusätzliche Verbraucher extern versorgt. Während der Fahrt wird die Klimaanlage im Regelfall mit Ethanol betrieben. Das Gleiche gilt auch für die Temperierung der 24-kWh-Batterie. 14,5 Liter fasst der Ethanoltank, fürs Heizen muss man nur mehr alle heiligen Zeiten zur Tankstelle. Oder auf Elektrobetrieb umschalten, das geht auch.

 

Acht E-Volvos in Österreich

250 Elektro-Volvos – acht davon in Österreich – sind derzeit in einem Flottenversuch unterwegs. In Serie soll die Technik jedoch erst im neuen V40 kommen. Die Vorgaben des Herstellers: Die Elektrovariante soll so komfortabel, sicher und sportlich wie ein herkömmlicher Volvo sein. Das ist beim C30 Electric bereits durchaus gelungen. Quirlig, antrittsstark, Zug ohne Unterbrechung: Der Elektroantrieb hat fahrdynamisch nun einmal einen hohen Unterhaltungswert. Grundsätzlich, geht der Fahrspaß doch auf Kosten der Reichweite. Wer weit kommen will, muss auf seinen Fahrstil achten. Und den kann Volvo nicht beeinflussen. (mp)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2012)

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