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Im Auto: Der richtige Umgang mit der Klimaanlage

22.08.2011 | 11:32 |   (DiePresse.com)

Dei Selbstverständlichkeit der Klimaanlage im Auto führt dazu, dass sich kaum jemand mehr darum kümmert, wie sie zu warten und zu bedienen ist.

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Früher konnten sich nur Wohlhabende eine Klimaanlage im Auto leisten. Das hat sich geändert. Denn die Vorzüge der kühlenden Luftströme werden längst auch von Eignern herkömmlicher Kleinwagen geschätzt. Doch die Selbstverständlichkeit der Klimaanlage führt dazu, dass sich kaum jemand mehr darum kümmert, wie sie zu warten und zu bedienen ist.

Häufige Fehler

Die Fehler beginnen schon damit, dass sie nur dann eingesetzt wird, wenn es richtig heiß ist und auf Knopfdruck kalte Luft angefordert werden soll. Wer den Schalter jedoch nur alle Jubeljahre betätigt, muss auch damit rechnen, dass nur ein laues Lüftchen zu bemerken ist. Denn, so Hermann Schenk von der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart: "Eine Klimaanlage sollte regelmäßig laufen." Im Extremfall kann es bei einem lange Zeit unbenutzten Gerät sonst zu Schäden am Klimakompressor kommen. Das hat eine teure Reparatur zur Folge.

Hintergrund ist laut Arnulf Thiemel vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg die Tatsache, dass das Kühlmittel in der Anlage auch als Schmiermittel für den Kühlkompressor wirkt. Wird die Klimaanlage nicht genutzt, kann es an Schmierung fehlen. Etwaige Probleme am Kompressor machen sich in Form einer verminderten Kühlleistung bemerkbar. Wird es also trotz eingeschalteter Klimaanlage nicht kühler im Wagen, rät Hermann Schenk, die Anlage auszuschalten und eine Werkstatt anzusteuern.

Nie absolut dicht

Grundsätzlich gilt außerdem, dass eine Klimaanlage im Auto nie absolut dicht ist. Es kommt also immer auch zu Kühlmittelverlust. Gero Eggers vom TÜV Nord rät daher, etwa einmal im Jahr eine Sichtprüfung vornehmen zu lassen. Klimaanlagen-Anbieter wie Behr Hella Service empfehlen außerdem, alle zwei Jahre einen Klimaservice zu machen. Dazu gehört eine Funktions- und Leistungsprüfung oder der Wechsel des Kältemittels. "Die Flüssigkeit wird dabei recycelt", erklärt Hermann Schenk. Etwaige Verunreinigungen wie Öl oder Wasser werden beseitigt, die gereinigte Flüssigkeit wieder ein- und die verlorene Menge nachgefüllt.

Geruchsbildung

Ein typisches Problem rund um die Klimaanlage ist Geruchsbildung. Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte Wärmetauscher. In ihm wird die kühlende Luft erzeugt. Die Kühlflüssigkeit im Inneren kühlt das gesamte Bauteil ab - außen aber findet sich die vergleichsweise warme Umgebungsluft. Das führt zur Bildung von Feuchtigkeit, die wiederum ein idealer Nährboden für Bakterien ist. Diese sorgen dann für die lästige Geruchsbindung.

Ein Großteil des Problems lässt sich aber mit bewusstem Einsatz oder Nicht-Einsatz der Klimaanlage beherrschen. "Es ist sinnvoll, die Anlage etwa fünf bis zehn Minuten vor dem Abstellen des Autos auszuschalten", rät Gero Eggers. Dann kann der Fahrtwind während der Reststrecke mit ausgeschalteter Klimaanlage die Oberflächen abtrocknen. Den Bakterien wird ein Großteil ihre Lebensgrundlage entzogen, und die Geruchsbildung wird weitgehend verhindert.

Nicht zu kalt einstellen

Doch beim richtigen Einsatz der Klimaanlage geht es nicht nur um die Technik. So raten die Experten davon ab, die Kühlung auf Temperaturen nahe des Gefrierpunktes einzustellen. "Die Temperatur im Wagen sollte maximal fünf Grad unter der Außentemperatur liegen", rät Arnulf Thiemel. Bei größeren Unterschieden drohe unter anderem eine Erkältung. Auch eine Bindehautentzündung durch die kalte Luft aus den Düsen kann die Folge sein.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: gast
15.07.2010 06:34
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interessant

als "Licht am Tag" gebracht wurde, was wurde da nicht alles gejammert: u.a. dass der Spritverbrauch wegen der Birnderln ansteige und so....

Und den Mehrverbrauch durch Klimaanlage, Navi und fette StereoAnlage? das kümmert niemanden? Aber über Licht am Tag aufregen?

Sind Autofahrer eigentlich aus Prinzip deppert, oder werden die mit der Zeit so..?

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Re: interessant

Ein offenes Fenster auf der Autobahn benötigt mehr energie als die Klimaanlage.
Es ist also nocht unbedingt "deppert", die Klimaanlage aufzudrehen.
Außerdem sind die Unfälle durch Licht am Tag sogar gestiegen, die ablehnung dieses Unsinns war daher mehr als berechtigt.

Re: interessant

nein sie sind nicht deppert. sie sind aber in der lage, den nutzen von gewissen dingen bis zu einem gewissen grad einzuschätzen.

der nutzen von klimaanlage (an tagen wie diesen), navi (was braucht das schon an stom?) und sogar stereoanlage ist für die meisten menschen relativ gut nachvollziehbar.
der nutzen von licht am tag war für viele (wenn nicht die meisten) absolut nicht nachvollziehbar. das scheint ich auch bewahrheitet zu haben, drum wurde es auch wieder abgeschafft...

schlecht gebrüllt, löwe!

Gast: coolman
14.07.2010 12:58
1 2

Klimaanlagen

Bin 12 Jahre mit meinem H**da gefahren und hab die Klimaanlage nur im Sommer betrieben. ansonsten war sie das restliche Jahr ausgeschaltet. Sie funktionierte jeden Sommer wie am 1. Tag: tadellos! Alles Gequake ist nur Geschäftemacherei und Obergescheitheit.

Antworten Gast: Einmal HONDA, immer HONDA
13.07.2011 16:03
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Re: Klimaanlagen

Kann Sie voll und ganz verstehen.Fahre einen 18 1/2 jahre alten Accord mit Klima.
Auch sonst keine Probleme mit dem Auto. Laterndlgarage kein Rost. Sehr zufrieden.

http://www.honda.at/content/news/car_news_72518.php

Antworten Gast: gast
14.07.2010 13:19
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Re: Klimaanlagen

Im Prinzip stimme ich zu...ich schalte die klimaanlage aber auch im Winter ca. 1x Monat ein - das freut die Dichtungen ! hatte auch noch nie einen Defekt !

Ein ständiges Laufenlassen ist ja wohl der größte Blödsinn ( mehrverbrauch bis zu einem Liter / 100 km, in der Stadt auch mehr )