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Born in the 70s: Jeder Mensch hat ein Baujahr

14.02.2013 | 18:25 |   (Die Presse)

Neuvorstellung. Mit nostalgischem Themen-Styling rührt das New Beetle Cabrio gekonnt an Emotionen.

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Das meistverkaufte offene Auto in Österreich ist das VW Golf Cabrio, und zwar mit großem Abstand. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Peugeot 308 CC und Renault Mégane Coupé-Cabriolet, mithin zwei Vertreter der Fraktion klappbares Stahldach. Das New Beetle Cabrio stellt sich nicht nur diesem Markt mit größtem Kampfgeist. Der Hersteller hat an den Schwachstellen des alten Modells gründlich gefeilt und lässt das neue eine wesentlich breitere Aufstellung beziehen.

Genutzt werden diese Cabrios der Kompaktklasse als Erstauto, somit das ganze Jahr über. Alltagstauglichkeit steht auf der Wunschliste der Kunden folgerichtig an oberster Stelle. Übersetzt heißt das in aller Regel: mehr Platz.


Alltag zählt

Während das Volumen des Beetle-Kofferraums um 24 Liter auf 225 vergrößert wurde, ist es vor allem die Durchlademöglichkeit per umlegbaren Rücksitzen, die mehr Alltagsnutzen zulässt. Riesig ist die Durchreiche freilich nicht, denn es gilt ja auch noch die im Ernstfall emporschnellenden Überrollbügel zu verstauen.

Beim Stoffverdeck ist der Beetle selbstredend geblieben, den drei großen Vorteilen steht eigentlich nur noch die Gefahr von Vandalen mit langen Messern entgegen (so es die tatsächlich noch auf schutzlose Cabrios abgesehen haben. Mehr als Wunden lassen sich nicht schlagen, für Einbrüche braucht es schon gröberes Werkzeug.)

Das Stoffverdeck operiert jedenfalls wesentlich schneller als klappbare Stahldächer – im Fall des Beetle in ampelfreundlichen 9,5 Sekunden –, es benötigt beim Verstauen weniger Platz, und es hat eine größere Spannweite, wodurch die Frontscheibe steil und weit vorn stehen darf, was wiederum das Open-Air-Feeling maßgeblich begünstigt.

Das Thema der Isolierung ist in Zeiten der dreifachen Lage eigentlich keines mehr, geschlossen dämmt das Dach Geräusche von außen ebenso gut wie ein festes Dach. Optional lässt sich das Verdeck nun auch per Funkfernbedienung öffnen und schließen.

Auf ersten Kilometern konnten wir zudem die erstklassige Steifigkeit der Karosserie überprüfen – in Kurven gibt es praktisch kein Handicap gegenüber der verlöteten Karosserie. Somit steht einer Power-Variante mit GTI-Motorisierung nichts entgegen, als Beetle GSR kommt das Cabrio mit 210 PS.

Ein kluger Kniff, der gekonnt an Emotionen rührt, ist nostalgisches Themen-Styling. Als 50s, 60s und 70s sind Designpakete zusammengefasst, die den Stil jener Epochen ansatzweise zitieren. Neben allerlei optischen Elementen umfassen die Pakete vieles an Ausstattung, womit das Beetle Cabrio preislich breit aufgestellt ist: Beginnt die Basisvariante bei 22.990 Euro (1,4 TSI, 105 PS), geht es als „70s“ bis 29.120 Euro bei gleichem Motor, noch deutlich höher mit stärkerem Benziner oder Diesel. tiv

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.02.2013)

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