Kinder und Autofahren – nicht immer eine friktionsfreie Paarung, besonders auf langen Strecken. Sind wir schon da? Der Nachwuchs hat eine eigene Einstellung zum Pkw, kümmert sich nicht um Ledersitze und stylishen Schnickschnack. Brösel im Auto, Schuhabdrücke auf der Sitzlehne – das passiert halt.
Entspannung lässt sich im Grand Scénic von Renault finden. Ein Familienfreund in allen Lebenslagen, strapazierfähig und geräumig. Reduziert aufs Wesentliche, aber ohne Verzicht. Alles ist auf Dienstbarkeit ausgerichtet. Bedienung, Schaltung, Sitze umklappen: geht leicht von der Hand. Alles griffbereit, alles ein Kinderspiel. Das Familienleben kann schon kompliziert genug sein, da muss es nicht auch noch das Auto sein.
Der Grand Scénic bietet hohe Praktikabilität, ohne gleich zum Lieferwagen zu mutieren. Der Kompakt-Van (4,57 m Länge) hat durchaus auch fahrerische Qualitäten. Mit 110 PS ist der neue Diesel (mit Start-Stopp) grundsätzlich als Sparvariante ausgelegt, ohne gleich zum Langweiler auszuarten. Hurtig, sanft und leise bewegt der 1,5-Liter-Vierzylinder den Van von A nach B. Das Fahrwerk ist komfortabel, ohne bei flotten Kurven gleich wankelmütig zu werden. 6,5 Liter sind zwar nicht der vom Hersteller versprochene Bestwert in der Klasse, aber doch recht ansehnlich. Zurückhaltung übt Renault auch beim Preis. 33.304 Euro kann man durchaus (mit Navi, Panoramadach und Rückfahrkamera) als familienfreundlich bezeichnen. pit
("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)
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