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Auris im zweiten Anlauf: Hoffen auf goldene Zeiten

Auris zweiten Anlauf Hoffen
Bild: (c) Clemens Fabry 

Der bislang gar unauffällige Toyota Auris gewinnt im neuen Jahrgang an Statur. Mit dem Auto weitet Toyota auch seine Hybridstrategie in der kompakten Klasse aus - jeder zweite Käufer soll sich für die Hybridausführung entscheiden.

 (Die Presse)

Zehn Generationen und 37 Millionen verkaufte Autos seit 1966 kann der Toyota Corolla vorweisen. Der 2007 an seiner statt eingeführte Auris hat dahin noch einen weiten Weg. Immerhin zählt er aber zu den beliebtesten Hybridfahrzeugen seiner Klasse: In Österreich hat sich bisher ein Drittel der Käufer für den Auris als Hybrid entschieden. Beim neuen Jahrgang erwartet man fast die Hälfte.

 

Platz bleibt erhalten

Die Chancen stehen gut, denn der neue kompakte Toyota kann mit einer Menge Verbesserungen aufwarten. Etwa der Optik, die nun kantiger und dynamischer daherkommt. Drinnen findet sich vorn wie hinten angemessen Platz, ebenso im Kofferraum. Dieser ist nun auch bei den Hybridversionen mit 360 Litern so groß wie bei normalen Modellen. Grund ist die nun unter der Beifahrerbank untergebrachte Batterie, sie nimmt keinen Stauraum mehr weg. Die Innenausstattung wirkt wesentlich wohnlicher, der Plastiklook des Vorgängermodells ist passé. Auch um genügend Ablagemöglichkeiten hat man sich gekümmert.

Wenig geändert hat sich bei der Motorisierung. Beim Hybridmodell beschleunigt ein 1,8-Liter Benziner mit 99 PS zusammen mit einem Elektromotor mit maximal 25 kW (37 PS) den Auris in etwas über zehn Sekunden auf 100 und bis maximal 180 km/h. In der Praxis geschieht dies unspektakulär, aber durchaus flott. Wer das Gaspedal streichelt, der fährt auch schon einmal eine Strecke von mehreren Kilometern rein elektrisch, der Übergang ist kaum merkbar. Das stufenlose CVT-Getriebe wurde etwas direkter ausgelegt, sodass der Neue nun etwas lebhafter wirkt. Neben dem Hybridmodell wird der Auris auch mit Benzinern mit 1,3 Liter und 1,6 Liter Hubraum ausgeliefert, die 99 bzw. 136 PS leisten. Dazu kommen zwei Dieselmotoren mit 1,4 (90 PS) und 2,0 Litern (124 PS). Der stärkere Diesel erweist sich als ausgezeichnete Wahl, er liefert schon ab Standgas viel Kraft, mag aber keine hohen Drehzahlen.

Ebenfalls gearbeitet wurde an Fahrwerk und Lenkung. Letztere ist nun wesentlich direkter und präziser ausgelegt, die Federung nervt nicht mit missverstandener Sportlichkeit.

Wie gehabt liefert Toyota den Auris in drei Ausstattungsvarianten – bereits in der Grundausstattung sind Klimaautomatik und ein komplettes Sicherheitspaket an Bord. Die Preise sind erstaunlich moderat und teilweise sogar unter jenen der Vorgängermodelle.

Für die Basisversion mit 1,3-Liter-Benziner müssen 16.770 Euro angelegt werden, Hybrid gibt es ab 24.720Euro. Toyota erhofft sich eine Steigerung im Taxi- und Flottengeschäft, in dem man bislang nur spärlich vertreten ist. Dies könnte sich im Sommer ändern, denn da kommt noch ein Kombi.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2012)

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